Millionen leiden, die Gesundheit wird geschädigt, er verursacht, Herzkrankheiten, schädigt das Immunsystem, zerstört unser Gehör, jagt den Blutdruck hoch, ist eine grosse Umweltbedrohung: Der Lärm. Welche Art Lärm besonders gefährlich ist, wie Sie ihm entkommen können.
Vor 100 Jahren hat der berühmte deutsche Arzt Dr. Robert Koch vorausgesagt : „ Eines Tages wird der Lärm der Feind Nr. 1 für unsere Gesundheit sein!“ Er hat recht behalten. Heute ist es soweit.Und noch immer wird das Problem nicht entsprechend bekämpft. Im Gegenteil. Es wird ignoriert , totgeschwiegen. Die alarmierende Situation: 70 Prozent aller Deutschen - das sind mehr als 55 Millionen Menschen - leiden unter Lärm. Damit ist Lärm zu einer der größten Umweltbedrohungen geworden.
Lärm belastet. Lärm macht krank. Das beweisen inzwischen zahllose wissenschaftliche Studien. Die unmittelbare Auswirkung betrifft das Gehör. Experten haben errechnet: Im Jahr 2015 wird es in Europa an die 90 Millionen Gehörgeschädigte geben. Im Jahr 1995 waren es an die 70 Millionen.
Doch es ist nicht allein unser Gehör, das unter dem Lärm leidet. Lärm kann an so vielen Stellen des Körpers krank machen:
Man sieht: Unerwünschter Lärm kann mit der Zeit körperlich und seelisch krank machen. Viele Menschen sind daher heute bereits auf der Suche nach Stille. Lärm ist im Grunde genommen akustischer Müll. Wir sind alle mit daran beteiligt, und keiner braucht ihn. Und wir sind alle mit dem Lärm längst überfordert. Viele gesundheitliche Schäden sind in den letzten Jahrzehnten weit unterschätzt worden. Darum fordern Umweltmediziner: Wir müssen die noch vorhandenen Ruhe-Oasen bewahren und schützen.
Lärm ist nicht nur das Geräusch, das man selbst oder das ein anderer macht. Das Problem ist: Der Schall kann gemessen werden, und zwar in Einheiten, Dezibel genannt. Das kann man beim Lärm eigentlich gar nicht. Denn Lärm ist eine individuelle Empfindung. Oft fühlt sich der eine gestört, und den anderen bringt das überhaupt noch nicht aus der Ruhe. Es gibt auch Situationen, in denen man - weil man gerade nervös ist - besonders unter Lärm leidet, dann wieder nicht.
Diese Art Lärm ist für viele Menschen besonders störend:
Man hört immer wieder, dass sich Lärm ans Ohr gewöhnen kann. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die feinen Haarzellen im Innenohr können sich zwar nach Lärmattacken, wie etwa nach einem Popkonzert, wieder regenerieren, wenn sie die nötige Ruhepause bekommen. Aber: Wenn ein Hörorgan einmal geschädigt ist, dann wird es für weitere Schädigungen immer anfälliger. Und wenn ein Ohr so mit Lärm belastet wird, dass Hörsinneszellen absterben, dann bleibt das Gehör für immer beeinträchtigt.
So können Sie gegen den Lärm angehen
Die Frage ist nun: Kann man sich vorbeugend gegen Lärm schützen? Das geht nur bedingt. Es gibt Untersuchungen bei der Bundeswehr, die beweisen, dass es Sinn macht, vor Schießübungen - so wie auch bei Disko-Besuchen, das Gehör mit dem Mineralstoff Magnesium zu stärken. Das heißt: Wer sich magnesiumreich ernährt, gibt dem Gehör mehr Kraft. Dazu gehören: Vollkornprodukte, Trockenfrüchte, Naturreis, reichlich Obstgenuss. Oder auch direkte Gaben von Magnesium.
Man kann Lärm verhindern. Das geschieht heute zum Teil schon durch die Errichtung von Lärmschutz-Wänden, durch Nachtfahrverbote für LKW, durch Tempolimits, durch lärmarme Autoreifen und Fahrbahnbeläge, aber auch durch leisere Düsentriebwerke. Auch Küchen- und Gartengeräte werden bereits mit leiseren Motoren angeboten.
Jeder von uns aber sollte sich bewusst sein: Man kann mit kleinen Aktionen viel dazu beitragen, dass die Mitmenschen weniger Lärm ertragen müssen: Wenn man nachts die Autotüren nicht zuknallt, wenn man sich leiser einparkt und nicht lange umhermanövriert. Und vor allem den Sonntag sollte man als Ruhe-Oase pflegen und achten.
Jeder von sollte in dieser lauten Welt dem Gehörsinn Ruhe und Erholung gönnen. Das bedeutet:
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