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Handy: Krebs ist möglich

Warnung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO): Ein Zusammenhang zwischen häufigem Telefonieren mit dem Handy und bestimmten Krebsarten ist möglich. Das ergab die Auswertung mehrerer Studien aus den vergangenen Jahren. Was das bedeutet, wie Sie sich schützen sollten.


Hinweise auf ein mögliches Krebsrisiko liefert vor allem die große Interphone-Studie, die in 13 Staaten durchgeführt worden war. Von den Hunderttausenden Teilnehmern entwickelten im Untersuchungszeitraum 2.708 eine spezielle Form von Hirntumor, ein sogenanntes Gliom. Dabei zeigte sich, dass das Risiko, daran zu erkranken, für die Vieltelefonierer unter den Handynutzern erhöht war, und zwar um 40 Prozent.

Jonathan Samet von der Expertenkommission: ""Die Hinweise sind stark genug, um eine Einstufung in die Gefahrenkategorie 2b zu rechtfertigen", erklärt dagegen der Vorsitzende des Expertenteams, Jonathan Samet. "Das bedeutet, dass Risiken möglich sind und wir den Zusammenhang zwischen Mobiltelefonen und Krebs näher betrachten müssen."

Das Deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät deshalb zur Vorsicht und gibt Tipps:

  1. In Situationen, in denen Sie genauso gut mit einem Festnetztelefon wie mit einem Handy telefonieren können, sollten Sie das Festnetztelefon nutzen.
  2. Sie sollten Telefonate per Handy möglichst kurz halten. Falls die elektromagnetischen Felder beim Telefonieren mit Handys langfristig ein gesundheitliches Risiko bewirken sollten, trägt eine kurze Dauer der Gespräche zur Verringerung eines derartigen Risikos bei.
  3. Sie sollten möglichst nicht bei schlechtem Empfang, zum Beispiel aus Autos ohne Außenantenne, telefonieren. Die Leistung, mit der das Handy sendet, richtet sich nach der Güte der Verbindung zur nächsten Basisstation. Die Autokarosserie zum Beispiel verschlechtert die Verbindung und das Handy sendet deshalb mit einer höheren Leistung.
  4. Verwenden Sie Handys, bei denen Ihr Kopf möglichst geringen Feldern ausgesetzt ist. Die entsprechende Angabe dafür ist der SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate). Die SAR-Werte der verfügbaren Handy Modelle finden Sie auf der Internetseite des BfS. Die Hersteller der Handys geben die unter festgelegten Bedingungen ermittelten SAR-Werte in der Regel in der Gebrauchsanweisung an.
  5. Nutzen Sie Head-Sets. Die Intensität der Felder nimmt mit der Entfernung von der Antenne schnell ab. Durch die Verwendung von Head-Sets wird der Abstand zwischen Kopf und Antenne stark vergrößert. Der Kopf ist beim Telefonieren deshalb geringeren Feldern ausgesetzt.
  6. Nutzen Sie die SMS-Möglichkeiten, da Sie dann das Handy nicht am Kopf halten.

Ganz besonders wichtig: Schänken Sie die Handybenutzung bei Kindern und Heranwachsenden möglichst ein. Die befinden sich noch in der Entwicklung und reagieren gesundheitlich empfindlicher. Ausserdem muss man bei ihnen von einer lebenslangen Nutzung der Mobilfunkgeräte ausgehen. Und da sind mögliche gesundheitliche Schäden noch überhaupt nicht abgeklärt.

Bild: © Momentum - Fotolia.com




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