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EHEC-Erreger: Alles über den Todeskeim

Die vier Buchstaben EHEC sind jetzt in aller Munde. So wird der todbringende Erreger bezeichnet, der jetzt in Deutschland grassiert. Wie ist dieser Erreger entstanden, warum ist er so gefährlich, wie werden Erkrankte behandelt, wann muss ich zum Arzt, ist die Gefahr bald vorbei? Lesen Sie die Antworten auf diese Fragen.


Behandlung bei Lebensgefahr

Wenn der EHEC-Erreger das lebensgefährliche hämolytisch-urämische Syndrom auslöst, versagen die Nieren, Blutarmut tritt auf. Die Patienten kommen auf eine Spezialstation in der infektiologischen Abteilung. Sie werden in einem Zimmer mit Sicherheitsschleuse isoliert. Besucher müssen - wie die Ärzte - einen Schutzanzug und Gummihandschuhe tragen. Die Ernährung wird wegen des Durchfalls künstlich unterstützt. Dazu kommen Blutwäschen Und Infusionen Gegend es Flüssigkeitsverlust und Medikamente gegen Bauchkrämpfe. Falls nölig werden die Patienten regelmässig einer Dialyse unterzogen.

Anfangssymptome bei EHEC

Häufig bereitet eine EHEC-Infektion anfangs keine Beschwerden und die Betroffenen merken nicht, dass sie erkrankt sind. Kommt es zu Beschwerden, dann treten Bauchkrämpfe und Durchfall auf, die oft mit Übelkeit und Erbrechen verbunden sind. Bei schweren Verläufen wird der Durchfall blutig. Im schlimmsten Fall kann sich das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) entwickeln, welches zu akutem Nierenversagen führen kann - bis hin zum Tod.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie jetzt an Durchfall oder Bauchkrämpfen erkranken, dann besteht kein Grund zur Panik: Das kann viele Ursachen haben und muss nicht zwingend EHEC sein. Wenn der Durchfall jedoch länger als drei Tage anhält, sollten Sie in jedem Fall zum Arzt gehen. Bei blutigem Durchfall ist ein sofortiger Arztbesuch nötig.

So entstand der EHEC-Erreger

Es handelt sich um eine Variante des harmlosen Darmbakteriums E. coli. Das befindet sich im Darm jedes Menschen und in den Eingeweiden von Rindern. Vor etwa 20 Jahren entstand daraus durch eine Genmutation die gefährliche EHEC-Variante. Der Tiermediziner Georg Baljehr von der Uni Giessen laut "Süddeutsche Zeitung": Vermutlich ist der Pansen einer Kuh eine Art Bioreaktor, wo immer Neukombinationen entstehen. Alle hundert Jahre kommt so etwas Gefährliches wie EHEC heraus." Dieser Keim ist übrigens tausendmal ansteckender als Salmonellen.

Wann endet die Ansteckungsgefahr?

Das ist nicht absehbar. Denn auch wenn die betroffenen Gemüsesorten aus dem Handel gezogen werden, besteht über die infizierten Menschen weiter Ansteckungsgefahr, da EHEC auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Das Bundesumweltamt prüft, ob unser Trinkwasser mit den EHEC-Erregern infiziert werden kann. Denn dorthin können die Keime über die Ausscheidungen von Kranken über die Abwässer ja gelangen. Man geht aber davon aus, dass die Kläranlagen mit den Keimen fertig werden und diese abtöten.




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