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EHEC: Viele Medikamente versagen

Die lebensgefährliche EHEC Epidemie ist wie ein Flächenbrand: Sie hat ganz Deutschland erfasst, die Zahl der Toten und der Intensivkranken steigt. Inzwischen wurde Spanien als ein Ursprungsland der gefährlichen Keime entlarvt. Der Chef des Robert-Koch-Instituts: "Neben Gurken ist auch bei Tomaten und Salat weiter Vorsicht geboten. Vor dem Verzehr dieser Gemüse in roher Form wird gewarnt".


Von Norddeutschland bis nach Bayern müssen immer mehr Menschen mit der lebensgefährlichen Darmerkrankung ins Krankenhaus. Wer sicher gehen will, der sollte auf den Verzehr von Gurken, Tomaten und Blattsalaten ganz verzichten. Das Saarland hat inzwischen den Verkauf von spanischen Salatgurken gestoppt. Die EU-Kommission gab inzwischen eine weiter mögliche Infektionsquelle bekannt: Nach Angaben der EU-Kommission wird eine weitere mögliche Infektionsquelle - Gurken aus den Niederlanden - untersucht. Schweden habe zehn Erkrankungen, Dänemark vier, Großbritannien drei und die Niederlande eine gemeldet.

Inzwischen wurde der lebensgefährliche Erreger identifiziert. Es handelst sich um eine genetisch veränderte Form eines Koli-Bakteriums, die gegen viele Medikamente resistent sei, berichtet der Mikrobiologe Prof. Helge Krach von der Uni Münster. Er leitet das Konsiliarlabor für das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Dieses Syndrom wird durch den EHEC-Erreger ausgelöst und führt zu den Todesfällen. Das Bakterium - eine besonders gefährliche Form des normalerweise harmlosen Darmbakteriums Escherichia coli - ist hochinfektiös.

EHEC-Bakterien (enterohämorrhagische Escherichia coli) bilden einen gefährlichen Stamm von E.coli. Sie können Giftstoffe, vor allem das Shigatoxin, produzieren. Nisten sich EHEC-Keime im Darm ein, etwa in der Schleimhaut, dringt das Gift in die Zellen der inneren Darmwand ein und zerstört Gefäße. In Deutschland sind derzeit 42 Stämme des EHEC-Erregers bekannt.

Inzwischen ist der Verkauf des möglicherweise belasteten Gemüses (Gurken, Tomaten, Salat) stark zurückgegangen. Die Supermärkte Metro, Tengelmann und Rewe haben spanische Gurken inzwischen aus dem Sortiment genommen.

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