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Johanniskraut gegen Depressionen: Nur das "Echte Johanniskraut" hilft

Schlechte Laune, Niedergeschlagenheit, leichte Depressionen - das Johanniskraut ist in solchen Situationen ein guter Freund. Aber Vorsicht: Es sind Johanniskraut-Produkte als frei verkäufliche Arzneimittel aufgetaucht, die nicht das "Echte Johanniskraut", sondern Extrakte einer anderen Johanniskrautart aus China enthalten. Die sind auf Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht untersucht worden.


In einer Stichprobe wurden solche frei verkäuflichen Präparate mit apothekenpflichtigen Präparaten verglichen. Die Wirksamkeit gegen depressive Verstimmungen und leichte Depressionen ist nur für Extrakte des Echten Johanniskrauts (lateinische Bezeichnung: Hypericum perforatum L.) nachgewiesen. Das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker konnte nachweisen, dass Johanniskrautpräparate aus Supermärkten und Drogerien Extrakte einer chinesischen Johanniskrautart enthielten. Diese Extrakte entsprechen aber nicht den Vorgaben des Europäischen Arzneibuchs und sind hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht untersucht. Zudem sind freiverkäufliche Präparate niedriger dosiert als apothekenpflichtige.

Produkte dieser Art müssen bis Ende 2011 aussortiert werden. Danach dürfen nur noch pflanzliche Extrakte auf den Markt gebracht werden, die nach den Kriterien einer EU-Richtlinie zugelassen sind.

Da kann Johanniskraut helfen

Johanniskrautöl oder -tee ist seit Jahrhunderten in der Natur- und Erfahrungsmedizin ein hochgeschätztes Mittel:

Wer morgens und abends eine Tasse Johnniskrauttee trinkt, der kann damit positiv gegen so manche Magenverstimmung, gegen leichte Gastritis und gegen nervöser Unruhe vorgehen. Seit jeher trinkt man Johanniskraut-Tee auch gegen depressive Stimmungen.

Der Tee ist die innerliche Anwendung des Johanniskrautes. Doch es gibt auch eine äußere Anwendung, die nicht so bekannt ist. Dazu muss man aus den gelben Blüten des Johanniskrautes ein Heilpflanzen-Öl herstellen. Dieses samtrote Öl, das auch schon Pfarrer Sebastian Kneipp eingesetzt hat, wirkt schmerzstillend und antibakteriell. Und das alles kann man mit dem Johanniskraut-Öl bewirken:

  • Ein kleiner Schnitt an der Hand verheilt schneller, wenn man ihn mit Johanniskrautöl einmassiert.
  • Sehr wirksam ist das Öl auch bei Wunden am Knie nach einem Sturz, bei einem Bluterguß oder einer Quetschung.
  • Man kann aber auch 10 Tropfen vom Johannkiskraut-Öl in etwas lauwarmes Wasser geben und damit intensiv gurgeln. Das hilft gegen Halsentzündungen.
  • Das Öl hilft auch bei Gicht, Rheuma, Arthritis und Hexenschuss.
  • Wer nach einem anstrengenden Tag zu hause seine müden Beine hochlagert, der sollte die Fußsohlen sanft mit Johanniskraut-Öl einmassieren. Das bringt ein ungeheuer starkes Wohlfühl-Erlebnis.
  • Bild Johanniskraut: © LianeM - Fotolia.com




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