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Alzheimer: Erkennen und Hilfe

Alzheimer - die schreckliche Krankheit des Gehirn, sein langsames Sterben, das Versinken im Vergessen. Je mehr alte Menschen es gibt, desto mehr Alzheimerkranke gibt es. Was Alzheimer ist, wie Sie Alzheimer schon früh erkennen können, was Sie selbst gegen das schleichende Vergessen tun können.


Die Alzheimerkrankheit ist eine hirnorganische Krankheit, bei der langsam aber sicher immer mehr Nervenzellen und Nervenkontakte (Synopsen) zugrunde gehen. Das Gehirn schrumpft um bis zu 20 Prozent. Dieses Absterben wird begleitet von der Ablagerung von Eiweissbruchstücken (Plaque) im Gehirn. Das führt zum Absterben von Zellen. Typischerweie tritt Alzheimer etwa ab dem 50. Lebensjahr auf.

Erste Hinweise auf eine Alzheimer-Erkrankung

  • Die Erkrankten leiden an zunehmender Vergesslichkeit
  • Von drei Aufträgen wegessen Sie in der Regel immer einen
  • Sie vergessen immer öfter Daten, Wörter und Begriffe, müssen nach Namen im Gedächtnis "suchen"
  • Das Kurzzeitgedächtnis lässt immer stärker nach
  • Sie stellen Probleme mit dem Gleichgewicht fest
  • Sie haben Probleme, eine Krawatte zu knoten, das Auto einzuparken, sich richtig anzuziehen
  • Sie haben Orientierungsprobleme
  • Sie unterliegen starken Stimmungsschwankungen

Die Alzheimerkranlkheit ist eine "schleichende" Krankheit, die geistigen Fähigkeiten verschlechtern sich allmählich. In den ersten Jahren sind körperlich keine Veränderungen zu bemerken, auch die Blutwerte sind meistens normal. Durch ein Computertomogramm kann jedoch eine Veränderung des Gehirns festgestellt werden.

Es gibt Medikamente, welche die Wirkungen der Alzheimer Krankheit mildern. Aber die sind fast alle mit teilweise schweren Nebenwirkungen behaftet. Sehr wichtig ist die Behandlung von Risikofaktoren wie:

  • Bluthochdruck
  • Zuckerkrankheit
  • Herzrhythmusstörungen
  • Übergewicht
  • Fettstoffwechselstörungen

Bei einer nichtmedikamentösen Therapie gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Beste ist ein Zusammenwirkungen dieser Möglichkeiten:

1. Körperliche Aktivitäten

Der Kranke sollte so viel Bewegung wie möglich bekommen (nicht überfordern. Er sollte sich selbstständig baden, pflegen und ankleiden. Kleine Verrichtungen im Haushalt müssen ständig trainiert werden. Wenn es möglich ist, dann sollten Wandern, Schwimmen und Tanzen geübt werden. Sehr wichtig sind die kleinen alltäglichen Aufgaben, die er erfüllen muss: Schuhe zubinden, Knöpfe schliessen, Krawatte knoten, Socken anziehen usw. Schaffen Sie für Ihren erkrankten Angehörigen die Möglichkeit, sich innerhalb eines festen Tagesablaufs so selbstständig zu bewegen wie nur irgend möglich. Gehen Sie mit ihm einkaufen, lassen Sie ihn kleine Aufgaben im Haushalt erledigen. Er darf alltägliche Dinge nicht "verlernen", sondern muss sie täglich trainieren.

2. Zuwendung

Nehmen Sie die Krankheit hin und machen Sie keine Schuldzuweisungen. Fördern Sie Leistung durch ein Belohnungssystem. Es hat keinen Sinn, zu versuchen dem Patienten etwas logisch zu erklären oder ihm etwas bei zu bringen. Patienten sehen ihre Fehler nicht ein. Aber sie freuen sich über jede Form emotionaler Zuwendung. Sie müssen immer geduldig und freundlich bleiben. Auch dann, wenn Patienten ausfallend, beleidigend oder gar handgreiflich werden. Bleiben Sie freundlich aber bestimmt. Verssuchen Sie nicht, sich durchzusetzen - der Patient wird das nicht begreifen und fühlt sich abgelehnt oder sogar zurück gestossen. Lassen Sie ihm viel Zeit, auf Fragen oder Anweisungen zu reagieren.

3. Ernährung

Eine spezielle Alzheimer-Ernährung gibt es nicht. Sie sollten bei der Ernährung folgendes beachten:

  • Die Ernährung muss abwechslungsreich und fettarm sein.
  • Sie sollten fast vollkommnen auf tierische Fette verzichten (Schweinefleisch, Milch, Käse, Butter, Schmalz).
  • Hauptsächlich sollte die Nahrung aus Obst und Gemüse bestehen.
  • Verwenden Sie Pflanzenöle.
  • Es sollte dreimal in der Woche Meeresfisch geben.
  • Von den Vitaminen C und E geht eine schützende Wirkung für die Nervenzellen und Gefässe aus.
  • Ein Risikofaktor für Alzheimer ist das Homocystein. Das ist ein Produkt des Eiweissstoffwechsels, welches die Nervenzellen und Gefässe schädigt. Dagegen helfen die Vitamine Folsäure, B6 und B12. Die wichtisten Lieferanten für diese Vitamine sind: Folsäure: Grüne Blätter, Salat, Spinat, Kraut, Lauch. Vitamin B6: Beeren, Pilz, Früchte Vitamin B12: Rindfleisch

Es ist wichtig, sich ab dem fünften Lebensjahrzehnt in diesem Sinne gesund und vernünftig zu ernähren. Leider ist gerade bei alten Menschen sehr oft das Gegenteil der Fall.

Bild: © flashpics - Fotolia.com




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