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Salz: Keine Gefahr für Herz und Kreislauf

Salz: Keine Gefahr für Herz und KreislaufSalz jagt den Blutdruck hoch, Salz schädigt das Herz - zu viel Salz im Essen ist Mord mit dem Kochlöffel. Stimmt wohl alles nicht so. Im Gegenteil: Zu wenig Salz ist schädlicher für den Menschen als zu viel Salz. Das beweist eine neue Studie, deren Ergebnisse jetzt bekannt gegeben wurden. Warum wir Salz brauchen, wie viel Salz wir brauchen, warum ein mehr an Salz nicht schädlich ist.


Jahrelang haben wir zu hören bekommen, wie wichtig es für unsere Gesundheit sei, salzarm oder gar salzfrei zu essen. Denn eine zu grosse Salzzufuhjr habe einen erhöhten Blutdruck und daraus resultierende Herz-Kreislaufschäden zur Folge. Ausserdem würde die Nierenfunktion geschädigt, es käme zu eine unausgeglichenen Flüssigkeitsspeicherung im Körper. Das scheint nach dieser neue Studie nicht der Fall zu sein. Die Legende vom "Tod aus dem Salzstreuer" ist damit wohl widerlegt.

Belgische Forscher der Universität Leuven hatten bei über 3 500 Menschen die Salzausscheidung im Urin beobachtet. Dabei stellten sie fest: Eine unterdurchschnittliche Salzausscheidung stand in Verbindung mit einem erhöhten Todes-Risiko durch Herz-Kreislauferkrankungen. Wurde jedoch ein überdurchschnittlich hoher Salzanteil festgestellt, war das nicht der Fall. Fazit: Nicht zu viel, sondern zu wenig Salz ist gefährlich. Während der achtjährigen Studie wurde festgestellt, dass die Todesrate wegen Herz-Kreislauferkrankungen sank, wenn der Salzgehalt im Urin stieg.

Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass ein normaler Mensch mit normalem Gewicht pro Tag etwa 5 bis 6 Gramm Salz braucht. Der Bedarf steigt, wenn die Salzausscheidung durch starkes Schwitzen oder während einer Entwässerungsdiät grösser wird. Bei normaler Ernährung wird durch unsere Lebensmittel (vor allem Käse, Wurst, gesalzenes Gemüse und Salate) genügend Salz zugeführt. Auch Restaurant- und Kantinenessen sowie Fertiggerichte enthalten viel Salz.

Nachsalzen wäre also eigentlich überflüssig. Wer es aber wegen des Geschmacks, gerne tut, der kann es wohl ohne schlechtes Gewissen tun. Wenn er es nicht übertreibt. Denn auch hier gilt das Paracelsus-Wort: "Die Dosis macht das Gift."

Bild: © HLPhoto - Fotolia.com




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