Eine Krebserkrankung der Prostata kann schwere Folgen bis hin zum Tod haben. Jetzt haben amerikanischer Forscher in einer Studie nachgewiesen, dass der Blutverdünner Aspirin das Rückfallrisiko nach einer Strahlenbehandlung senkt und die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Ausgangs der gefürchteten Männerkrankheit verringert.
Die Erkenntnisse basieren auf einer Studie die im Chase Cancer Center in Palm Beach (Florida) mit mehr als 2 000 Patienten durchgeführt wurde. Die Patienten wurden dort wegen eines bösartigen Tumors in der Prostata mit einer Strahlentherapie behandelt. Studienleiter Dr. Max Buyyounouski vermutet: ""Möglicherweise steigert Aspirin den Effekt der Strahlenbehandlung oder aber verhindert, dass der Tumor streut".
Von insgesamt 2 141 behandelten Kranken hatten 761 während oder nach der Bestrahlungstherapie Aspirin genommen. Bei ihnen kam es dann seltener zu einem Anstieg des Tumormarkers PSA im Blut, als bei den anderen 1 380 Patienten, die keine Aspirin genommen hatten. Wenn nach einer abgeschlossenen Porstatakrebstherapie der PSA-Wert wieder ansteigt, deutet das meist auf einen Rückfall hin.
Positiv war auch bei den Aspirin-Schluckern die Entwicklung der Rückfallquoten. Innerhalb von zehn Jahren nach Abschluss der Therapie erlitten in der Aspirin-Gruppe 31% einen Rückfall. Bei Patienten die kein Aspirin genommen hatten, waren es 39%. Darüber hinaus konnten die Forscher feststellen, dass sich bei den Aspirin-Anwendern die Überlebensraten leicht verbesserten.
Insgesamt sprechen die Studienergebnisse dafür, dass Aspirin eine sinnvolle Ergänzung zur Strahlenbehandlung bei Prostatakrebs - und möglicherweise auch bei anderen Krebsarten - sein könnte. Allerdings warnte der Forschungsleiter vor verfrühten Festlegungen: Dafür gäbe es noch zu viele ungeklärte Fragen, etwa die nach der optimalen Dosis und Einnahmedauer von Aspirin sowie nach möglichen Nebenwirkungen.
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