Gesünder geht es nicht: Obst- und Gemüsesäfte entsäuern den Körper, stärken das Immunsystem, regulieren den Wasserhaushalt im Körper, sind gut für die Darmflora, stoppen Entzündungen und helfen beim Abnehmen. Cranberry-Saft hilft z. B. gegen Blasenentzündungen. Die Wunderwelt der Säfte: Welcher Saft was kann und wievielt Sie brauchen.
Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Flüssigkeit. Er braucht das flüssige Milieu. Für einen gesunden Kreislauf, für den Stoffwechsel, für geistige Fitness und für gute Laune. Da wir in der warmen Jahreszeit bis zu 3 Liter am Tag über Schweiß und Harn abbauen, müssen wir den Organismus laufend mit Flüssigkeit versorgen. Sonst kann es zu Kreislaufversagen, zu Störungen der Herz- und Bronchien-Tätigkeit und zu Depressionen kommen. Wer regelmäßig trinkt, beugt Nierensteinen vor, steigert die Leistungsfähigkeit und fühlt sich wohler.
Wasser ist immer ein optimales Getränk. Allerdings müssen wir unserem Körper mit der Flüssigkeit auch Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Bioaktiv-Stoffe zuführen. Daher macht es Sinn, in der schönen Jahreszeit zur Erfrischung und zum Durstlöschen Obst- und Gemüse-Säfte mit Wasser verdünnt zu konsumieren. Das hat mehrere Vorteile: Die Säfte liefern viele wertvolle Vitalstoffe. Sie löschen den Durst. Die meisten schmecken auch gut. Und sie haben spezielle Wirkung auf unsere Gesundheit. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt: Obst- und Gemüse-Säfte sind flüssige Naturarzneien. Schauen wir uns einmal die Gemüsesäfte an, die sich zum Beispiel auch ganz besonders für den Diabetiker eignen:
Voraussetzung ist, dass der Tomatensaft beim Trinken nicht zu kalt ist. Studien an der Universität Hohenheim haben ergeben: Am besten wirkt das Lycopin im Tomatensaft, wenn dieser Raumtemperatur hat. Also bitte keinen Eiswürfel hineingeben.
Die Säfte aus verschiedenen Gemüsesorten haben viele Vorteile: Sie sind kalorienarm und daher absolute Schlankmacher. Sie enthalten von Natur aus fast keinen Zucker und werden auch nicht mit Zucker aufbereitet. Während im Lebensmittelhandel das frische Gemüse oft nicht vollreif ist, sind die Gemüsesäfte nachweislich aus den ausgereiften Früchten hergestellt.
Außerdem: Gemüsesäfte wirken basisch und bauen ein Zuviel an Säuren ab, die durch reichlich Kaffee, Alkohol, Fleisch und Stress entstehen. Als Durstlöscher sollte man Gemüsesäfte grundsätzlich 50 zu 50 mit Wasser verdünnen.
Es gibt aber auch interessante und wertvolle Obstsäfte:
Der Granatapfelsaft wird vielfach von Frauenärzten gegen Wechseljahr-Probleme empfohlen, weil er große Mengen an östrogenähnlichen Hormonstoffe liefert. Er enthält aber auch Bioaktiv-Stoffe, welche nach jüngsten Studien in den USA die Prostata-Werte des Mannes positiv beeinflussen.
Eine besondere Stellung als flüssige Naturarznei aus Obst nehmen der Preiselbeersaft und der amerikanische Cranberry-Saft ein. Der Saft hilft zur Vorbeugung und zur Behandlung von Blasenkatarrh und wird diesbezüglich von vielen Hausärzten empfohlen. Die Blasenentzündung wird von Koli-Bakterien ausgelöst, die in der Blase ihre Füßchen und Arme ausstrecken, sich in der Schleimhaut festsetzen und dort Entzündungen auslösen. Die hellroten Farbmoleküle aus dem Preiselbeersaft - die Proanthocyane - setzen sich auf die Koli-Bakterien drauf und verhindern, dass sie sich in den Blasenschleimhäuten festsetzen.
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