Der Garten als Naturarznei: Unglaublich, wie gut uns Bewegung und Arbeit im Garten tut. Die kleine grüne Oase vertreibt Depressionen, senkt den Blutdruck, baut Stress ab. Was bei der Arbeit im Garten mit Seele und Körper passiert, welche Gartenarbeit besonders sinnvoll ist, warum Rasenmähen gar nicht langweilig ist.
Ein altes Sprichwort aus China lautet: „ Willst du eine Stunde glücklich sein, dann betrinke dich. Willst Du ein Jahr glücklich sein, dann heirate. Willst du ein ganzes Leben glücklich sein , dann kaufe dir einen Garten!“ Mediziner und Psychologen haben in den letzten Jahren in zahllosen Studien nachgewiesen: Der Garten ist eine Naturarznei für Gesundheit, Vitalität und für ein längeres Leben. Spaten, Rechen, Schaufel und Gießkanne sparen so manche Tablette.
Gartenarbeit senkt den Blutdruck
Der Wiener Arzt Dr. Fritz Neuhauser vom Geriatrie-Zentrum Wienerwald und Experte für Garten-Therapie, hat genau beobachtet und gemessen, wie sich Gartenarbeit auf den Organismus auswirkt:
Im Garten vergehen Depressionen
Jeder Mensch profitiert von einem Garten. Hier die Vorteile für Seele und Körper, der Dr.Fritz Neuhauser aus praktischen Erfahrungen und Beobachtungen dokumentiert hat:
Es ist längste erweisen: Die Natur hat einen starken Einfluss auf den Menschen. Ärzte haben festgestellt, dass schwer kranke Patienten auf der Intensiv-Station sich schneller erholen und weniger Medikamente brauchen, wenn sie von ihrem Bett aus einen freien Blick in die Natur, auf Bäume und Wiesen oder in einen Garten haben. Das aktiviert ganz enorm die Selbstheilungskräfte. Der Anblick von frischem Grün der Natur fördert eine gute Stimmung. Was ist nun das Geheimnis der Garten-Therapie?
Weniger Schlafstörungen und Kopfschmerzen
Ganz einfach: Jeder Mensch braucht Bewegung. Das sagt schon der alte, aber bewährte Spruch: „Leben ist Bewegung. Bewegung ist Leben!“ Nur so können Muskel und Knochen gestärkt, Stoffwechsel und Kreislauf angeregt werden. Auch seelische Spannungen und Stressbelastung kann man durch Bewegung abbauen. Mit der Arbeit im Freien wird aus einer Therapie ein genussvolles Vergnügen. Und dann darf man nicht vergessen: Je stärker die Muskel aufgebaut sind, desto besser können sie die Wirbelsäule abstützen. Auf diese Weise können altersbedingte Schäden am Bewegungsapparat des Menschen ausgeglichen werden.
Niedergelassene Ärzte bestätigen es: Wer einen Garten besitzt und ihn auch selbst bearbeitet, leidet weniger an Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, Rücken- und Gelenks-Beschwerden. Darum ist es auch so wichtig, dass Kinder so früh wie möglich Kontakt mit der Natur haben, selbst aus Samen oder Pflanzen Blumen wachsen lassen und so richtig in der Erde graben.
Rasenmähen ist eine Naturarznei
Ja, und dann kommt noch ein wesentlicher Aspekt hinzu, der auf neuesten Studien basiert. In vielen Gärten werden bereits ganz eifrig wieder – wie alle Jahre - Wiesen und Rasen gemäht. Und alle, die für gewöhnlich diese Arbeit nicht so gern erledigen, sollten umdenken, sollten sich ab sofort auf diese Arbeit freuen. Denn: Australische Ärzte und Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Rasenmähen eine ganz spezielle Naturarznei ist. Rasenmähen beruhigt, entspannt und ist ein wunderbarer Schutz gegen das heute so viel verbreitete Burn out Syndrom, kann aber auch helfen, wenn man bereits zum Stress-Opfer geworden ist.
Wer im Berufs- aber auch im Privatleben den ganzen Tag Hektik und Zeitdruck erlebt und eines Tages körperlich und geistig ausgebrannt ist, braucht Ruhe und Entspannung. Er muss lernen, aus dem Hamsterrad seiner Verpflichtungen auszusteigen. Er braucht neue Kraft, um seine Batterien aufladen zu können. Australische Wissenschaftler kommen zu dem Schluss: Das wirksamste Mittel ist das Rasenmähen. Und zwar aus folgenden Gründen:
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