Newsletter: jetzt kostenlos anmelden:


Gefährlich wie Dioxin: Transfette machen dick und krank

In ganz alltäglichen Nahrungsmittel lauert seit vielen Jahren eine große Gefahr, der sich viele gar nicht bewusst sind. Es sind die Transfettsäuren - in ihrer Gesundheitsgefährdung ähnlich schlimm wie Dioxine, denn auch sie verursachen Krebs, Diabetes und Arteriosklerose. Der Normalverbraucher weiß aus Berichten in den Medien, dass es sich bei den Transfettsäuren - im Volksmund einfach als Transfette bezeichnet - um gesundheitsschädliche Fettformen handelt. Doch Details kennt keiner. Und genau das ist gefährlich. Die wirklich große Gefahr existiert vor allem für unsere Kinder. Und darüber sollte mehr aufgeklärt werden.


Transfette verursachen Krebs, Arteriosklerose und Diabetes

Wie gefährlich sind sie nun, diese Transfettsäuren? Der Körper kann diese Fette mit ihren transfigurierten Kohlenwasserstoff-Doppelbindungen schwer abbauen. Daher wird unsere Gesundheit extrem belastet. Sie machen die Menschen dick. Sie jagen die Cholesterinwerte in die Höhe, fördern frühzeitige Arteriosklerose. Und sie erhöhen damit das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Sie fördern die Anfälligkeit für Allergien, Diabetes, Krebs und für viele entzündliche Erkrankungen. Kein anderes Fett ist in so geringen Mengen so gefährlich. Bloß 5 Gramm pro Tag - das ist eine Portion Pommes frittes - über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren lassen das Risiko für Infarkte, Diabetes und Alzheimer um bis zu 25 Prozent steigen.

Diese " Killerfette" , wie man die Transfette auch nennt, sind vor allem in fetten Backwaren, Kuchen, Keksen, Burgern sowie jeglichem Fastfood und Fertigprodukten versteckt. Aber auch in Quark-Taschen, Croissants, Chips und Pommes, die in Fett triefend frittiert werden. Dazu gehört auch Popcorn, das für die Mikrowelle produziert wird.

Schutz vor Transfetten

Und das kann man tun, um die Aufnahme von Trans-Fettsäuren zu vermeiden, um sich zu schützen:

  • Meiden Sie generell fettes Essen. Wer Fett spart, reduziert automatisch die Transfette.
  • Fast Food, fette Backwaren und Popcorn, das für die Mikrowelle produziert wird , sollten nur sehr selten auf dem Speiseplan stehen oder ganz aus der Nahrung verbannt werden.
  • Wenn Sie auf einer Lebensmittel-Packung die Bezeichnung "gehärtetes Pflanzenfett" oder "pflanzliches Fett, teilweise gehärtet" lesen, dann deutet das auf Transfette hin. Je weiter vorn auf der Inhalts-Liste diese Bezeichnung steht , desto mehr Transfettsäuren sind drinnen. Nicht kaufen.
  • Wenn Sie beim Bäcker Ihres Vertrauens unverpackte Croissants kaufen, fragen Sie ihn, welche Fette da enthalten sind.
  • Verwenden Sie in der Küche hochwertige Pflanzenöle, die reich an einfach-und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind: zum Beispiel Olivenöl oder Rapsöl. Diese Fette in vielen Speisen reduzieren zu einem gewissen Teil den negativen Einfluss von Transfettsäuren.
  • Wenn Sie Margarine als Streichfett verwenden, dann bevorzugen Sie Diätmargarine, weil sie viele gute Fette enthält. Man muss allerdings sagen, dass auch herkömmliche Tafelmargarine heutzutage - verglichen mit vergangenen Jahren - kaum noch Transfette enthalten, weil sie deswegen heftig in der Diskussion waren.
  • Man muss generell wissen: Wer etwa zum Frühstück eine Quarktasche genießt, mittags Pommes mit Chicken Nuggets und abends eine Hand voll Mikro-Popcorn, der hat eine Überdosis Transfette konsumiert. Wenn das einmal in 3 bis 4 Wochen der Fall ist, dann stellt das noch keine Gefahr dar. Passiert es täglich, dann wird das mit der Zeit zu einem gravierenden, gesundheitlichen Problem. Vor allem dann, wenn der Betreffende von seinen Genen her ohnehin zu frühzeitiger Arteriosklerose neigt.

Für den Konsumenten ist im Supermarkt nicht sofort ersichtlich, ob ein Produkt einen hohen Anteil an Trans-Fettsäuren aufweist. Daher gilt als Faustregel: Wenn ein Produkt einen hohen Fettanteil hat und lange haltbar ist, dann ist es wahrscheinlich, das Transfettsäuren enthalten sind.

Die bösen Folgen der Transfette

Wer regelmäßig Transfette in größeren Mengen konsumiert, der muss mit unangenehmen Folgen rechnen:

  • Das gute, schützende HDL-Cholesterin wird gesenkt, das schädliche LDL-Cholesterin stark angehoben.
  • Es kommt verstärkt zur Ablagerungen in den Gefäßen. Die frühzeitige Arteriosklerose wird gefördert. Damit steigt die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Die Gesundheit von schwangeren Frauen und ihren ungeborenen Babys ist bedroht.
  • Trans-Fettsäuren fördern die Anfälligkeit für Allergien, Diabetes, Krebs und für viele entzündliche Erkrankungen.

Besonders gefährdet sind alle Menschen, die zu Arteriosklerose neigen, eine hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Allergien haben. Besonders gross ist die Gefahr für unsere Kinder. Sie werden übergewichtig und haben auch Probleme mit der geistigen Konzentration. Ein Beispiel: Ein 5 bis 6jähriges Kind sollte täglich nicht mehr als 1,5 Gramm Trans-Fettsäuren aufnehmen. Wenn dieses Kind aber zum Frühstück ein Croissant mit etwas Margarine, am Vormittag eine Quarktasche isst, mittags Hühner-Nuggets mit Pommes und danach ein Donat konsumiert, am Nachmittag eine halbe Packung Schoko-Kekse und abends Vanille-Fertigpudding verzehrt, dann nimmt es bereits die Wahnsinnsmenge von 6,5 Gramm Trans-Fettsäuren auf.

Fette werden künstlich "gehärtet"

Viele werden jetzt fragen: Warum gibt es diese gefährlichen Fette überhaupt in unserer täglichen Nahrung? Ganz einfach: Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die durch einen chemischen Eingriff aus Pflanzen-und Fischöl gewonnen werden. Durch die Härtung bleiben sie viel länger haltbar. Und damit hält auch das Produkt länger, in dem sie enthalten sind. Trans-Fettsäuren sind billig, werden nicht ranzig. Das ist gut für den Hersteller, für den Warentransport und für den Handel, aber sehr schlecht für den Konsumenten. Wissenschaftliche Studien haben eindeutig gezeigt: Transfette sind von allen Fetten am meisten gesundheitsschädlich.

Es gibt Trans-Fettsäuren auch in der Natur im Fett von Kälbern, Ziegen, Rindern und Schafen. Diese in der Natur geschaffenen Trans-Fettsäuren sind biochemisch ganz anders konstruiert als die künstlichen, und daher sind sie nicht gefährlich. Diese Trans-Fettsäuren werden durch Bakterien im Pansen von Wiederkäuern gebildet.

Wir alle sollten zu gesunden Fetten greifen: zu ungesättigten Fettsäuren - einfach und mehrfach - wie zum Beispiel zuden Omega-3-Fettsäuren. Sie schützen Herz und Kreislauf, senken das LDL-Cholesterin und können im Körper entzündliche Prozesse bekämpfen, die häufig die Ursache für chronische Erkrankungen sind. Man findet die Omega 3 Fettsäuren in den Fischölen von Lachs, Hering, Makrele, Thunfisch, Forelle, weiters Olivenöl, Leinsamenöl, Hanföl, Rapsöl und Nussöle, alle kalt gepresst.

Es wird höchste Zeit, dass in Deutschland und Österreich gesetzlich eine deutliche Kennzeichnung von Trans-Fettsäuren auf Lebensmitteln vorgegeben wird. In Dänemark hat man das Problem der Trans-Fettsäuren bereits im Griff. Durch gesetzliche Maßnahmen gibt es kaum mehr Lebensmitteln mit diesen Fetten. In New York müssen seit 2006 auf Lebensmittel-Packungen die Transfettanteile angegeben werden.




Gesundheits-Newsletter