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Bankhofers Weihnachtstipps: Drei gesunde Feiertage

Geniessen, sich freuen, Weihnachten feiern - so soll es sein. Und damit Sie nicht nach den Feiertagen an Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten, Verstopfung oder sonstigen Wohlstandsproblemen leiden, habe ich für Sie Tipps zusammengestellt, mit denen Sie die üppigen Feiertage ohne Kopf-, Bauch- und anderen Gesundheitsproblemen überstehen:


Wenn wir von den Weihnachtsfeiertagen reden, dann sind damit im Grund genommen drei Tage gemeint. An diesen drei Tagen spielt sich der ganze Festtagsrummel ab: mit üppigen Mahlzeiten, übermäßig viel Süßigkeiten, wenig Bewegung, weil man mit Verwandten, Bekannten und Freunden ständig gemütlich beisammensitzt. Und in diesen drei Tagen treffen viele Menschen aufeinander und sind stark gefährdet, von den anderen eine Erkältung zu kriegen. Für diese drei entscheidenden Tag zum Fest hat Prof. Hademar Bankhofer einen Plan erstellt, wie sie all diese Hürden bestens meistern, gesund, fit und stressfrei bleiben.

Gesund ohne Verzicht

Der Festtagsbraten, der Fisch, die Torten und vielen anderen kulinarischen Verführungen sind in vielen Familien zu Weihnachten jahrzehntelange Tradition. Keiner will darauf verzichten. Bei all jenen, die ganze Jahr über gesund gelebt haben, ist das kein Problem. So nach dem alten Spruch: „Dick wird man nicht zwischen Weihnachten und Silvester, sondern zwischen Silvester und Weihnachten". Alle, die das ganze Jahr über üppig essen und zu den Feiertagen noch eins draufsetzen, können damit Probleme kriegen. Die ärztliche Statistik verrät es : Alle Jahre nach den Feiertagen haben Millionen Menschen erhöhte oder zu hohe Blutdruck - und Cholesterin-Werte. Darum habe ich mir die Frage gestellt: "Wie kann ich die 3 Weihnachtsfeiertage genießen, ohne es büßen zu müssen? Gibt es Tricks, mit denen man die Festtagsgenüsse verträglicher und gesünder machen kann?"

Entschärfen Sie den Weihnachtsbraten

  • Essen Sie zum Fleisch ausschließlich knackige Salate und Pellkartoffel, keine Knödel, keine Nudeln. Reichlich Salat und Kartoffel helfen die Harnsäure-Überschüsse des Fleisches abbauen. Kartoffel sind eine klassische basenbildende Nahrung.
  • Noch besser: Trinken Sie zwischen den Mahlzeiten jeweils 1/8 Liter Sauerkrautsaft, Rote Bete-Saft, Kartoffelsaft, Brottrunk oder naturtrüben Apfelsaft. Damit werden Magen und Darm von Gärstoffen und Giften gesäubert. Harnsäure wird ausgeschwemmt. Das kann Gichtanfälle verhindern helfen.
  • Der Supertrick aber, wie man den Weinachtsbraten entschärfen und weniger gesundheitsbelastend machen kann, sind knackige Radieschen, wie sie jetzt vor den Feiertagen täglich erntefrisch angeboten werden. Die Senföle in den Radieschen können etwas Besonderes. Sie binden im Darm einen Teil der mit dem Festessen aufgenommenen Fettanteile und führen sie über den Darm ab, ehe sie in den Organismus gelangen und Schaden anrichten können. Am besten, man bereitet aus geriebenen Radieschen oder aus Rettich Salat zu und isst ihn zu den Fleischspeisen. Oder man schneidet Radieschen in gemischten Salat.
  • Trinken Sie während der Feiertage gegen Durst und zum Entschlacken täglich 1 ½ bis 2 Liter Mineralwasser, am besten stilles. Das schwemmt Stoffwechsel-Schlacken aus.
  • Der für viele traditionelle Weihnachts-Fisch - nämlich der Karpfen - ist gesünder, wenn Sie ihn nicht braten oder backen, sondern in einem Sud mit Wurzelgemüse und Kräutern gar ziehen lassen.

Gans gesund zum Weihnachtsfest

Die Festtags-Gans oder die Ente befreit man vom Fett, indem man das Fleisch beim Braten mit der Gabel ansticht. Das Fett läuft dann aus. Man sollte das Gänsefett aufbewahren, aber nicht essen. Es eignet sich ideal für eine Behandlung gegen Husten. Man reibt Brust und Rücken mit dem kalten Fett ein, legt ein Tuch darüber und geht zu Bett. Über Nacht entwickelt das Gänsefett eine gleichmäßige Wärme, die heilend auf die Atemwege wirkt.

Die knusprige Weihnachtsgans oder die Ente sowie der Braten werden gesünder, wenn Sie zum Würzen reichlich Kümmel einsetzen. Kümmel fördert die Verdauung. Am besten verdaulich sind Gans und Ente, wenn man sie 2 ½ Stunden bei 120 Grad Celsius brät und erst die letzten 20 Minuten auf 150 Grad hochgeht.

Ebenso wird der Braten gesünder, wenn man ihn mit Maronen serviert. Darum werden in vielen Familien Ente und Gans mit Maronen gefüllt. Maronen sind basisch und schaffen einen harmonischen Ausgleich zu der Übersäuerung durch große Fleischportionen. Oder man füllt das Geflügel mit Äpfeln. Das Pektin aus den gebratenen Äpfeln nimmt Fette auf.

Schlemmen ohne Cholesteringefahr

Zuviel Fleisch, vor allem zu fettes Fleisch, ist schuld daran, dass jedes Jahr zu den Feiertagen die Cholesterinwerte bei vielen Menschen enorm ansteigen. An der Universität von Leipzig hat Prof.Dr.Rotzsch nachgewiesen: Die Weihnachtsgans wird vom Organismus viel besser vertragen, wenn man dazu eine „Knoblauch- Therapie“ durchführt.

Reiben Sie die Gans oder den Braten kräftig mit zerdrückten, frischen Knoblauchzehen ein. Diese Würze ist sehr wichtig für die Gesundheit. Durch die Wirkung des Knoblauch-Wirkstoffes Allicin kommt zu einem kaum bemerkbaren Anstieg der Cholesterinwerte, anders, als man es sonst nach den Festtagsgenüssen messen kann.

Das ist wieder ein Beweis, wie wertvoll Knoblauch für unsere Gesundheit ist. Er hält uns fit, vital und jung. Das hat man immer schon behauptet. Doch es ist seit Jahren auch wissenschaftlich nachgewiesen worden. Prof. Dr. Gustav Belz, der Leiter des Institutes für Herz- Kreislauf-Erkrankungen in Mainz, hat nachgewiesen: Wer regelmäßig Knoblauch nimmt,der bleibt länger jung, weil seine Blutgefäße elastischer sind.

Artischocken gegen Völlegefühl und Blähungen

Die zweite Möglichkeit, die Gefahr von zu hohem Cholesterin abzuschwächen, sind Artischocken. Damit kann man zugleich auch Völlegfühl, Übelkeit und Blähungen bekämpfen. Dazu gibt es Studien von Prof. Dr. Volker Fintelmann, Chefarzt am Krankenhaus Hamburg- Rissen. Er empfiehlt sogar die begleitende Einnahme von hochdosiertem Extrakt aus Artischockenblättern aus der Apotheke. Vorbeugend ist es aber sehr sinnvoll, zur Gans Artischocken oder Artischocken-Böden zu servieren.

Krebserreger beim Braten vermeiden

Da gibt es aus verschiedenen Forschungen einige interessante Lösungen. Das Geheimnis liegt in der Wahl der Kombinationen beim Essen. Hier einige praktische Beispiele, die speziell für ein Fest wie dieses wichtig sind:

  • Kinder wissen da instinktiv, was gesund ist. Sie lieben zum Weihnachtsbraten Ketchup. Heute ist durch Studien nachgewiesen: Der rote Farbstoff Lycopin der erhitzten Tomaten senkt das Krebsrisiko. Auch Tomaten-Soße, Tomatensaft und in Olivenöl geschmorte Tomaten erfüllen diese Aufgabe.
  • Wenn wir einen Braten essen, dann nehmen wir damit auch giftige Benzpyrene - Röststoffe - auf, die beim Braten entstehen. Es gibt eine simple, einfache Lösung , diese Stoffe zu entschärfen. Man muss eine große Portion Senf dazu essen. Die Senföle neutralisieren die gefährlichen Substanzen.
  • An der Oberfläche von einem Braten entstehen beim Zubereiten auch noch andere giftige Röststoffe, zum Beispiel das 3-Amino-1-Methyl-5 H - Pyrido-Indol. Wenn man das Fleisch vor dem Zubereiten mit frischen oder getrockneten Salbeiblättern oder Oregano-Blättern einreibt , dann werden die Röststoffe neutralisiert.
  • Interessant ist, dass in gewisser Weise dieses Entschärfen auch durch ein kleines Glas Bier unterstützt wird. Und zwar durch die Mineralstoffe und Spurenelemente im Bier.

Weihnachten ohne Bluthochdruck

Mit Fisch gegen Blutdruck: Meeresfische wie Lachs, Makrele, Hering sind grundsätzlich ein wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Sie senken auch den Blutdruck. Die meiste Kraft steckt da in der frischen Makrele. Daher sprechen Ernährungs-Mediziner auch von einer „Makrelen-Diät“ gegen Bluthochdruck.

Was ist an Meeresfischen - speziell an der Makrele - so wertvoll, dass sie den Blutdruck senken kann? Das ist die Kraft der Omega-3-Fettsäuren, die sich im Fett des Fisches befinden. Diese Omega-3-Fettsäuren werden von unserem Stoffwechsel in hochaktive Reglerstoffe umgewandelt . Und die wirken sich sehr positiv auf den Blutdruck aus. Die Omega-3-Fettsäuren im Fischfett gelangen nach der Verdauung durch die Darmwand in die Blutbahn. Und hier üben sie eine entspannende, weitende Wirkung auf die Wände der Blutgefäße aus. Dadurch sinkt der Blutdruck. Bei einer „Makrelen-Diät“ zum Senken des Blutdrucks isst man 3 Wochen lang jeden Tag 100 bis 200 Gramm Makrele, wobei es dann auch einmal Lachs oder Hering sein darf.

Mit Kalium aus Obst und Gemüse gegen Bluthochdruck

Der Mineralstoff Kalium reguliert auf wunderbare Weise den Blutdruck. Jedes Obst und Gemüse liefert Kalium. Kartoffel, Möhren, Rote Bete, Sellerie, Kohlrabi , Brokkoli, Kopfsalat. Avocados aber besonders viel. Wer zu wenig davon isst, kann leicht einen Kalium-Mangel bekommen. Und der äußert sich an typischen Symptomen: Der Blutdruck steigt.

Ganz wichtig: Wenn Sie zu den Feiertagen Kalium für einen gesunden Blutdruck tanken wollen, dann müssen Sie reichlich frisches Obst und Gemüse essen. Auch Gemüse aus dem Tiefkühlfach ist wertvoll. Nur Gemüse aus der Dose enthält fast kein Kalium mehr.

  • Sie sollten während der Feiertage dem Blutdruck zuliebe jeden Tag ein bis zwei Äpfel aus der Region genießen. Dazu eine Banane am Tag.
  • Richtig würzen für einen gesunden Bluthochdruck. Ein guter Rat: Salz ist sehr oft als Würze entbehrlich. Wir sollten beim Würzen zu den Feiertagen viel mehr Phantasie entwickeln.

Salz durch Kräuter ersetzen

  • Verwenden Sie viele Kräuter frisch oder getrocknet. Am besten als Salz-Ersatz eignen sich Petersilie, Thymian, Lorbeerblätter, Basilikum, Selleriegrün, Kerbel, Estragon. Man kann die Kräuter für Suppen und Eintöpfe auch mischen.
  • Wer für die Suppe viel Suppengrün verwendet, benötigt weniger Salz. Zu einem klassischen Suppengrün gehören Sellergiegrün und Wurzel, Möhren, gelbe Rüben, Lauch, Petersiliegrün und Petersiliewurzeln.
  • Suppen, Soßen, Gemüse , Salat kann man mit Hefe-Extrakt würzen. Oder mit kleingehackten getrockneten Pilzen.
  • Man kann mit Joghurt, Sauerrahm oder Buttermilch Salate und Geflügel würzen.
  • Sehr sinnvoll ist es, Kräutersalz zu verwenden. Das ist eine Mischung mit wenig Salz und vielen geriebenen, getrockneten Kräutern.
  • Würzen Sie mit Knoblauch , Pfeffer, Ingwer oder Curry.

Wenn wir an einem der Feiertage zu üppig und zu viel gegessen haben, wenn wir ein unangenhmes Völlegefühl haben: Was können wir tun ?

Der Bauch ist voll, wir sind schlapp - was tun?

Wenn Sie zu üppig gegessen haben - zu fettes Fleisch, zu fette und zu süße Torten -, dann trinken Sie unmittelbar nach der Mahlzeit 1/4 Liter stilles Mineralwasser oder Leitungswasser, in das Sie 1 Teelöffel Heilerde für den inneren Gebrauch ( Apotheke ) einrühren. Die Erde bildet im Magen eine riesige Oberfläche und bindet die Fette. Völlegefühl und Übelkeit vergehen nach 10 bis 15 Minuten. Man fühlt sich wieder leichter und besser.

Kann ich auch etwas tun, damit Süßigkeiten nicht so sehr belasten?

Gegen zuviel Süßes, gegen zuviel starken Bohnenkaffee und zuviel Alkohol zu den Feiertagen braucht der Organismus Vitamin C ( Kiwis, Orangen,

Paprikaschoten ), Vitamin B 1 ( Naturreis, Weizenkeimflocken ) und Magnesium in Form von Trockenfrüchten oder Naturreis. Zitrusfrüchte schützen uns wunderbar vor den Festtagsünden, weil sie entzündungshemmend, blutdruck-und cholesterinsenkend wirken und obendrein vor Stress und Erkältungen schützen. Und obendrein fördert das Vitamin C die Eiweißverdauung von Fleisch und Fisch.

Sie sehen: Viele kulinarische Verführungen kann man zu den Feiertagen mit einfachen Tricks etwas gesünder oder zumindest weniger gesundeitsbelastend machen. Unser Motto sollte lauten: Genuss ohne Reue.

Die Festtags-Check-Liste

  • Streß reduzieren. Fisch und Fleisch rechtzeitig im Laden vorbestellen. Eine Liste machen, was man am Heiligen Abend alles zur Hand haben muss: die CD mit Stille Nacht, die Zündhölzer fürs Kerzen anzünden, den Kerzenlicht- Löscher, den Fotoapparat mit aufgeladenen Speicher, Weihnachtsbaumständer, alle Krippenfiguren.
  • Beine beruhigen. Die haben in den letzten Tagen viel geleistet. Die meisten von uns sind viel unterwegs gewesen, sind stundenlang in der Küche gestanden. Fußbäder, Beine hochlagern, Zehen massieren, Fußsohlen einmassieren.
  • Verspannungen lösen durch Gymnastikübungen. Stress aus Nacken, Schultern und Halsbereich wegtrainieren. Einfache Übung. Hinstellen: Schultern heben und senken, heben und senken, auf den Zehenspitzen auf und ab wippen: 50 Mal.
  • Streit bei Verwandtschaftsbesuch verhindern: Lippenbremse üben. Durch die Nase einatmen, Lippen zusammenpressen. Durch den Mund ausatmen. Vertreibt Ärger. An den drei Feiertagen gibt es in vielen Familien Streit, weil plötzlich alle zuhause sind. Und bei so manchem Verwandtenbesuch fällt da und dort ein böses Wort, gibt es Bemerkungen, die nicht gerade freundlich sind.
  • Verdauung in Schwung halten: Zwischendurch Obst und Gemüse, Wasser trinken, bestimmte Gewürze verwenden: Kümmel, Pfeffer, Kurkuma. Zwischendurch in der Natur spazieren gehen
  • Sodbrennen verhindern: trockenes Brot kauen, Walnüsse essen, warme Milch trinken. Oder Heilerde für den inneren Gebrauch in Wasser verrühren und trinken.
  • Einem Alkohol-Kater vorbeugen. Magnesium nehmen, homöopathisches Nux Vomica aus der Brechnuß nehmen: 5 Tropfen auf einen Bissen Brot.
  • Erkältungen nach Verwandtenbesuchen vorbeugen: Nasenspülung, Vitamin C, Kneipp Fußbad, Ingwer-Tee.
  • Nerven beruhigen: Lavendelblüten-Tee, Hopfenblüten-Tee, Melissen-Tee, Mandeln kauen, Dattel, Feigen, 2 Eßlöffel Lecithin-Granulat in einem Becher Natur-Joghurt.

Prof.Bankhofer wünscht allen Fans und Homepage-Lesern ein gesegnetes, gesundes Weihnachtsfest mit ein paar ruhigen Stunden.

Foto Weihnachtsgans: © foodinaire.de - Fotolia.com




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