Die Erkenntnis "Wir brauchen Ballaststoffe für einen gesunden Darm" setzt sich immer mehr durch. Wer ausreichend Ballaststoffe zu sich nimmt, der verhindert Übergewicht, saniert seinen Darm und bekämpft den Darmkrebs schon im Vorfeld. Was Ballaststoffe, sind, wie sie wirken und welche Nahrungsmittel man essen muss.
Die Erklärung ist ganz einfach: Ballaststoffe sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die der Körper nicht verwerten kann und unverdaut wider ausscheidet. Im Grunde sind sie wertlos - aber für unsere Gesundheit extrem wichtig. Es handelt sich dabei um Faserstoffe oder Pflanzenfasern, die ausschließlich in Obst, Gemüse und Getreide vorkommen. Tierische Nahrungsmittel sind praktisch frei von Ballaststoffen.
Das sind die zwei Ballaststoff-Sorten:
1. Lösliche Ballaststoffe
Das sind Quellstoffe, die große Mengen Wasser binden. Das vergrößert das Stuhlvolumen und macht den Stuhl weicher. Das wiederum ermöglicht eine regelmäßige Stuhlentleerung ohne Pressen. Sie sind vor allem in Obst und Gemüse enthalten. Inhaltsstoffe: Pektine, Inulin, Hemizellulosen, Oligofruktose.
2. Unlösliche Ballaststoffe
Diese können so gut wie kein Wasser binden, werden aber durch Bakterien kaum abgebaut, weshalb sie das Stuhlvolumen vergrößern. Das regt die Darmbewegungen an, der Weitertransport der Nahrungsreste und deren Ausscheiden wird beschleunigt, Verstopfungen vermieden. Sie sind vor allem in Hülsenfrüchten und Getreide enthalten. Inhaltsstoffe: Zellulose, Lignin, unlösliche Hemizellulose.
Die Wirkung der Ballaststoffe
Erwachsene sollten am Tag mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu sich nehmen. Damit können Sie erfolgreich folgenden Krankheiten vorbeugen:
Um die nötigen 30 Gramm Ballaststoffe zu erreichen, ist es nützlich zu wissen: Wievielt Ballaststoffe sind wo drin? Eine kurze Übersicht, Nahrungsmittelmenge jeweils 100 Gramm:
1. Hülsenfrüchte
Linsen: 2.8 Gramm
Grüne Erbsen: 5 Gramm
Weisse Bohnen: 7.5 Gramm
2. Backwaren
Weizenbrötchen: 3.4 Gramm
Weizenvollkornbrot: 7 Gramm
Toastbrot: 4 Gramm
Zwieback: 5.2 Gramm
Roggenmischbrot: 6 Gramm
Roggenknäckebrot: 14 Gramm
3. Gemüse und Salat
Blattsalat: 1.6 Gramm
Kartoffeln: 2 Gramm
Möhren: 3 Gramm
Rosenkohl: 4.5 Gramm
Rotkraut: 2.5 Gramm
Blattspinat: 1.8 Gramm
4. Obst
Weintrauben: 1.6 Gramm
Äpfel: 2.3 Gramm
Birnen: 2.8 Gramm
Orangen: 2.2 Gramm
Bananen: 2 GrammJohannisbeeren: 3.5 Gramm
5. Trockenfrüchte
Aprikosen: 8 Gramm
Pflaumen: 9 Gramm
Datteln: 9.2 Gramm
Feigen: 9.6 Gramm
Sultaninen: 5.4 Gramm
6. Mehl und Getreide
Weizen: 9.6 Gramm
Weizenmehl Typ 1050: 5.2 Gramm
Weizenvollkornmehl: 10 Gramm
Roggenmehl Typ 1150: 7.7 Gramm
Roggenvolkornmehl: 13.5 Gramm
7. Beilagen und Müsli
Gekochte Nudeln: 1.5 Gramm
Cornflakes: 4 Gramm
Geschälter Reis: 0.6 Gramm
Müsli: 4.6 Gramm
Weizengries: 7.1 Gramm
Haferflocken: 9.6 Gramm
Haferspeisekleie: 19.4 Gramm
Weizenspeisekleie: 49.3 Gramm
Ein Ratschlag: Wenn Sie von Ihrer gewohnten ballaststoffarmen Nahrung auf eine ballastreiche umstellen wollen, dann tun Sie das langsam. Beachten Sie: Immer gut kauen und mehr als sonst trinken. So vermeiden Sie am Anfang Verstopfungen oder Blähungen.
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