Die Hitze treibt uns in die Freibäder, an Bagger- und Waldseen werden die Plätze knapp und an unseren grossen Badeseen (Bodensee, Chiemsee, Starnberger See, Steinhuder Meer, Müritzsee und den grossen Stauseen) erreichen die Wassertemperaturen karibische Werte und auf den Parkplätzen glühen die Autos dicht an dicht. Da drohen Gefahren: Hitzschläge, Badeunfälle, vermehrte Keime im Wasser, Sommererkältungen. Wie Sie Abkühlung finden, wie Sie Gefahren vermeiden können.
Sie sollen den Sommer geniessen, und zwar möglichst gefahrlos. Sie sollen sich erholen - und nicht den eh schon gestressten Körper und Kreislauf noch mehr belasten. Sie sollen am Ende eines Badetags erholt sein - und nicht fix und fertig, mit glühendem Kopf, Magenproblemen und blasenwerfender Haut ins Bett taumeln um dort den Alptraum einer schlaflosen durchschwitzten Nacht zu erleben. Ich habe deshalb für Sie einen kleinen Sommer-Hitze-Badekatalog zusammengestellt. Erfahrungen aus Omas Zeiten und neue Erkenntnisse der modernen Naturmedizin.
1. Belastung durch Keime
Die hohen Temperaturen, die grosse Menge der Badenden, die vermehrte Zufuhr von Urin und Kot ins Wasser erhöhte die Zahl der gefährlichen Keime in unseren Freibädern und Badeseen sehr stark. In kommunalen Freibädern wird das Wasser genau kontrolliert, notfalls wird mehr Chlor oder Ozon zur Desinfizierung beigegeben. Bei Seen und Flüssen kann die Kontrolle nicht so engmaschig sein.
Beim Baden in Flüssen und Seen die auch von Enten bewohnt werden, erhöht sich die Gefahr einer Infektion durch Larvenformen von Egeln und Würmern - es kommt zur Zerkariendermatitis. Dabei bohren sich die Larven in die Haut von Badenden. Nach einigen Stunden kommt es zu einem starken Juckreiz, es entstehen rote Stellen. Da helfen Cremes und Salben mit einem Antihistaminikum, die Larven sterben innerhalb weniger Tage ab.
Die beste Absicherung: Halten Sie sich nicht lange in seichten Uferzonen auf, sondern schwimmen Sie zügig in freies und tiefes Wasser. Nach dem Baden unbedingt das Badezeug ausziehen und sehr gut duschen.
2. Alkohol - eine grosse Gefahr
Natürlich ist gegen ein kühles Bier am Abend nichts einzuwenden. Aber generell sollten Sie sich entscheiden: Während des Badetags im Freibad oder am See kein Alkohol. Er jagt den Blutdruck in die Höhe, das kann für Vorgeschädigte tödlich sein. Ein Studie an der Harvard University Boston ergab: Nach nur einem einzigen Drink erhöhte sich das Risiko für einen Hirnschlag um das Doppelte. Ihr gesamter Kreislauf muss bei Hitze Schwerstarbeit leisten, kommt da auch noch Alkohol dazu - dann schafft er es nicht mehr: Tatütata - die Rettung muss kommen.
Alternativen: Mineralwasser, Apfelschorle, ungesüsste Tees, Fruchtsaft-Mixgetränke, stark wasserhaltige Früchte wie Melone, Gurke, Tomate etc.
3. Essen
Der Körper braucht jetzt keine grossen Fett- und Kohlenhydrateportionen - die belasten nur. Angesagt sind Obst, Eiweiss, Ballaststoffe und Gemüse. Verabschieden Sie sich von der klassischen Badetageskost: Kartoffelsalat im Glas, Schnitzel oder Frikadelle, dick belegte Brote. Klar wird das gegessen, schwimmen macht hungrig, aber es ist falsch. Richtig ist:
Ansonsten greifen Sie zu:
Kirschen, Erdbeeren, Äpfeln, allen unseren Gartenbeeren, Radieschen, Gurken, Melonen, Tomaten, Pflaumen, Pfirsichen, Aprikosen, Joghurt, Quark, Buttermilch und hin und wieder ein Eis kann auch nicht schaden.
4. Trinken
Fast noch wichtiger als Essen. Denn jetzt braucht der Körper mehr Flüssigkeit als sonst. Generell gilt:
5. Schutz der Haut
Der ist beim Baden besonders wichtig. Denn die Haut muss ja die runterrasselnde Sonne auffangen. Das ist Schwerstarbeit, bei der wir helfen müssen:
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