Es brennt, man muss sehr oft zur Toilette - wir haben eine Blasenentzündung. Besonders Frauen und Mädchen sind jetzt im Hochsommer von dieser Infektionskrankheit betroffen. Was Klimaanlagen, langes Baden in Freibädern und Seen, und Östrogene damit zu tun haben, wie Sie sich schützen könne.
Blasenentzündung - eine Sommerkrankheit
Wenn wir das Wort " Blasen-Entzündung" oder "Blasen-Katarrh" hören, dann denken wir an schmerzhafte Beschwerden in der Blase, die in erster Linie in der kalten Jahreszeit auftreten. Und das ist ein großer Irrtum. Selbstverständlich ist die Blase im Herbst, im Winter und im Frühstück sehr gefährdet. Doch gerade jetzt zum ausklingenden Sommer handelt man sich besonders schnell eine Blasenentzündung ein, speziell weil man jetzt nicht daran denkt. Aber es gibt jetzt für diese Erkrankung nahezu ideale Voraussetzungen. Und ganz besonders trifft das auf Frauen und Mädchen zu:
Sinkende Immunkraft stärkt Koli-Bakterien
Was passiert nun im Körper, daß es zu einer Blasen-Entzündung kommt? Wir habe alle eine gewisse Menge an Koli-Bakterien in uns. In dieser Dimension sind sie nicht gefährlich. Kaum aber sinkt die Immunkraft im Unterleib, vermehren sich die Koli-Bakterien - gemeinsam mit anderen krankmachenden Bakterienstämmen - in rasantem Tempo. Und dann dringen Heerscharen von Koli-Bakterien in die Blase, fahren ihre Greifer aus, hängen sich in die Schleimhaut der Blase ein und lösen die Entzündung aus, die dann den Betroffenen zu schaffen macht.
Viele Ärzte sind einer Meinung: Eine Erkältung in der Blase muß man nicht gleich mit starken Medikamenten - in diesem Fall mit Antibiotika - bekämpfen. Es gibt sowohl für die Vorbeugung als auch für die Behandlung eine Reihe von Naturprodukten, mit denen man das Problem aus der Welt schaffen kann. Aber auch, wenn man den Weg der Natur einschlägt, sollte man jeden Schritt mit dem Arzt besprechen.
Nahrung schützt vor Blasenentzündung
Es gilt nämlich in erster Linie, daß wir den Selbstheileffekt des Körpers - im vorliegenden Fall der Blase - aktivieren und unterstützen. Und da eignen sich interessanterweise Produkte, die wir ohnehin für unsere Speisen in der Küche vorrätig haben. Man spricht daher in der Naturmedizin von der " Küchen-Therapie".
Die Naturkraft der Beeren hilft
Der absolute Klassiker unter den Naturheilmitteln aus dem Bereich der Küche sind die deutschen Preiselbeeren und die amerikanisches Cranberries, die viele von uns als Konfitüre zu Wildgerichten geniessen. Im Jahr 1923 haben amerikanische Ärzte erstmals die Preiselbeer-Anwendungen der Indianer unter die Lupe genommen und haben nachgewiesen: In der Preiselbeere stecken natürliche antibiotische Kräfte.Und 1994 hat man an der Rutger State Universität in New Jersey die Substanzen gefunden, die sich ideal als Naturmedizin gegen Harmwegs-Infektionen eignet. Es sind die sogenannten Pro-Anthocyane. Sie verhindern, dass sich in der Blase und in der Niere Koli-Bakterien festetzen. Die Bakterien werden mit dem Harn ausgeschwemmt.
Die Wirkstoffe der Peiselbeeren setzen sich direkt auf die Bakterien drauf und hindern sie daran, daß sie haarähnliche Fäden ausstrecken und sich damit an die Zellen des Harntrakes heften.
Man muß einige Zeit täglich etwa 1/2 bis 3/4 Liter Preiselbeer-Saft trinken oder 1/4 Liter Kompott konsumieren. Alternativ bietet die Naturmedizin aber auch Preiselbeer-Präparate an. Für all jene unter uns,die zu Harnwegsinfekten neigen, macht es Sinn, vorbeugend Preiselbeeren als Kompott, als Marmelade oder als Preiselbeer-Saft zu konsumieren, damit es erst gar nicht zu einer Infektion der Harnwege kommt. Die einfachste Kur: Man trinkt 3 Wochen lang täglich 1 Glas Preiselbeer-Saft aus dem Reformhaus.
Sie sehen: Es gibt in der Küche eine Reihe von Naturkräften, die uns vor einer Blasen-Entzündung schützen und uns im Falle einer bereits vorhandenen Entzündung helfen, die Erkrankung wieder Rasch in den Griff zu bekommen.
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