Tumoren in der Nähe lebenswichtiger Organe, Nervenzentren, Blutgefäße oder Hirnregionen waren bisher oft inoperabel - der Patient ein Todeskandidat. Jetzt kann Ultraschall helfen. Wie das funktioniert:
Die gute Nachricht für Krebskranke kommt von Wissenschaftlern der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PtB, www.ptb.de). Die erwähnte Methode wird bereits bei einigen Krebsarten angewendet und nennt sich HITU ("High Intensity Therapeutin Ultrasound"). Sie funktioniert so:
Eigentlich funktioniert HITU nach dem Prinzip des Brennglases. Mit Hilfe eines gekrümmten Ultraschallwandlers werden die Ultraschallfelder genau auf den Tumor scharf eingestellt. Im Fokus des Tumors entsteht eine hohe Temperatur, welche die Krebszellen auf über 65 Grad Celsius erhitzt. Bei so hohen Temperaturen sterben die Krebszellen ab und nach ihrem Tod vom Körper abgebaut. Durch die haarscharfe Einstellung der Ultraschallwellen auf erkranktes Krebsgewebe wird dieses gezielt zerstört, während das den Krebs umgebende Gewebe unverletzt bleibt.
Das ist genau das Problem, mit dem Die Ärzte bisher zu kämpfen hatten: Viele Tumoren konnten nicht behandelt werden, weil die Gefahr der Zerstörung von umliegenden lebenswichtigen Körperteilen, Gefäßen, Organen zu groß war. Das galt vor allem bei Hirntumoren. Die neue Technik wird bereits zur Behandlung von Prostata-, Leber- und Gebärmuttertumoren eingesetzt. Anwendungsmöglichkeiten für Brustkrebs und Hirntumore werden erforscht.
Ultraschall wird in der Medizin vorwiegend zur Diagnose eingesetzt. Die Leistungen des Ultraschalls zur Krebsbekämpfung aber ist durch die Fokussierung bis zu 5000mal grösser als die des Diagnose-Verfahrens.
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