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WM 2010: Fit und gesund dabei sein

Die WM 2010 hat im fernen Südafrika begonnen. Aber wir sind dabei: Und zwar täglich viele Stunden vor dem Fernseher. König Fußball regiert und schlägt uns in seinen Bann. Das ist in Ordnung. Aber wir sollten dabei nicht vergessen: Wir stürzen Körper und Seele in einen wochenlangen Dauerstress. Damit Kreislauf, Wirbelsäule, Augen und Ihre Muskulatur auch nach der WM noch in Ordnung sind, müssen Sie einige grundlegende Regeln beachten.


Nicht eiskalt trinken

  • Wenn Sie Herz- oder Kreislaufprobleme haben, dann stellen Sie sich darauf ein. Gehen Sie mit, aber lassen Sie sich von Begeisterung oder Wut nicht übermannen. Denn bei wichtigen und spannenden Spielen steigt die Zahl der Kreislaufzusammenbrüche, Herzrhythmusstörungen und -infarkte deutlich an.
  • In Südafrika ist Winter, bei uns ist Sommer. Also achten Sie auf Ihren Wärmehaushalt. Trinken Sie viel, aber halten Sie sich mit Alkohol zurück. Wer mehr als drei Bier während eines Spieles in sich hineinschüttet, der schadete seinem Körper. Mischen Sie sich Früchtecocktails, trinken Sie Mineralwasser oder Apfelsaftschorle. Und vor allem: Trinken Sie bitte nicht eiskalt. Sonst endet das Fußballmärchen mit Halsschmerzen oder einer Gastritis.

Trimming vor dem Fernseher

Vorn auf dem Bildschirm ist alles in Bewegung, rennt und schwitzt. Sie sitzen. Und zwar stundenlang. Wenn an einem Tag drei wichtige Spiele sind, Sie die Zeit haben zuzuschauen, dann bedeutet das ca. sechs bis sieben Stunden Sitzen vor dem Fernseher. Das belastet Ihre Wirbelsäule, Ihren Kreislauf, Ihre Muskulatur. Sie sollten:

  • Hin und wieder aufstehen, und im Zimmer herumlaufen.
  • Alle zehn bis 15 Minuten Ihre Sitzposition verändern.
  • Setzen Sie sich so auf den Stuhl, daß Sie sich mit dem Rücken nicht anlehnen. Nun geben Sie die Arme nach hinten und hacken hinter Ihrem Rücken die Finger beider Hände ineinander. Jetzt drücken Sie die Schultern zurück und ziehen an den Händen, ohne loszulassen. Das ist eine wichtige Übung für die Wirbelsäule.
  • Stemmen Sie Ihre Handflächen links und rechts neben den Oberschenkeln auf den Stuhl und versuchen Sie, sich in die Höhe zu stemmen. Drei- bis viermal.
  • Setzen Sie sich aufrecht hin, Rücken an die Lehne. Jetzt die Beine ausgestreckt hochheben, verharren so lange Sie können. Dabei die Zehen einziehen und ausstrecken.
  • Langes Fernsehen macht Genickschmerzen. Die vermeiden Sie so: Setzen Sie sich aufrecht hin, breiten Sie weit die Arme aus und drücken Sie sie federnd ganz weit weg. Das zaubert Verspannungen im Nackenbereich weg. Wenn Sie nicht genug Platz haben, winkeln Sie die Arme an und drücken die Ellenbogen so weit es geht zurück.
  • Stellen Sie sich in den Pausen aufrecht hin, und versuchen Sie hinter Ihrem Rücken mit den Händen eine imaginäre Schütze zu binden.
  • Gehen Sie regelmässig auf die Toilette, um Ihre Blase zu entleeren. Wenn Sie einhalten, weil es gerade so spannend ist, dann kann dieses Harneinhalten zu Störungen führen.

Machen Sie Ihre Augen fernsehfit

Während der WM müssen die Augen der Fans Schwerarbeit leisten. Stundenlange Dauerbelastung durch intensives Fernsehen kann zu trockenen Augen, zu Entzündungen und Reizungen führen. Durch den ständigen Wechsel der Einstellungen auf dem Bildschirm, durch das Tempo mit dem Ihre Augen die Bewegungen auf dem Bildschirm verfolgen müssen sie Höchstleistungen vollbringen. Sie brauchen Unterstützung.

  • Der Fernseher darf niemals nur die einzige Lichtquelle in Ihrem Zimmer sein. Es sollte immer ein zusätzliches Licht brennen.
  • Gönnen Sie Ihren Augen Pausen. Wenn das Spiel mal nicht so spannend ist, der Ball im Mittelfeld nur hin- und hergeschoben wird, dann sollten Sie auf einen festen Punkt vor einem ruhigen und unbewegten Hintergrund schauen: Ein Blick in den Garten, vom Balkon, hinaus ins Dunkle - das hilft schon viel.
  • Sorgen Sie für ausreichend Luftfeuchtigkeit in dem Raum in dem der Fernseher steht. 40 bis 60% sollten es schon sein.
  • Legen Sie zwischendurch für 10 Minuten eine frisch abgeschnittene Gurkenscheibe auf die geschlossenen Augenlider.
  • Massieren Sie die Fußsohlen. Sie aktivieren damit Energie-Bahnen, die direkt zu den Augen führen und diese wieder stärken.
  • Gönnen Sie Ihren Augen einen Fitneß-Cocktai mit viel Vitamin A und dem Provitamin Betacarotin: Rühren Sie 2 Teelöffel Honig und das Eigelb von einem ganz frischen Bio-Ei in ein Glas lauwarme Milch. Langsam und in kleinen Schlucken trinken.
  • Besorgen Sie sich aus der Apotheke Augentrost-Tropfen reiben Sie damit die Haut rund um die Augen ein. Sie können auch Augentrost-Tee ( Apotheke ) zubereiten, in den lauwarmem Tee Wattebauschen eintauchen, damit die Augen auswaschen.
  • Massieren Sie die Haut über den Augäpfeln mit den Fingerspitzen kreisförmig und ohne Druck. Das verteilt Tränenflüssigkeit.

Essen und Trinken

Zu den Fernsehabenden der WM gehören natürlich auch Essen und Trinken. Da wird oft schwer gesündigt, so dass nach der WM einige Kilo mehr auf der Waage angezeigt werden. Ich will hier nicht den Moralapostel spielen, ich weiss, dass zum Fußballgucken einfach auch Bier gehört. Das ist ja auch in Ordnung. Aber bedenken Sie: Wer während einer Übertragung mehr als drei Flaschen Bier in sich hineinschüttet, der schadet ganz einfach seiner Gesundheit, belastet seinen Kreislauf und nimmt zu.

  • Trinken Sie viel - aber trinken Sie doch zwischendurch auch mal Mineralwasser, Apfelsaftschorle oder ungesüsste Kräutertees.
  • Wenn Sie v o r dem Spiel einen halben Liter Wasser trinken, dann haben Sie einfach nicht so viel Durst.
  • Das gilt auch fürs Essen: Vor der Übertragung ordentlich essen - das reduziert das Knabbern von Kalorienbomben während des Spiels.
  • Die Tradition bedeuten: Geröstete und gesalzene Erdnüsse, Salzstangen, Chips in allen Variationen, Popcorn etc. Schmeckt alles wunderbar und man stopft so nebenbei hunderte, wenn nicht gar tausende von Kalorien in sich hinein. Kriegt dann Durst und den löscht man mit Bier. Und das alles springt sofort auf die Hüfte.
  • Kluges Naschen bedeutet: In Streifen geschnittenes Gemüse wir Paprika, Gurken, Tomaten, Melonen, Mango, Apfelstücke. Dazu Dippe aus Joghurt, Magerquark, gewürzt mit Kräutern, Pfeffer und Salz.

Das Bereitstellen von gewaltigen Platten mit Wurst-, Käse- und Schinkenschnittchen sollten Sie einfach nicht machen. Versuchen Sie doch die Wochen der WM zu nutzen und sich sportgerecht zu ernähren: Weniger Fleisch, weniger Fett, weniger Zucker, weniger weisses Mehl. Dafür immer mal wieder einen Tag, an dem Sie fünf Handvoll Obst und Gemüse zu sich nehmen.

Jetzt ist Kirschen- und Erdbeerzeit. Das sind ideale Begleiter während der WM. Einmal in der Woche ein Erdbeer- oder Kirchentag bringen Sie ins Finale der persönlichen Gesundheits-WM.




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