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Hausmittel, Naturmedizin

Winter: Hausmittel gegen Rheuma, Erkältung, Darmgrippe

Jedes Jahr kommen in der kalten Jahrszeit zahlreiche gesundheitliche Gefahren auf uns zu. Wenn wir da jedesmal gleich zu starken chemischen Tabletten greifen würden, wäre das für unseren Organismus nicht so ganz ungefährlich, weil sich dann viele unerwünschte Nebenwirkungen summieren würden. Wir sollten daher bei leichten gesundheitlichen Störungen oder Beschwerden - nach Absprache mit dem Arzt - zu alten, einfachen Hausmitteln aus der Naturmedizin greifen. Ich habe da einige wertvolle Rezepte für Sie zusammengestellt:


Geriebener Apfel gegen Durchfall




Ein alter Spruch lautet: " Der Tod sitzt im Darm!" Es ist heute wissenschaftlich erwiesen: 70 Prozent unserer natürlichen Abwehrkräfte werden im Darm aufgebaut und stabilisiert. Das heißt: Unserer positiven, schützenden und gesundheitsfördernden Darmbakterien müssen unterstützt werden. Das kann man durch die Zufuhr von Milchsäure-Bakterien. In der Praxis bedeutet das: Essen Sie jeden Tag in den nächsten Wochen zweimal jeweils eine Gabel voll rohem Sauerkraut. Gut kauen. Das Sauerkraut liefert zusätzlich zu den Milchsäure-Bakterien auch reichlich Vitamin C. Damit kann man sich vor Erkältungen schützen.


Im Winter leiden viele an einer Darmgrippe, die meist mit einem Darmkatarrh endet. Das bedeutet: Durchfall. Dafür gibt es ein sehr gut schmeckendes, wirksames Hausmittel: Reiben Sie 3 mal am Tag einen Apfel - am besten einen Boskop - und reiben Sie ihn auf einer Glasreibe für Baby-Kost. Der Faserstoff Pektin im Apfel wirkt zuverlässig. Man sollte die gemahlene Apfelmasse langsam auf der Zunge zergehen lassen. Die Masse saugt im Darm schädlichen Stoffwechsel-Müll und Gifte auf und transportiert sie über den Darm ab.


Apfelessig gegen kalte Füße



Ein typisches Leiden im Winter, von dem vor allem Frauen betroffen sind: Kalte Füße. Wenn man nichts dagegen tut, kann das zu einer Unterleibs-Entzündung oder zu einem Blasenlkatarrh führen. Nehmen Sie einige Zeit jeden Morgen und jeden Abend 15 Minuten lang ein Fußbad mit etwas Apfelessig als Zusatz. Danach müssen Sie die Füße gut abtrocknen und Fußsohlen und Zehen mit Arnika-Tinktur ( Apotheke) einreiben. Ganz wichtig: Während des Fußbades sollten Sie in kleinen Schlucken eine Tasse ungesüßten Thymiantee trinken.

Wer an so manchem Winterabend lang vor dem Fernsehschirm sitzt und womöglich tagsüber stundenlang am Computer arbeiten mußte, der leidet speziell in der kalten Jahreszeit an verschwollenen, geröteten Augen. Auch dagegen gibt es ein hilfsreiches Hausmittel. 2 Teelöffel Lindenblüten oder Augentrost werden mit einem Viertelliter heißer Milch übergossen. Dann sollte das Ganze 10 bis 15 Minuten zugedeckt ziehen. Danach durchseihen, ein Leinentuch eintauchen und auf die geschlossenen Augen auflegen. 10 Minuten in Rückenlage liegen bleiben.

Traubensaft gegen Winterdepression



Viele Menschen, die den Winter nicht mögen, fühlen sich an düsteren, kalten und ungemütlichen Tagen viel älter als sie tatsächlich sind. Auch dagegen kann man etwas tun. Machen Sie eine "Verjüngungs-Kur" mit dunklem Traubensaft. Es sollte Muttersaft aus dem Reformhaus sein: ohne Zucker- und ohne Wasser-Zusatz. Trinken Sie 3 Wochen lang 3 mal täglich ein Achtelliter dunklen Traubensaft in kleinen Schlucken. Sier sollten in dieser Zeit nicht rauchen und auch weder Alkohol noch Bohnekaffee trinken.

Wenn Haut, Haare und Nägel in den Wintermonaten zu wünschen übrig lassen, dann sollte man eine Möhren-Kur machen: Essen Sie jeden Tag eine große geriebene Möhre mit ein paar Tropfen Olivenöl. Der Möhrensaft sollte allerdings nicht kalt sein, sondern Zimmer-Temperatur aufweisen.

Kohlwickel gegen Rheuma



In der kalten Jahreszeit leiden viele von uns an entzündeten, schmerzenden Gelenken. Dafür gibt es den Kohl-Wickel, ein altes Hausmittel, das unsere Großmütter mit großem Erfolg angewendet haben. Und so wird der Kohlwickel gemacht: Lösen Sie vom Grünkohl oder Weißkohl etwa 4 große, schöne Kohlblätter. Legen Sie sie auf ein Küchenbrett und schneiden Sie mit einem scharfen Messser die starke Mittelrippe heraus. Diese könnte auf der Haut drücken und als unangenehm empfunden werden. Dann sollten Sie Kohlblätter ganz kurz heiß waschen. Sie dürfen nicht kalt sein. Danach walken Sie sie aus, damit der Saft austritt. Verwenden Sie aber kein Nudelholz. Es würde zuviel Saft aufsaugen. Besser: Sie nehmen eine Glasflasche oder "verkleiden" das Nudelholz mit einer Kunststoff-Folie.

Jetzt waschen Sie die schmerzenden Körperstellen warm ab, legen dann die Kohlblätter auf und wickeln ein trockenes Baumwolltuch darüber. Sie können dann zusätzlich mit einer elastischen Binde die Kohlblätter fixieren. Lassen Sie den Wickel einige Stunden einwirken, am besten über Nacht.


Der Kohl-Wickel hilft besonders bei Arthrose der Kniegelenke. Er kann aber auch bei Rheuma an jeder Körperstelle und bei Krampfadern angewendet werden. Was unsere Gorßmütter instinktiv gespürt haben, kann man heute wissenschaftlich nachweisen. Bei den Bioaktivstoffen in den Weißkohl- und Grünkohl-Blättern handelt sich sich um spezielle Flavonoide und Senföl-Glykoside, die vor allem bei Entzündungen abschwellend und schmerzstillend wirken.

Hilft immer: Die Wärmflasche



Sehr oft schleppen Fliegen im Herbst und Winter Krankheiten in die Wohnung ein. Und sie sind, wenn sie sich auf Nahrungsmittel setzen, überaus unappetitlich. Gerade jetzt drängen diese Insekten in beheizte Räume, weil es draußen zu kalt ist. Man sollte etwas gegen die Fliegen unternehmen. In keinem Fall sollte man zu irgendwelchen Sprays greifen, die meist auf chemischer Basis hergestellt wurden und giftig sind. Die bessere Lösung: Spicken Sie mehrere Zitronen mit Gewürznelken, sodaß die Früchte damit über und über bedeckt sind. Stellen Sie die Zitronen im Raum auf. Diesen Geruch mögen die Fliegen überhaupt nicht. Ein anderes altes Mittel, das Stubenfliegen vertreibt: Träufeln Sie in eine kleine Keramik-Schale ein paar Tropfen Lorbeeröl.

Sie haben das sicher auch schon erlebt. Sie kommen nach Hause und spüren, wie Ihnen eisige Kälte den Rücken hochkriecht. Kopf und Gliedmaßen schmerzen. Sie fühlen sich schwach und denken: " Ich glaube, ich werden krank!" Wenn Sie nicht sofort etwas dagegen tun, dann kommt es auch tatsächlich so.Sie können die Gefahr abwenden. Mit einer simplen Wärmquelle, die schon unsere Großmütter hatten und auf die auch wir heute nidfht verzichten sollten. Es ist die Wärmflasche.

Holen Sie das gute Stück aus der Hausapotheke, füllen Sie es mit nicht zu heißem Wasser, damit Sie keine Hautverbrennungen kriegen. Jetzt setzen Sie sich bequem in einen Polstersessel vor den Fernseh-Apperat und legen Sie die Wärmflasche ins Kreuz oder in den Rücken. Es dauert nur ein paar Minuten: Dann ströhmt eine angenehme Wärme vom Rücken aus durch den ganzen Körper. Diese Wärme macht sie schnell wieder stark, aktiviert Ihre natürlichen Abwehrkräfte.