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Hausmittel, Naturmedizin

Homöopathie gegen Bluthochdruck

Die Krankheit Bluthochdruck hat einen bösen Namen in der Welt der Medizin: "Der schleichende Tod". Das hat seinen Grund darin, dass Menschen die an Bluthochdruck leiden, viele Jahre lang keine Beschwerden verspüren - dann aber kommt es knüppeldick. Denn Bluthochdruck ist der größte Risikofaktor für Erkrankungen der Blutgefäße, für ausgeprägte Herz- und Nierenschwäche. Wir müssen immer bedenken: Bluthochdruck (lat. Hypertonie) ist in Deutschland die Volkskrankheit Nummer 1, fast jeder zweite Erwachsene leidet darunter. Die Folge von Bluthochdruck sind Herz-Kreislauferkrankungen - und daran sterben jährlich 400 000 Menschen in Deutschland.


Es ist also immens wichtig, sich zu informieren:

  • Was ist Bluthochdruck?
  • Woher kommt hoher Blutdruck?
  • Was bewirkt Bluthochdruck?
  • Was kann man dagegen tun?


Was ist Bluthochdruck


Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Bluthochdruck. Diese Krankheit tritt zwar verstärkt im Alter auf, aber auch schon junge Menschen können davon betroffen sein. Für die Einschätzung Ihres Blutdrucks gibt es folgende Werte:

Stufe 1: Ideal und absolut top ist ein Wert von 100 bis 120 ("systolisch") zu 70 bis 80 ("diastolisch").

Stufe 2: Normal ist ein Wert von 120 bis 129 zu 80 bis 84. Mit diesen Werten haben Sie noch keinerlei Probleme.

Stufe 3: Noch normal ist ein Wert von 130 bis 139 zu 85 bis 89. Bei diesen Werten wird es schon bedenklich, denn sie können zu Schäden führen. Vor allem dann, wenn zusätzliche Gefäßrisikofaktoren (Cholesterinwerte, Diabetes) vorliegen.

Stufe 4: Leichter Bluthochdruck ist ein Wert von 140 bis 159 zu 90 bis 99. Da ist auf jeden Fall ein Arztbesuch fällig, erste Maßnahmen zur Senkung müssen ergriffen werden.

Stufe 5: Mittelschwerer Bluthochdruck ist ein Wert von 160 bis 179 zu 100 bis 109. Sie gehören unbedingt in ärztliche Behandlung.

Stufe 6: Schwerer Bluthochdruck ist ein Wert von über 180 zu über 110. Das bedeutet medikamentöse Behandlung und eine radikale Änderung Ihrer Lebensführung nach gründlicher Beratung durch den Arzt.

Woher kommt hoher Blutdruck?


Die genauen Ursachen sind oft nicht eindeutig erkennbar, nur selten können die Ärzte eine organische Ursache finden. Aber es gibt Risikofaktoren, die bekannt sind:

  • Genetische Veranlagung zu Bluthochdruck.
  • Täglicher Alkoholmißbrauch (mehr als 40 g reiner Alkohol beim Mann, mehr als 20 g reiner Alkohol bei der Frau).
  • Übergewicht, vor allem das Bauchfett.
  • Erhöhte Cholesterinwerte.
  • Bewegungsmangel.
  • Ein ständiger hoher Salzkonsum.
  • Ständige Stressbelastung.
  • Zu wenig Kalium
  • Nikotinmißbrauch.
  • Diabetes Typ 2



Was bewirkt Bluthochdruck?


Bluthochdruck wird sehr oft lange Zeit nicht erkannt. Dann aber zeigen sich die ersten Symptome, bei deren Auftreten Sie sofort einen Arzt aufsuchen sollten. Das sind hauptsächlich:

  • Kurzatmigkeit selbst bei geringer Belastung.
  • Unverhofftes Nasenbluten, scheinbar ohne Grund.
  • Unbegründete Nervosität und Angstgefühle.
  • Sporadisch auftretender Schwindel.
  • Kopfschmerzen.
  • Müdigkeit und Nachlassen der Leistungsfähigkeit.


Wenn Sie diese Symptome nicht beachten, dann verschärfen sich Ihre gesundheitlichen Probleme wegen des Bluthochdrucks. Es kann zu Nierenschäden kommen, oft ist ein Angina Pectroris-Anfall der letzte Warnschuß Ihres Körpers. Danach kommt es sehr oft zum Herzinfarkt und Schlaganfall.

Was kann man dagegen tun?

  • Reduzieren Sie Ihr Gewicht um zehn bis 15 Prozent.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport ( 30 bis 45 Minuten, mindestens dreimal pro Woche). Bevorzugen Sie Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen, Radfahren.
  • Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum bis zur oben erwähnten Höchstmenge.
  • Stellen Sie sofort das Rauchen ein.
  • Reduzieren Sie Ihren Salzkonsum auf höchstens fünf Gramm pro Tag.
  • Stellen Sie Ihre Ernährung um: Weniger tierisches Fett, mehr Obst und Gemüse, mehr Fisch und mehr Ballaststoffe.
  • Verringern Sie Ihre Stressbelastung.


Für eine medikamentöse Behandlung gibt es diese Hauptgruppen an Medikamenten, die von den Ärzten eingesetzt werden können:

  • Die ACE-Hemmer
  • Beta-Blocker
  • Diuretika
  • Kalzium-Antagonisten
  • AT - Antagonisten
  • pflanzliche oder homöopathische Arzneimittel


Medikamente gegen Bluthochdruck müssen Sie meist lebenslang einnehmen. Setzen Sie die Medikamente auf keinen Fall ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Wenn sich Ihr Blutdruck normalisiert, ist dies ist Folge der Therapie und kein Zeichen dafür, dass sie überflüssig ist!

Natürlich gibt es auch Naturheilmittel und -arzneien, die bei den Behandlung von Bluthochdruck nützlich sein können und Therapien unterstützen. Das reicht von Knoblauchpräparaten bis zu Ginseng- oder Mistelkuren. Auch Schwarzkümmel-Öl kann Blutdruck senken.

Nun wurden in letzter Zeit homöopathische Kombimittel gegen Bluthochdruck entwickelt, bei denen sich die Wirk- und Inhaltsstoffe mehrerer Heilpflanzen wie zum Beispiel Mistel und Rauwolfia bewährt haben. An der Herz-Kreislauf-Klinik Bevensen wurde dazu eine Studie durchgeführt: Über einen Monat hin bekam eine Patientengruppe einen Beta-Blocker, die andere dagegen ein Komplex-Homöopathikum. Bei beiden Patientengruppen verminderte sich der Blutdruck fast identisch um fünf bis zehn Prozent. Beta-Blocker und homöopathisches Mittel waren sich ebenbürtig.

Die Fachzeitschrift "Der Freie Arzt" schreibt in ihrer Ausgabe 9/2009 über das homöopathische Blutdruckpräparat "Homeo-orthim" folgendes: "Vor diesem Gesamthintergrund ist die Verordnung und Anwendung eines spezifisch zusammengestellten homöopathischen Blutdruckpräparates, wie es zum Beispiel mit Homeo-orthim zur Verfügung steht, in der naturheilkundlichen Therapie der Hypertonie (Bluthochdruck. die Red) außerordentlich wichtig."

Beschreibungen von homöopathischen, Blutdruck senkenden Wirkstoffen:

CACTUS - besser bekannt unter dem Namen "Königin der Nacht". Ihre Wirkstoffe werden in der Homöopathie bei Blutandrang im Kopf und in zusammengeschnürten Körperregionen angewendet, bei Angstgefühlen, bei Schwindel durch Blutandrang zum Kopf und bei Melancholie.

RAUWOLFIA - auch "Schlangenwurzel" genannt. Ihre Wirkung ist aus der ayurvedischen Heilkunde bekannt, dort wird sie vor allem bei Bluthochdruck angewendet.

VISCUM ALBUM - die Mistel, in der Naturheilkunde schon seit Jahrtausenden bekannt. Ihre Flavanoide und Viscotoxine sollen eine gefäßerweiternde Wirkung haben, sie unterstützt Therapien bei Bluthochdruck.

GLONOINUM - hat auch den Namen Nitroglycerinum und wird als Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Hitzewallungen eingesetzt. Als Spray oder Kapseln findet es in hochkonzentrierter Form Anwendung in der Notfallmedizin, z.B. als sofort wirkendes Mittel bei Angina pectoris-Anfällen. Hier liegt der große Vorteil der homöopathischen Anwendung, durch die eine natürliche Form der Gefäßerweiterung möglich ist. Gefährliche Nebenwirkungen und Spätfolgen können dadurch verlässlich ausgeschlossen werden.

Diese Wirkstoffe zusammen ergeben ein Mittel, das eine Bluthochdruck-Therapie unterstützen kann. Bei einer Besserung der Beschwerden können chemische Substanzen in der Dosierung oder in der Häufigkeit der Einnahme reduziert werden kann. Aber auch hier gilt: Vorher immer mit dem behandelnden Arzt oder einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten reden.