Vielleicht ist Ihnen das selbst auch schon aufgefallen: Wenn wir von einem Muskelkrampf sprechen, dann denken wir automatisch in erster Linie immer an einen - Wadenkrampf oder einen Krampf im Fuß. Die Erklärung: Diese beiden Kampfarten hat fast jeder schon einmal erlebt und erlitten. Doch es gibt noch eine Reihe von Verkrampfungen an anderen Muskelpartien, die sehr oft zum schmerzhaften Alltagsproblem werden können. Es ist wichtig zu wissen, wie wir auch diese Krämpfe schneller wieder in den Griff kriegen können, die Schmerzen los werden.
Krampf durch Stress
Die typischen Symptome vieler Krämpfe oder Krampfanfälle sind ein Ziehen, Stechen oder Reißen, verbunden mit einem Gefühl der schmerzvollen Hilflosigkeit. So ein Krampf kann von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden andauern.
Ausgelöst werden solche Krämpfe durch Kontakt mit kaltem Wasser, aber auch mit kalten Außentemperaturen, vor allem dann, wenn man von der Wärme in die Kälte kommt. Krämpfe können aber auch durch geistige und körperliche Überanstrengung verursacht werden. Was mancher schon erlebt hat: Sogar plötzliche Streßsituationen können zu Krämpfen führen. Aber auch die Einnahme bestimmter Medikamente, Durchblutungsstörungen, Magnesium-Mangel sowie Nervenstörungen in den Muskelfasern.
Und so entsteht ein Krampf: Jeder Muskel besteht aus zahllosen Muskelfasern, die mit feinen Nerven verbunden sind. Über diese Nerven schickt das Gehirn bei einer Muskelbewegung einen Reiz, der die Muskelfasern zum Zusammenziehen anregt. Es kommt zu einer erwünschten Muskelanspannung. Danach muß nomalerweise wieder eine Entspannung eintreten. Wenn nun aber ein unwillkürlicher Nervenreiz auftritt, kann sich der Muskel plötzlich nicht mehr entspannen. Er verkrampft sich.
In diesem Fall muß ein Sofort-Programm einsetzen. Es bieten sich mehrere Möglichkeiten für diese Erste Hilfe an: ein entspannendes, heißes oder sehr warmes Duschbad oder ein intensives Massieren der betroffenen Muskelstellen. Auch der Besuch einer Sauna oder 20 Minuten in einer Infrarot-Kabine bei 38 Grad Celsius können Hilfe bringen.
Es gibt aber auch ganz spezielle Übungen, die man durchführen kann. Und zwar gibt es für jeden Muskelkrampf eine eigene Übung:
Eine andere Übung gegen den Oberarm-Krampf: Umfassen Sie mit der nicht betroffenen Hand ganz fest das Handgelenk des verkrampfen Armes und versuchen Sie, den Arm zu strecken.
Handelt es sich um Krampfschmerzen an der Rückseite des Oberschenkels, dann fassen Sie mit einer Hand nach den Zehen des betroffenen Fußes und strecken dabei das Bein durch. Sie sollten parallel mit der anderen Hand sanft auf das Knie drücken.
Oder: Verzahnen Sie die Finger beider Hände ineinander, legen Sie sie auf den Kopf, drehen Sie dort die Handflächen nach oben und drücken Sie diese nun soweit vom Kopf weg, als wollten Sie die Decke des Raumes wegdrücken. Dann lockern und die Übung wiederholen.
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