Die Krankheitskurve wird immer steiler, die Krankheit frisst sich durch Deutschland: Die Schweinegrippe ist angekommen, wir müssen uns der Gefahr stellen. Es werden 50 Millionen Impfungen bereitgestellt, die Bezahlung ist auch geregelt - aber was können Sie selbst gegen das gefährliche Virus tun? Wie kann man der Grippe vorbeugen. Ich habe für Sie zusammengetragen, was machbar ist und was Sie beachten müssen: Schweinegrippe und die Ernährung, Schweinegrippe und Reisen, Schweinegrippe und Ansteckung, Schweinegrippe bei Kindern, Schweinegrippe am Arbeitsplatz.
Die Witze sind verstummt, das lachen bleibt uns im Halse stecken: Die Schweinegrippe ist schon längst von einer möglichen zu einer tatsächlichen Gefahr geworden. Und je weiter sie sich ausbreitet, je mehr Menschen erkranken, desto gefährlicher wird das Virus. Und mit dem Beginn der Herbstzeit erwarten die Gesundheitsbehörden geradezu eine Explosion der inzwischen weltweit verbreiteten Krankheit. Wir müssen uns also rüsten. Ich habe deshalb an guten Tipps und Ratschlägen zusammengetragen, was es zum Thema Schweinegrippe gibt. Den wir können mit Hilfe der Natur und vernünftigem Verhalten viel dazu beitragen, daß die gefächrliche Krankheit nicht zu einer verheerenden Seuche mit vielen Toten wird.
Der Ausbruch der Schweinegrippe erfolgt nach der Ansteckung sehr schnell, fast wie ein Anfall. Die erkrankten Menschen klagen plötzlich über eine allgemeine Schlappheit, über Gliederschmerzen (vor allem in den Kniegelenken), über Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme. Sehr schnell kommen Hustenanfälle und hohes Fieber dazu. Nach den bisherigen Erfahrungen beträgt die Inkubationszeiit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit etwa zwei bis drei Tage. Das bedeutet: Wenn Sie sich in einem Urlaubsland am Ende Ihres Urlaubs anstecken, dann bricht die Krankheit erst zuhause aus.
In vielen der bisher bekannten Fälle wurde das Virus aus Urlaubsländern eingeschleppt. Was Sie tun können, um sich auf Reisen zu schützen:
Ob Cannstatter Wasen, Oktoberfest, Cranger Kirmes, Hamburger Dom oder die großen Weinfeste: Es werden sich Millionen Menschen (allein sechs Millionen auf dem Münchner Oktoberfest) aus Deutschland und der ganzen Welt in riesigen Zelten bei viel Alkohol dicht an dicht drängeln: Idealer Nährboden für Schweinegrippen-Viren, denn es wird geschunkelt, geküsst, geschwitzt und aus dem Glas des Nachbarn mitgetrunken. Hier ist jeder Festbesucher auf seine eigene Vernunft und Verantwortung angesprochen. Sollten wir nach dem Ende der Großen Ferien (erste Septemberwoche) von einer Welle der Grippe überrollt werden, muß ein Besuch solcher Massenfeste überdacht werden. Das gilt generell für alle Massenveranstaltungen.
Alle Menschen die bei ihrer Arbeit mit vielen Menschen in Kontakt kommen, sind stark gefährdet. Das betrifft vor allem den Einzelhandel,, Supermärkte, Kassiererinnen/Kassierer, Beamte und Angestellte in öffentlichen Ämtern, Begleitpersonal in Zügen, Flugzeugen, Bussen, Taxis, Krankenhauspersonal, Polizei und Rettungsdienste. Wenn Sie einen solchen Beruf haben, greifen Sie - wenn es möglich ist - zur Atemmaske. Die Klimaanlage ist nun mal - wie der Volksmund sagt - eine "Bazillenschleuder". Vielleicht können Sie sich einigen, sie für einige Zeit still zu legen. Vermeiden Sie es, Telefone zu benutzen, die auch von anderen genutzt werden. Waschen Sie sich mehrmals täglich die Hände. Vor allem, wenn Sie Kontakt mit Türklinken, , Einkaufswagen, Treppengeländern, Haltegriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln hatten. Es gibt antibakterielle Handreinigungsgels, benutzen Sie diese.
Kinder sind natürlich besonders gefährdet. Wenn Ihr Kind über Frösteln klagt, wenn es fiebrig wird, wenn es Halsweh bekommt - ab zum Arzt. Erkundigen Sie sich laufend über die Situation im Kindergarten, in der Schule. Achten Sie auf dem Spielplatz, ob andere Kinder husten oder sonst auffällig sind. Der Satz "Hand vor den Mund beim Husten" ist jetzt falsch. Bringen Sie ihm bei, in ein Tuch zu husten. Achten Sie darauf, daß es nicht alles in den Mund steckt. Geben Sie ihm mehr Obst und Gemüse zu essen. Das Herzen, Küssen und Knuddeln muß für einige Wochen ausfallen. Das gilt auch für die Oma. Ziehen Sie Ihr Kind so an, daß es nicht sofort schwitzen muß. Ihr Kind muß ausreichend trinken. Wenn es eine "Rotznase" hat, nach dem Schneuzen das Taschentuch entsorgen. Vermeiden Sie Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln so gut es geht. Besuchen Sie zur Zeit keine Hallenbäder mit Ihrem Kind.
Eine wichtige Frage, denn die wenigsten Menschen wissen, daß Viren länger leben, je kühler oder sogar kälter es ist. Bei sommerlicher Hitze haben die Schweinegrippe-Viren keine großen Überlebenschancen und sterben nach kurzer Zeit ab. Bei 20 Grad können an Oberflächen angetrocknete Viren bis zu acht Stunden überleben. Sinkt die Temperatur auf 0 Grad, dann sind es schon vier Wochen, im Eis überleben sie fast ewig.
Das Robert-Koch-Institut informiert über das Influenzavirus unter der Hotline-Telefonnummer 030 187544161 (montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr).
Das Bundesgesundheitsministerium unterhält eine kostenlose Hotline unter 0800 44 00 55 0 (montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags bis 12 Uhr und an den Wochenenden und Feiertagen zwischen 10 und 16 Uhr).
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