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Hausmittel, Naturmedizin

TCM: Gesundheit aus China

Traditionelle Chinesische Medizin: Gesundheit aus ChinaDavon hört man bei uns immer häufiger: Traditionelle Chinesische Medizin. Viele sehen in ihr eine neue Möglichkeit der alternativen, sanften Behandlung von seelischen und körperlichen Beschwerden mit der Kraft die aus der Natur kommt zusätzlich zu unserer westlichen Schulmedizin und unseren bekannten Hausmitteln. Damit wollen sie unserer immer stärker werdenden Belastung durch unsere Umwelt mit all ihren Folgen entgegen treten. Andere sind eher misstrauisch und können damit nichts anfangen. Was die Traditionelle Chinesische Medizin ist, was sie verwendet, wo sie hilft - und wo nicht .


Unsere althergebrachte Naturheilkunde, unser Wissen um die Heilkraft unserer einheimischen Kräuter und Früchte hat seit einigen Jahren eine durchaus ernstzunehmende Konkurrenz bekommen: Die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM genannt. Das ist Wissen um die Zusammenhänge körperlicher Vorgänge, Heilwirkungen und den Einsatz von Kräutern und Wurzeln, das im Verlauf von Jahrtausenden angesammelt, aufbewahrt und immer wieder erweitert wurde. Die heilende Kraft von Kräutern, Wurzeln, Rinden und Blüten war im alten China schon eine gesicherte Wissenschaft, als bei uns noch Kräuterweiblein und selbsternannte Doktoren nach eigenem Ermessen und unsystematisch Naturdrogen und -substanzen einsetzten. Schon vor mehr als viertausend Jahren waren in China Heilkräuter und ihre Wirkungen katalogisiert und schriftlich festgehalten. Während bei uns das Wissen um die Heilkraft der Natur mit dem Aufstieg der Schulmedizin immer mehr verschwand, blieb in China die TCM immer eine hochgeachtete Wissenschaft. In den letzten zwei Jahrzehnten ist die TCM aber auch in der westlichen Welt immer stärker beachtet worden. Zahllose Wissenschafter haben sich seither intensiv mit den Inhaltstoffen der zur Anwendung gelangenden Heilkräuter und deren Wirkungsweisen beschäftigt. Mittlerweilen liegen zu etlichen Kräutern klinische Studienergebnisse vor, wenn es um Vorbeugung und Heilung mit Naturmitteln geht. Dieser Trend hält an, und das ist begrüßenswert. Vor allem dann, wenn Mittel, die nach europäischen Gesundheitsstandarts hergestellt und überwacht werden, eingesetzt werden. Deshalb sollten Sie beim Einsatz von Mitteln aus der TCM unbedingt auf folgende Grundbedingungen achten:

  • Die verwendeten Kräuter sollen von herstellereigenen Anbauflächen stammen um die richtige Erntezeit garantieren zu können.
  • Da es sich bei den Pflanzen um Naturprodukte handelt, können die Inhaltsstoffe je nach Wachstumsbedingungen schwanken. Deshalb sollten Sie nur Produkte verwenden in denen standardisierte Kräuterextrakte zur Anwendung kommen.
  • Die Kräuter, sowie die Fertigprodukte müssen eine nach anerkannten pharmazeutischen Regeln geprüfte Qualität haben, welche die Abwesenheit von Schwermetallen, Insektiziden und Pestiziden gewährleistet.
  • Routinemäßige Überprüfung auf Schwermetalle, Pilzbefall und Pestizide
  • Die Mittel sollten frei von Aromastoffen, Geschmacksverstärkern (Glutamat), Allergenen (Gluten) und Konservierungsmitteln sein.
Die TCM wird inzwischen auch in Deutschland von speziell dafür ausgebildeten Ärzten und Kliniken angeboten. Man nimmt an, daß die positive Wirkung der TCM auf dem ausgewogenen Zusammenspiel von Wirkstoffen vieler Kräuter und Wurzeln besteht. Dabei kann die Traditionelle Chinesische Medizin auf ihre jahrtausende alten Erfahrungen zurückgreifen. Besonders wichtig sind in der TCM zum Beispiel folgende Ingredienzien:
  1. Die Ingwer-Wurzel Ihre ätherischen Öle helfen bei Verdauungsbeschwerden, sie regen Kreislauf und Immunsystem an, geben schnelle Energie und verbessern den Fluss des Blutes. Sie bekämpfen Entzündungen im Körper.
  2. Die Ginseng-Wurzel Über diese asiatische Naturarznei gibt es schon sehr viele positive Berichte. In Studien wurde bewiesen, daß die Inhaltsstoffe der Ginseng-Wurzel die Vitalität steigern, die Leistung des Gehirns verbessern und das Immunsystem stärken. In vielen Kulturen gilt Ginseng auch als potenzsteigernd.
  3. Die chinesische Yams-Wurzel Die ist besonders wichtig wegen ihrer sekundären Pflanzenstoffe, den Phytosterolen, die sich sehr positiv auf die Ernährung und damit den Energiehaushalt auswirken.
  4. Die Lilien-Knolle Die wird in Asien oft als Kraftsuppe gegessen. Sie hat wichtige Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C, Lipide und Karotine. Nach der TCM entziehen ihre Wirkstoffe der Haut Hitze (Sonnenbrand, Entzündungen) und führen Flüssigkeit zu. Die Knolle wird in Asien auch bei der Krebstherapie verwendet.
  5. Die Pfefferminze Die wirkt beruhigend auf Krämpfe und Beschwerden im Magen- und Darmtrakt. Sie regt die Gallebildung an und beseitigt Blähungen. Pfefferminze fördert die Bildung von Magensaft.
  6. Kürbiskern Ein großes Problem während und nach den Wechseljahren ist die Neigung zur Inkontinenz. Die in den Kürbiskernen enthaltenen Wirkstoffe stärken Blase und Harnwege.
Dies nur als kleine Auswahl. Es gibt noch sehr viele weitere Wirkstoffe aus Knollen, Wurzeln und Kräutern, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin Anwendung finden. Viele Menschen greifen zu fertigen Mitteln aus der TCM, wenn es um allgemeines Wohlfühlen, um Stärkung der Abwehrkräfte und um gesunde Lebenshaltung geht. Dennoch kann sie in bestimmten Fällen nicht den Gang zum Arzt ersetzen. Sie kann nicht helfen, wenn es um Infektionskrankheiten wie Diphterie, Typhus, Hepatitis oder Krebserkrankungen geht. Wenn Sie eine bestimmte Krankheit mit Hilfe der TCM behandeln wollen, sollten Sie unbedingt zuerst Rat von einem speziell dafür ausgebildeten Arzt einholen.