Unser Körper ist wie ein Seismograph: Er meldet sich anbahnende gesundheitliche Katastrophen wie Herzinfarkt, Magengeschwüre, Krebs, Arthritis oder Bluthochdruck durch bestimmte Vorzeichen. Die müssen Sie rechtzeitig beachten. Horchen Sie in Ihren Körper hinein. Welche Vorzeichen vor welchen Krankheiten warnen.
Solange wir gesund, fit und vital sind, sollten wir mit diesem Zustand nicht zufrieden sein. Denn er kann sich schneller ändern als wir denken. Wir müssen jeden Tag etwas tun, damit wir unsere Gesundheit erhalten, damit wir vital und fit bleiben. Es gibt zwischendurch immer wieder kleine Alltagsbeschwerden, die man mit natürlichen Rezepten schnell wieder aus der Welt schaffen kann. Doch es gibt auch Warnzeichen, die uns mahnen, daß wir unbedingt zum Arzt gehen und uns untersuchen lassen sollten. Diese Warnzeichen sollten wir erkennen und beachten. Das funktioniert aber nur dann, wenn wir lernen, was unsere Vorfahren exakt beherrscht haben: nämlich die Kunst, in unseren Körper hineinzuhorchen.
Die wichtigsten Warnsignale
An der weltberühmten Mayo-Klinik in den USA hat man eine Liste der wichtigsten Warnzeichhen für ernsthafte Krankheiten zusammengestellt. Damit auch jene, die nicht sensibel sind, hellhöriger und aufmerksamer werden:
- Das passiert vielen Menschen: Sie essen im Grunde genommen nur eine Kleinigkeit, haben aber bereits nach einer bescheidenen Mahlzeit ein heftiges Völlegefühl, Blähungen, verbunden mit Schluckbeschwerden und Appetitlosigkeit. Es besteht der Verdacht, daß sich da eine Magen-Darm-Erkrankung anbahnt, wenn das nach einiger Zeit nicht wieder vergeht. Die genannten Warneichen können auf Magenkrebs, Magenschleimhaut-Entzündung oder auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse hinweisen.
- Im vorgerückten Alter erleben das Frauen und Männer: Die Gelenke an den Händen schwellen an, fühlen sich heiß an und sind gerötet. Das könnte eine Virus-Infektion sein. Es könnte aber auch der Beginn einer Arthritis sein. Bis zum Arztbesuch können kühlende Auflagen helfen. Doch die Gelenke müssen unbedingt ärztlich überprüft werden.
- Oft bezeichnet man im Volksmund den Bluthochdruck als " stillen Killer", weil er nicht wehtut und daher oft jahre- oder sogar jahrzehntelang nicht entdeckt wird. 50 Prozent der Betroffenen kommen erst zum Arzt, wenn sie bereits auf Grund des Bluthochdrucks Organschäden haben. Es kann ein Herzinfarkt drohen. Allererste Symptome für einen zu hohen Blutdruck sind: Ohrensausen, Einschlaf- und Durchschlafstörungen, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Gereiztheit, Schwindelanfälle, schwarze Punkte vor den Augen oder Atemprobleme nach körperlicher Betätigung.
- Sehr verdächtig ist auch ein plötzlicher Gewichtsverlust, ohne daß an der Ernährung etwas geändert wurde. Ein unerklärliches Abnehmen von über 5 Prozent binnen eines Monats oder von über 10 Prozent innerhalb der letzten 12 Monate kan auf viele Krankheiten hinweisen. Darum solte man da nicht zu lange zuwarten und den Arzt ehemöglich verständigen. Es kann eine Überfunktion der Schilddrüse vorliegen, eine Erkrankung der Leber, aber auch ein Tumor. Eines steht fest: Der Stoffwechsel ist massiv gestört.
- Man steigt eine Treppe hoch, oder man rennt in die U-Bahnstation, um den Zug nich zu erreichen. Oder man schleppt zwei schwere Taschen vom Supermarkt nach Hause. In all diesen drei Fällen erlebt man, daß man völlig außer Atem kommt. Was kann das bedeuten, wenn das immer häufiger geschieht? Das kann Asthma sein, eine Herzerkrankung, eine Angstattacke. Plötzlich aufretende Luftnot kann auch das Warnzeichen für eine Lungen-Embolie sein.
- Wenn jemand jahrlang keine Probleme mit dem Sehen hatte und dann eines Tages immer wieder grelle Lichtblitze vor den Augen erlebt, dann sollte er sofort zum Facharzt. Es kann damit eine schwere Schädigung der Netzhaut vorliegen.
- Apropos Sehkraft: Wenn man aus heiterem Himmel einen starken Sehverlust wahrnimmt, der dann wieder vergeht, wenn man dazu auch leichte Probleme mit dem Sprechen hat oder nur langsam Arme und Beine bewegen kann, dann könnte das der Vorbote eines Schlaganfalles oder Herzinfarkts sein. Man muß sofort in eine Spezialklinik für Schlaganfall-Patienten eingeliefert werden. Ein weiteres typisches, erstes Alarmzeichen für einen bevorstehenden Schlaganfall: Dem Betroffenen gleiten Dinge, die er an sich nimmt aus der Hand: etwa ein Feuerzeug, ein Glas, ein Löffel. Das beweist, daß die Hand keine Kraft hat, weil sich im Körper gerade eine Katastrophe anbahnt.
- Sehr unangenehm ist es, wenn jemand immer wieder von heftigen Kopfschmerzen geplagt wird. Wenn sich herausstellt, daß es sich dabei nicht um die üblichen chronischen Kopfschmerzen handelt, können Probleme mit der Wirbelsäule dahinter stecken. Meist sind das Warnzeichen für Störungen in der Nacken-Wirbelsäule. Damit gehen oft auch Schwindelanfälle und Sprach-Störungen einher. Da muß gründlich durchuntersucht werden.
- Jemand kriegt hohes Fieber. Das ist nichts Besonderes, wenn es wieder zurückgeht. Wenn es länger als eine Woche bleibt, dann muß die Ursache abgeklärt werden. Das kann eine Virus-Infektion sein, eine Entzündung oder ein Tumor.
- Warnzeichen, die vor allem bei Frauen auftreten: Die Betroffene geht durch die Wohnung, stößt sich dabei miit dem Ellenbogen an einer Tischkante an und hat sofort den Arm gebrochen. Da ist es höchste Zeit, die Knochendichte zu messen, denn mit ziemlicher Sicherheit liegt die gefürchtete Knochenentkalkung Osteoporose vor. Je früher die Patienten zum Arzt kommen, desto besser kann man das Leiden in den Griff bekommen.
- Wenn ein Schulkind immer wieder über Bauchweh klagt, der Hausarzt aber nichts findet, dann sollte man mit dem Mädchen oder mit dem Jungen zu einem Schulpsychologen gehen. In vielen Fällen liegt ein seelisches Problem aufs Grund einer schulischen Überlastung vor. Innere Konflike machen sich bei Kindern oft in Form von Bauchschmerzen bemerkbar.
- Wenn man bei einem Familien-Mitglied selische Veränderungen beobachtet, sollte man ihn dazu bringen, zum Arzt zugehen. Unbegründete Ängste, Aggressivität, Wahnvorstellungen sind oft das erste Zeichen für eine Demenz.
- Verdauungsstörungen sind oft ein wertvoller Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung: Lang anhaltender Durchfall kann auf eine Darmentzündung hindeuten. Verstopfung, die über zwei Wochen dauert, kann auf ein großes seelisches Problem oder auf ein starke Veränderung im Darm zurückzuführen sein. Ein Alarmzeichen, auf das man unverzüglich reagieren sollte, ist Blut im Stuhl. Da muss sofort untersucht werden, ob Verdacht auf Darmkrebs besteht. Das muss nicht der Fall sein. Aber man muß die Sache ernst nehmen.
Wenn also in Ihrem Leben derartige Symptome auftreten, dann sollten Sie nicht zögern und so rasch wie möglich den Arzt aufsuchen.