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Gesunde Ernährung

Krebsgefahr durch Fleisch, Wurst und Hamburger

Krebsgefahr durch Fleisch, Wurst und HamburgerWer viel rotes Fleisch von Rind, Schwein oder Lamm isst, erhöht damit sein Risiko an Krebs zu sterben. Das haben US-Wissenschaftler in einer riesigen Studie an 545 000 Menschen festgestellt. Diese halbe Million Probanden war über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet worden. Danach stand fest: Wer etwa täglich 250 Gramm rotes Fleisch und/oder Wurst verzehrte, der erhöhte das Krebstodrisiko um 22 Prozent und das Herztodrisiko um 27 Prozent (Männer. Bei Frauen liegt das höhere Krebstodrisiko bei 20 Prozent, beim Herztod sind es sogar 50 Prozent. Wie viel Fleisch Sie essen dürfen, was Sie statt dessen essen sollten.


Im Fleisch steckt der Tod

Diese Studie beweist, was Mediziner schon lange befürchtet hatten: Der übermässige Genuss von Schweine-, Rind- und Schaffleisch ist ein großes gesundheitliches Risiko. Nach zehn Jahren Beobachtung der über eine halbe Million Teilnehmer an dieser Studie mußten die Wissenschaftler des National Instituts of Health (NIH) der USA (das ist die Gesundheistbehörde) feststellen: Wer am meisten rote Fleisch verzehrt, hat das höchste Risiko, früh zu sterben.

Unter "rotem Fleisch" verstehen die Wissenschaftler das Fleisch der oben genannten Tiere. Große Portionen davon erhöhen die Gefahr von Krebs-, Herz- und Kreislauferkrankungen. Dabei hat es sich als unerheblich herausgestellt, ob das Fleisch gegart oder roh verzehrt wurde. Nach der Studie hätten elf Prozent der Todesfälle (am Ende der Studie waren etwa 71 000 Teilnehmer gestorben) bei den Männern und sogar 16 Prozent bei den Frauen vermieden werden können, wenn alle Teilnehmer so wenig rotes Fleisch gegessen hätten, wie die 20% Prozent der Teilnehmer mit dem geringsten Fleischkonsum.

Das sollten Sie einschränken

Die größte Gefahr hatten Teilnehmer, die jeden Tag 250 Gramm Fleisch verzehrten. Am besten schnitten die ab, die in der Woche nicht mehr als 150 Gramm verzehrten. Zu "rotem Fleisch" zählen zum Beispiel:

  • Steaks
  • Schnitzel
  • Koteletts
  • Schweinebraten
  • Beef tartare
  • Hamburger
  • Fast alle Wurstwaren


Einen gegenteiligen Trend konnten die Wissenschaftler bei denjenigen Teilnehmern beobachten, die fast ausschließlich Fisch, Hühnchen und Pute oder Aufschnitt aus derem "weißen" Fleisch aßen: Je mehr davon gegessen wurde, desto geringer war das Risiko. Generell gibt es eine Empfehlung des Weltkrebsforschungsfonds: Nicht mehr als 300 Gramm rotes Fleisch pro Woche.

Was aber soll man denn nun essen?

Ein vollständiger Verzicht auf dieses Fleisch ist nicht zu empfehlen, denn dann besteht die Gefahr in einen Mangelzustand an Mineralien und Spurenelementen zu geraten - vor allem an Eisen. Nehmen Sie sich doch einfach Folgendes vor:

300 Gramm rotes Fleisch sind erlaubt: Das bedeutet zweimal pro Woche ein schönes Steak, oder ein Schweinebraten und ein Schnitzel, oder eine Roulade und ein Kotelett, das sind drei saftige Hamburger, das sind Schinkenbrote usw. Wenn Sie bei Schnitt- oder Streichwurst auf Produkte aus Putenfleisch umsteigen, hin und wieder auch mal ein Putenschnitzel (besser natur) zubereiten - dann ist doch das Fleischproblem zu lösen.

Essen Sie zweimal in der Woche als Hauptgericht Fisch (einmal frischen Meeresfisch, das andere mal Forelle oder Saibling aus unseren heimischen Gewässern. Auch ein reiner Kartoffeltag wird Ihnen gut tun - und Sie nehmen ab. Und hin und wieder können Sie sich auch Fleisch vom Wild gönnen.