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Gesunde Ernährung: Gefahr durch Fertiggerichte

Gesunde Ernährung: Gefahr durch FertiggerichteKeine Zeit, keine Lust, keine Geduld - in den Familien wird immer weniger richtig gekocht, Fertiggerichte erobern unsere Esstische. Das bedeutet Gefahr für unsere Gesundheit. Wertvolle Inhaltsstoffe verschwinden, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Fett und Salz werden verstärkt eingesetzt. Das bedeutet Gefahr für unsere Gesundheit und unser Gewicht. Was Fertiggerichte gefährlich macht.


Fertiggerichte stehen hoch im Kurs

Wenn man heute durch einen Supermarkt geht, kommt man aus dem Staunen nicht heraus, welche ungeheuren Mengen an Fertiggerichten angeboten werden. Sie werden alle gekauft. Erstens, weil die Werbung sie uns schmackhaft macht, und zweitens weil in unserer schnelllebigen Zeit in vielen Familien das Essen rasch für alle zur Verfügung stehen muß. Und zwar nicht für alle gleichzeitig. Das gemeinsame, gemütliche Beisammensitzen während einer Malzeit, das gibt es vielfach nicht mehr. Jeder kommt abends zu einer anderen Zeit nachhause und hat Hunger. Da ist die Fertigkost eine ideale Lösung. Doch viele dieser Gerichte gefährden unsere Gesundheit. Daher sollte man viel mehr über Fertiggerichte wissen.

Früher hat sich das Familienleben ganz anderes abgespielt. Die Frau war meist zuhause und hat die Mahlzeit zubereitet. Wenn der Vater im Haus seine Werkstätte oder seinen Laden hatte, dann saß die ganze Familie schon mittags beisammen, wenn die Kinder von der Schule nach Hause gekommen sind. Heute bleibt für die Familie nur mehr der Abend. Und auch da ist alles anders als früher: Die Frau ist ebenfalls berufstätig und muß für die anderen ein Essen in kurzer Zeit auf den Tisch zaubern. Oder der Mann hat die Rolle übernommen. Beide greifen daher gern zu Fertiggerichten.Und man sieht es ja in der Fernseh-Werbung:Es geht schnell. Das Fertiggericht wird aus der Verpackung genommen, kommt in den Mikrowellenherd und kann Minuten später schon fertig auf dem Tisch stehen.

Das ist natürlich auch sehr praktisch für Schlüsselkinder, die mittags allein zuhause sind und sich selbst versorgen müssen. Und es ist auch praktisch für alleinstehende ältere Menschen, die nicht mehr stundenlang am Herd stehen wollen. Daher stehen Fertigmenüsse aus der Tiefkühltruhe, aber auch Pizza, Dosengerichte und Suppen aus der Tüte im Supermarkt hoch im Kurs. Doch etliche dieser Fertiggerichte können zur Gesundheitsfalle werden. Nicht alle, aber viele.

Zu viel Kalorien, zu viel Salz, zu viel Zucker

  • Viele Fertiggerichte liefern zahllose Kilokalorien, enthalten viel Salz oder viel Zucker und oftmals auch reichlich Fett. Wer nach einem anstrengenden Tag müde und hungrig nach Hause kommt, der wird nicht selten verleitet, mehrere Portionen zu essen. Und davon wird man dann richtig dick.
  • Analysen am Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund haben ergeben: Kinder, die sich überwiegend von Fertiggerichten ernähren, nehmen täglich zwischen 15 bis 20 Prozent mehr Kilokalorien zu sich als Kinder, die frisch Gekochtes vorgesetzt bekommen.
  • Wenn es sich bei der Fertigkost um Nahrung aus der Dose handelt, so wird man damit nicht ausreichend mit Vitaminen versorgt, weil diese bei der Herstellung zu einem Großteil kaputt gehen. Kein Wunder: Die Speisen werden für die Dose lange erhitzt. Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand zwischendurch einmal in einer Notsituation zu einer Dose greift und den Hunger stillt. Bedenklich wird es, wenn sich jemand ständig aus der Dose ernährt. Es macht auch keinen Sinn, Kartoffesalat, Tomatensoße oder Gemüse aus der Dose zu essen. Das kann man in kurzer Zeit frisch auf den Tisch bringen.
  • Fertigkost muß knapp kalkuliert werden. Daher sparen viele Firmen mit teuren Gewürzen und reichern die Lebensmittel mit großen Mengen Geschmacksverstärkern an. Wer diese Zusatzstoffen einmal gewöhnt ist, der hat keinen natürlichen Geschmacksinn mehr. Er reagiert nur mehr positiv auf diese Geschmackverstärker. Es schmeckt ihm gar nichts anderes mehr. Das künstliche Aroma hat über das Gefühl für Naturgeschmack gesiegt.

Die Gefahren der Fertiggerichte

  • Das aber ist nicht der einzige Nachteil bei Fertiggerichten. Sie können auch Beschwerden auslösen: Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit, Gliederschmerzen.
  • Damit manche Fertiggerichte immer appetitlich und frisch aussehen - und das möglichst lange - werden sie mitunter mit Farbstoffen versehen. Und da gibt es bestimmte chemische Substanzen, welche zum Beispiel Kinder hyperaktiv und Erwachsene aggressiv machen.
  • Zucker-Ersatzstoffe in zu großen Mengen können bei Menschen mit einem sensiblen Verdauungstrakt Magenschleimhaut-Entzündung auslösen.
  • Wenn Fertiggerichte Säuerungsmittel - zum Beispiel Phosphorverbindungen - enthalten, dann wird dadurch die Calcium-Aufnahme in die Knochen behindert. Das ist eine Gefahr für die gefürchtete Knochenentkalkung Osteoporose. Das bedeutet: Derartige Fertiggerichte und Getränke schwächen die Knochen.
  • Die großen Mengen an Fett werden den Fertiggerichten aus zwei Gründen beigegeben: Ersten konserviert Fett die Lebensmittel, und zweitens ist Fett ein hervorragender Geschmacksträger. Man muß sehr gut aufpassen, daß man nicht in eine Fettfalle tappt. Viele kaufen aus dem Tiefkühlschrank im Supermarkt ein Fertig-Fischgericht. Das Fischfilet schwimmt in Öl. Dabei entsteht der Eidruck, daß es sich dabei um gesundes Fischfett handelt, das wertvolle Omega-3-Fettsäuren für Herz, Kreislauf und Hirn liefert. Irrtum: Der Fisch schwimmt in ganz normalem Speiseöl, das vermutlich schon erhitzt wurde und dann absolut nicht der Gesundheit förderlich ist.
  • Man muß auch damit rechnen, daß Fertiggerichte besonders viel Salz enthalten, weil auch Salz konserviert und für eine längere Haltbarkeit sorgt. Das ist für viele Bluthochdruck-Patienten und für Patienten mit Nierenproblemen ein Problem. Zwar geht durch Salz nicht generell jeder Blutdruck in die Höhe. Doch bei einem Teil der Bevölkerung ist das so. Aus diesem Grund sollten Bluthochdruck-Patienten generell täglich nicht mehr als 5 Gramm Salz konsumieren. Das Gefährliche an der Fertigkost ist, daß der Salzgehalt nicht der Kennzeichnungs-Pflicht unterliegt. Allein deshalb sollte man Fertiggerichte nur selten in den Speiseplan einbauen.

Achten Sie auf die Zusatzstoffe

Was muß man nun alles bedenken, wenn man Fertiggerichte konsumiert?

Ganz einfach: Man muß zusätzlich schonend gedämpftes Gemüse essen. Oder man sollte sich zu dem Fertiggericht einen knackigen, frischen Salat zubereiten. Man sollte Tiefkühlware gegenüber den Speisen aus der Dose den Vorzug geben. Man muß genau die Zutatenliste kontrollieren. Je länger eine Speise haltbar ist, desto mehr Zusatz- und Konservierungsstoffe enthält sie. Apropos Zusatzstoffe: Gehen Sie mit Fertiggerichten sparsam um, welche folgende Zahlen aufweisen: Glutamate wie E 620 bis E 625, Farnstoffe wie E 102, E 104 und E 161g, Phosphat-Verbindungen wie E 338 bis 341.

Glauben Sie auch nicht den Behauptungen, daß man aus Zeitgründen Fertigerichte wählen muß. Auch das Zubereiten vieler frischer Speisen dauert nicht viel länger. Und rechnen einmal nach: Fertiggerichte sind nicht immer eine preiswerte Lösung...




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