Der alte Slogan " Genießen ohne zu büßen" bekommt alle Jahre wieder zu den Weihnachtsfeiertagen besondere Bedeutung. Für die meisten von uns sind diese Tage eine einzige Versuchung, was die Ernährung betrifft. Traditionelle Familienfeste, Besuche bei Verwandten und Freunden sind ausschließlich mit Essen und Trinken verbunden. Und was wir da so essen und trinken, ist nicht nur zu viel, es ist auch zu einem beachtlichen Teil für den Organismus nicht sonderlich bekömmlich. Wie Sie trotzdem genießen können.
Wir wollen "sündigen"
Doch wir erleben dabei einen ungeheuren Genuß. Und das macht die Sache schon weniger gefährlich. Denn die Sinnlichkeit des Essens trägt wieder zu einer gewissen Stärkung des Immunsystems bei. Und wenn man dann noch ein paar Tricks kennt, mit denen man die Festtagsgenüsse entschärfen und etwas gesünder machen kann, dann ist das im Grunde genommen in Ordnung.
Selbst Gesundheitsfanatiker sind darauf eingestellt, zum Jahresende zu sündigen, was den Speiseplan betrifft. Es sind Tage, an denen keiner so recht Lust hat, den „Heiligen“ zu spielen und nur das zu essen und zu trinken, was dem Organismus hundertprozentig gut tut. So manch vorbildlicher Müslifan beginnt zum Fest den Tag mit Rührei, Schinken und weißem Toastbrot. Und eifrige Salatesser genießen den Festtagsbraten und verzehren nebenher nur einen kleinen Salat.
Dagegen ist absolut nichts einzuwenden. Das soll auch so sein. Weihnachten und Silvester gibt es nur einmal im Jahr. Dieses „Sündigen“ nach dem Kalender ist legitim, wenn es auch den Körper belasten kann. Man muß nur eine Strategie finden, wie das kulinarische "Entlastungs-Paket" aussieht. Gesundheitsbewußte Menschen müssen da ihren ganz persönlichen Weg finden.
Eßsünden: Cholesterinwerte steigen
Wo liegen denn nun eigentlich die Gefahren? Die meisten Speisen, die uns da zu den Feiertagen in der eigenen Familie und auf Besuch bei anderen serviert werden, haben meist zu wenig lebenswichtige Vitalstoffe. Wie sieht denn so das Mahlzeiten-Profil aus? In erster Linie deftig:
Das alles bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Krankenhäuser und Hausärzte bestätigen es. Nach den Feiertagen im Januar sind viele krank. Durch die Eßsünden steigen die Blutdruck- und Cholesterin-Werte. Vorhandene Zuckerkrankheit verschlechtert sich, weil auch die Blutzuckerwerte nach oben gehen. Gicht und Rheuma machen sich verstärkt bemerkbar. Herz und Kreislauf sind stark belastet, Durchblutungsstörungen stellen sich ein. Magen und Darm revoltieren und streiken.
Zwischendurch gesund essen
Das alles muß trotz knusprigem Festtagsbraten nicht sein, wenn wir speziell zu den Feiertagen für ein ausgewogenes Gleichgewicht in der Ernährung sorgen. Im Grunde genommen ist das gar nicht so schwer. Eines muß man klar sagen: Wer das ganze Jahr über exakt nach den Regeln der gesunden Ernährung lebt und wirklich nur einmal im Jahr zu Weihnachten und zum Jahreswechsel aus der Reihe fällt, der braucht sich überhaupt keine Sorgen zu machen. Er ist nicht gefährdet, wenn er nach den Feiertagen wieder sein gewohntes, gesundes Eßprogramm aufnimmt.
Andere, die auch im Laufe des Jahres viel sündigen, müssen da schon umsichtiger sein. Die beste Lösung: Man schiebt einfach nach jeder "sündigen" Mahlzeit ein gesundes Häppchen ein. Oder man serviert weniger Gesundes ganz listig mit etwas Gesundem kombiniert damit die belastende Wirkung verringert wird. Das sind nun die wichtigsten Maßnahmen, die man setzen muß:
Zink und Magnesium fehlen
Bei großen, anhaltenden Festtagssünden ist es sinnvoll, sich mit dem Apotheker ins Einvernehmen zu setzen:
Wer große Mengen Fleisch, Fisch und andere Köstlichkeiten konsumiert, wer reichlich Alkohol trinkt, der hat einen erhöhten Bedarf am Mineralstoff Magnesium sowie am Spurenelement Zink. Und wer zu wenig Magnesium-Vorräte hat, der erhöht sein Risiko für Kopfschmerzen, Nervosität sowie Herz-Kreislauf-Probleme. Und wer zuviel Zink verbraucht hat, der schwächt damit das Immunsystem und wird anfälliger für Erkältungskrankheiten. Daher ist es zwischen Feiertagen oft notwendig Magnesium und Zink zuzuführen. Magnesium bringen uns Kürbiskerne, Mandel, Haselnüsse, Walnüsse, Linsen,Bohnen, Pellkartoffel. Gute Zink-Quellen sind Linsen, Eier, Walnüsse, Grünkern und Austern.
Säfte reparieren die Leber
Zur Stärkung von Leber kann man einen Frischpflanzensaft empfehlen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, daß Artischocken-Frischpflanzensaft mit seinen Wirkstoffen Cynarin und Cynaridin die Leber stärkt, bei ihre Entgiftungsarbeit unterstützt und bereits lädierte, angegriffene Leberzellen reparieren kann. Man nimmt 3 Mal täglich 2 Eßlöffel vom Artischockensaft ( Reformhaus) in etwas Wasser verrührt. Wer lieber Tee trinkt, der sollte Mariendisteltee ( Apotheke) einsetzen.
Gegen allgemeine Magenbeschwerden zu den Feiertagen lohnt es, Kamillentee zu trinken.
Grundsätzlich gilt die Regel für Weihnachten und Silvester: Man kann von allem essen und trinken, nur nicht zuviel. Kleine, bescheidene Portionen erfreuen den Gaumen und schaden nicht der Gesundheit.
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