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Klimawandel & Gesundheit

Klimawandel bedroht unsere Gesundheit

Der Klimawandel ist da, das kann niemand bestreiten. Und mit ihm kommen neue Gefahren für unsere Gesundheit auf uns zu:

  • Schnelle und extreme Wetterwechsel bedrohen unseren Kreislauf
  • Die steigende Ozonbelastung in Bodennähe verstärkt Atemwegsprobleme bei Kindern und älteren Menschen.
  • Die Gefahr von Pollenallergien wächst.
  • Gefährliche Insekten aus den Tropen und Subtropen dringen bis zu uns vor.
  • Dadurch können sich gefährliche Tropenkrankheiten (Malaria) auch bei uns ausbreiten.

Welche Gefahren uns drohen, was Sie dagegen tun können.


Unser Wetter wird zur Gefahr für die Gesundheit



Der Klimawandel ist zu einem oft genannten Begriff geworden. Bisher aber hat man vorrangig in diesem Zusammenhang an das Wetter und seine neuen extremen Veränderungen gedacht. Doch es ist eigentlich ganz logisch: Der Klimawandel wird in den nächsten Jahren ganz entscheidend unsere Gesundheit beeinflussen. In gewisser Weise ist das sogar jetzt schon der Fall. Die globale Erd-Erwärmung hat für unseren Organismus viele negative Seiten. Je besser wir darüber informiert sind, desto mehr können wir für unseren Schutz tun.


Ein wesentliches Problem: Die typischen Wetterbedingungen der vier Jahreszeiten kommen immer häufiger total durcheinander. Wir erleben im Winter extrem warme Phasen, sodaß oft in den Städten die Menschen im Februar draußen vor den Cafes sitzen und die Sonne genießen. Im Frühjahr hat es dann ganz plötzlich 28 Grad Calsius. Im Sommer klettert das Thermometer oft weit über 35 Grad Celsius und stürzt dann auf 10 Grad herab. Es herrschen in unseren Breiten plötzlich Temperatur-Schwankungen wie in den großen Wüsten: Tagsüber ist es brennheiß, nachts ist es eiskalt.

Ihr Organismus wird schwer belastet




Das wirkt sich natürlich auf den menschlichen Organismus aus. Herz, Kreislauf und Atmung werden schwer belastet. Die durch die hohen Temperaturen entstehenden hohen Werte des bodennahen Ozons reizen die Schleimhäute von Nase, Rachen und Mund. Es treten verstärkt Atemwegsprobleme auf. Das alles trifft am meisten die Kinder und die älteren Menschen.


Das bedeutet: Wenn es zu einer Jahreszeit ungewohnt warm oder heiß wird, dann steigt für viele Menschen die Gefahr für Hitzschlag und Sonnenstich. Es kann aber auch zu Depressionen und Gehirnleistungsstörungen kommen, weil plötzlich in einer Jahreszeit ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf entsteht, den es früher in dieser Dimension nicht gegeben hat. Als Faustregel muß man daher zur Kenntnis nehmen: Durch die Erderwärmung bedingt, sollte man rund ums Jahr täglich 1 ½ bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Kräutertee trinken.

Böse Polleallergien breiten sich bei uns aus




Ein weiteres Problem der Klima-Veränderung in unseren Breiten ist die Pollenallergie. Die Pollensaison beginnt extrem früh. Und sie dauert sehr lange. Und durch die Erd-Erwärmung wachsen bei uns plötzlich Pflanzen, die besonders allergiefördernde, aggressive Pollen haben, wie zum Beispiel die Ambrosia-Pflanze. Viele Menschen, die das noch nicht wissen, denken dann oft, daß Sie eine Erkältung haben. In Wahrheit ist es eine jahreszeitlich viel zu frühe Allergie. Die Folge solcher Belastungen können Asthma und Herz- Probleme sein.

Wenn es viel wärmer wird, dann werden in einem milden Winter, so wie wir ihn bereits erleben, viele schädliche Insekten nicht von der Kälte in der Erde aus dem Verkehr gezogen. Sie werden daher immer mehr. Ein typisches Beispiel sind die Zecken, die ja bekanntlich zwei heimtückische Krankheiten auslösen können: die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis , kurz FSME genannt. Man kann plötzlich in einer Jahreszeit von einer Zecke gebissen und infiziert werden, in der das früher nie der Fall war. Wer also gern in der Natur wandert, der muß vorsichtiger sein.

Kommt die Malaria zu uns?



Durch extrem hohe Temperaturen im Sommer, die wir früher nicht hatten, etablieren sich bei uns Mückenarten, die bisher bei uns nicht leben konnten. Sie bringen aber eine neue Gefahr: Sie können uns eines Tages verstärkt mit Sommergrippe-Viren anstecken oder können theoretisch auch Malaria übertragen. Diese Krankheit wird sicher im Zuge des Klimawandels nach Norden vordringen .

Eine Gefahr, die uns in den nächsten Jahren konkret drohen kann, ist die Leishmaniose, eine Krankheit, die durch Parasiten ausgelöst wird. Sie kann leicht von Südeuropa nach Mitteleuropa vordringen. Sie wird von Sandmücken übertragen, die bisher bei uns keinen Lebensraum finden konnten. Doch im Jahr 1999 wurden diese unliebsamen Insekten erstmals in Deutschland gesichtet. Und es gab bisher schon einige Fälle der Leishmaniose-Erkrankung. Auch Hunde und Mücken können die Krankheit übertragen.

Das bedeutet: Es könnten sich im Laufe der nächsten Jahre tatsächlich gefährliche Tropen-Erkrankungen bei uns etablieren. Eines ist klar: Im Zuge des Klima-Wandels werden bei uns extreme Wettersituationen zunehmen. Die werden viele Menschen zweifelsohne belasten, aber nicht krank machen. Man weiß heute, daß Wetterwechsel und spezielle ungewohnte Klima-Situationen in erster Linie dazu beitragen, kranke Menschen ihr Leiden verstärkt verspüren. So treten aus jüngsten Erfahrungen chronische Erkrankungen wie rheumatische Leiden, Gelenkbeschwerden und Kopfschmerzen verstärkt auf.

Passen Sie sich dem Klimawandel an



Natürlich wird sich der Mensch im Laufe der Zeit auch dem Klima-Wandel etwas anpassen können. Man kann das fördern, wenn man so oft wie möglich hinaus in die freie Natur geht, mit entsprechender Kleidung gerüstet ist und wenn man den Kreislauf trainiert: mir Saunagängen und mit Kneipp-Anwendungen. Damit kann man das Gefäß-System trainieren und krisenfets machen.

Vielleicht hat sich mancher von uns noch nicht den Kopf darüber zerbrochen, was er persönlich für den Klimaschutz tun kann. Vermutlich wird er anders darüber denken, wenn ihm bewußt wird, daß mit dem Klimawandel auch gesundheitliche Belastungen entstehen. Daher ist es besonders wichtig, allein im Interesse der Gesundheit Aktionen für den Klimaschutz zu starten:

Helfen Sie mit, den Klimawandel zu verhindern



  • Entscheiden Sie sich für Ökostrom aus umweltschonenden Quellen. Das sind Wasserkraftwerke und Wind-Energie. Nicht ökologische Stromquellen sind Kernkraftwerke, Kohle- und Öl-Kraftwerke. Sie verbreiten schädliche Stoffe.
  • Überlegen Sie, ob Sie beim nächsten Autokauf nicht auf eine umweltfreundlichere Version umsteigen. Erkundigen Sie sich über den CO2- und über den Spritverbrauch. Und setzen Sie sinnvolle Maßnahmen: Gehen Sie kurze Strecken besser zu Fuß. Schwingen Sie sich öfter aufs Fahrrad. Bei lanen Strecken benützen Sie die Bahn.
  • Tun Sie auch zuhause etwas für den Klimaschutz: Tauschen Sie die herkömmlichen Glühbirnen gegen Energie-Sparlampen aus. Achten Sie auf gute Wärmedämmung und Isolierung von Dachboden, Wänden, Warmwasser-Speichern. Reduzieren Sie den Wasserverbrauch. Lassen Sie elktrische Geräte nicht auf Standby-Betrieb. Sie verbrauchen dadurch unnötig Strom. Schalten Sie die Geräte komplett aus. Wenn Sie Haushalts-Geräte kaufen, wählen Sie stromsparende Modelle.
  • Kaufen Sie in erster Linie heimische Lebensmittel aus der Region. Das trifft vor allem bei Obst und Gemüse zu. Wer hauptsächlich exotische Früchte kauft, der fördert durch den weiten Transport der Waren den CO 2-Verbrauch. Ganz abgesehen davon, daß die heimische Ware reif geerntet werden kann und daher viele Vitalstoffe enthält.