Jetzt ist wieder Teezeit. Doch so eine Tasse Tee in der warmen Wohnung, wenn es draußen ungemütlich wird, ist sehr oft nicht bloß ein entspannender Genuß. Wenn dieser Tee aus Heilkräutern zubereitet wird, dann kann er zur wertvollen, flüssigen Naturarznei werden: sowohl für die Vorsorge als auch für die Behandlung von Alltagsbeschwerden und Befindlichkeits-Störungen. Man muß allerdings wissen, welchen Tee man gegen welches gesundheitliche Problem trinken sollte. Nach diesem Gesichtspunkt muß man dann seine Hausapotheke individuell mit speziellen Heilkräutern bestücken.
Die richtige Zubereitung
So eine Tasse Tee ist randvoll mit wertvollen Wirkstoffen: Da sind Enzyme, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Farb- und Geruchstoffe, vor allem aber ätherische Öle, aber auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenlemente. Sie geben dem Kraut, aus dem der Tee zubereitet wird, seine Heilkraft.
Es gibt drei Formen der Zubereitung von Heilkräutertees:
Heiltee nur lauwarm trinken
Man sollte einen Heilkräutertee niemals heiß, sondern immer lauwarm trinken. Am besten langsam, in kleinen Schlucken. Viele der Tees wirken besser, wenn sie ungesüßt getrunken werden. Und jene, die man süßen darf oder sogar süßen sollte, sind wirksamer, wenn man keinen Zucker, sondern Honig, Melasse oder Ahornsirup einrührt. Aber bitte, so wenig wie möglich.
Wenn Sie den Tee ziehen lassen, sollten Sie die Tasse immer mit einem kleinen Teller zudecken. An der Innenseite des Tellers bilden sich kleine Tröpfchen, die Sie unbedingt in die Tasse zurücklaufen lassen müssen. Darin befinden sich wertvolle ätherische Öle, die ohne Zudecken verdunsten würden.
Es macht auch keinen Sinn, ein und denselben Heilkräutertee täglich über viele Monate zu trinken. Der Organismus gewöhnt sich an die Inhaltstoffe und reagiert nicht mehr darauf. Die Wirkung bleibt aus. Eine Faustregel in der Naturmedizin lautet: Nach Möglichkeit sollte man keinen Heilkräutertee länger als 3 Wochen trinken. Am besten ist, man macht eine Pause von einer Woche und kann dann wieder mit einer Drei-Wochen-Kur starten.
Unsere wichtigsten Heiltees
Und das sind die wichtigsten Heilkräutertees, die speziell in der kalten Jahresszeit für uns wertvolle flüssige Arzneien sein können:
Viele Ärzte, die mit Naturheilmittel arbeiten, wenden zuerst immer anstelle von starken chemischen Medikamenten mit Vorzug Naturkräfte an. Und da spielen Heilkräutertees oft eine bedeutende Rolle. Bei einer Magenschleimhautentzündung, auch Gastritis genannt, hat sich Kamillentee bestens bewährt. Im Rahmen einer Kamillen-Rollkur.Man bereitet eine Tasse besonders starken Kamillentee zu: 2 bis 3 Teelöffel oder Teebeutel Kamillenblüten werden überbrüht, danach 10 Minuten ziehen lassen. Sobald der Tee lauwarm ist, trinkt man ihn zügig und legt sich dann jeweils 5 Minuten auf den Rücken, danach auf die rechte Seite, auf den Bauch und schließlich auf die linke Seite. So können die entzündungshemmenden ätherischen Öle nach und nach die gesamte Magenschleimhaut benetzen und beruhigen.
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