Hitzewallungen, Stimmungs-Schwankungen, Gereiztheit, Schweißausbrüche, Erschöpfung, unruhiger Schlaf: Das sind die typischen Symptome für die Wechseljahre der Frau. Doch auch viele Männer haben Beschwerden durch Hormonveränderungen. Bisher haben es die meisten nicht zur Kenntnis genommen und geleugnet, Wechseljahr- Probleme zu haben. Heute weiß man: Es gibt sie - die Wechseljahre des Mannes. Was Ihnen hilft.
Mit den Wechseljahren beginnt für die Frau eine neue Lebensphase, meist zwischen dem 40. und 50.Lebensjahr. Man spricht vom Klimakterium. Es dauert etwa zehn Jahre. Dieser Umstellungs-Prozess kann für viele Frauen sehr unangenehm werden. Allerdings handelt es sich dabei um keine Krankheit. Es ist ein natürlicher biologischer Prozess , der von hormonellen Veränderungen ausgelöst wird. Daher macht es Sinn, gegen die Beschwerden auch mit natürlichen Kräften vorzugehen.
Zu dieser Einstellung haben zweifelsohne auch die heftigen Diskussionen und Kritiken an der jahrzehntelang praktizierten Hormon-Ersatz-Therapie mit synthetischen Hormonen beigetragen.
Zu einem guten Natur-Programm gegen Beschwerden im Klimakterium gehört neben einer gesunden Ernährung die ergänzende Zufuhr von wertvollen Vitalstoffen sowie mild wirksamer pflanzlicher Hormonstoffe, die man in der Medizin auch als Phyto-Östrogene bezeichnet. Außerdem ist die regelmäßige Bewegung wichtig für die Frau.
Sehr sinnvoll ist es, Sojaprodukte zu konsumieren. Die wertvollen Soja-Inhaltstoffe helfen mit, die Wechseljahrbeschwerden zu besiegen. Diese Substanzen sind in ihrer Struktur den menschlichen Östrogen-Hormonen ähnlich. Und das ist so wichtig, weil in den Wechseljahren das körpereigene Östrogen-Niveau sinkt. Neueste Studien zeigen, dass eine Langzeit-Therapie mit Soja-Isoflavonen für die Frau ein enorme Hilfe sein kann und ihre mehrfachen Schutz bietet.
Das Problem: In unseren Breiten erfreuen sich Soja-Gerichte keiner großen Beliebtheit. Vor allem in den Mengen, in denen man sie wirksam einsetzen müßte, werden sie nicht verzehrt.
Frauen im asiatischen Raum hingegen verzehren durch die häufigen Soja-Mahlzeiten im täglichen Durchschnitt bis zu 150 Milligramm Isoflavone. Bei uns kommen Frauen höchstens auf drei Milligramm. Auch Vegetarierinnen verzehren nur etwa sieben Milligramm.
Warum sind Isoflavone aus der Sojabohne so wertvoll für die Frau in den Wechseljahren?
Bei einem niedrigen Östrogen-Spiegel der Frau im Klimakterium heften sich die Isoflavone an diejenigen Stellen im weiblichen Organismus - an die sogenannten Östrogen-Rezeptoren - , die normalerweise von den körpereigenen Östrogenen besetzt werden. Auf diese Weise können die pflanzlichen Hormone den Verlust der körpereigenen Östrogene auf sanfte Art und Weise ausgleichen.
Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse an der Federal University of Sao Paolo zeigen, daß eine optimale Versorgung mit Isoflavonen durch eine Menge von 60 bis 100 Milligramm pro Tag abgesichert ist. Studien haben aber auch gezeigt, daß die Wirkung der Isoflavone am intensivsten und effektivsten ist, wenn gleichzeitig die wichtigen Nährstoffe Eisen, Zink sowie die Vitamine C, D, E,K und B 6 zugeführt werden.
Aus diesen Erkenntnissen heraus ist von Ärzten und Wissenschaftlern die natürliche Phyto-Östrogen-Therapie mit Soja-Isoflavonen entwickelt worden. Die Frau nimmt während des Klimakterium, solange die Beschwerden auftreten, täglich 100 Milligramm Soja-Isoflavone auf. Es handelt sich dabei um sogenannte Langzeit-Isoflavone, die im Reformhaus erhältlich sind. Mit dieser Therapie erzielt die Frau einen mehrfachen Schutz aus der Natur. Denn: Neben der Therapie bei Wechseljahrbeschwerden ist eine rechtzeitige und längere Zufuhr von ausreichend Soja-Isoflavonen auch sehr wichtig als Schutz vor der gefürchteten Knochenentkalkung, der Osteoporose. Zirka 90 Milligramm Soja.- Isoflavone pro Tag sind notwendig, um der Osteoporose vorzubeugen. Das zeigen ganz deutlich ernährungs- wissenschaftliche Erkenntnisse der Universität von Illinois.
Während die Wecheljahre der Frau ein großes Thema geworden sind, über das man offen redet, ist es beim Mann ein absolutes Tabu-Thema. Ärzte und Wissenschaftler haben es längst bewiesen: Auch beim Mann treten häufig ab dem 45. Lebensjahr - mitunter auch später - Beschwerden auf, die durchaus mit jenen der Frauen zu vergleichen sind. Dieses Gegenstück zur Menopause ist die Andropause. Die Männer - etwa 30 Prozent sind betroffen - haben lange nicht zur Kenntnis genommen, dass die Produktion der männlichen Hormone Testosteron, und Androstendion und auch der Örstrogene, von denen sie eine gewisse Menge besitzen, abnimmt. Männer haben die Beschwerden fast immmer dem beruflichen Stress zugeordnet. Wechseljahre haben nicht in ihr Weltbild gepaßt. Die hauptsächlichen Beschwerden beim Mann sind Depressionen, Schweißausbrüche und ein gestörtes Sexualleben.
Doch auch für den Mann gibt es im Wechsel wirkungsvolle Naturmittel, die ihm Kraft geben
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