Wir erleben in diesem Jahr - was das Wetter betrifft - einen mehr als abwechslungsreichen Sommer. In manchen Teilen Deutschlands gibt die Sonne bloß Kurzgastspiele, unterbrochen von Regen oder trüben, kühlen Tagen. Einmal heiß, dann kalt. Das treibt bei vielen Menschen den Kreislauf in den Keller. Das kann enorm störend sein, wenn man den Sommer genießen möchte: mit Schwimmen, Sonnenbaden, Reisen, Garten-Party. Die Frage: Was kann jeder tun, damit der stabile und gesunde Kreislauf gesund und stabil bleibt? Wie wichtig ist dabei das Trinken? Wie wertvoll oder wie gefährlich sind da sportliche Betätigungen? Was darf man essen, was nicht? Und wie kann man kreislaufbedingten Problemen vorbeugen?
Was versteht man eigentlich unter dem Kreislauf? Es ist das Zusammenspiel von Herz und Blutgefäßen. Das Herz pumpt unentwegt Blut durch das weitverzweigte Gefäßsystem. Unser Blutkreislauf besteht aus zwei Systemen: dem Netz von Arterien und dem Netz von Venen. Die Arterien transportieren sauerstoffreiches Blut mit vielen Nährstoffen zu den Zellen und Organen. Die Venen sind für den Abtransport des verbrauchten Blutes zurück zum Herzen verantwortlich. Die Stoffwechselabfälle müssen zu den Ausscheidungsorganen weitertransportiert werden.
Warum gibt es an heißen Sommertagen oft Kreislaufprobleme? Es kommt zu einem Hitze-Stress. Die ungewohnte Wärme bringt Herz und Kreislauf mehr Arbeit. Die Gefäße weiten sich, damit über die Haut Wärme abgeleitet werden kann. Man beginnt zu schwitzen. Für das weiter werden der Gefäße wird mehr Blut gebraucht. Damit sinkt der Blutdruck, der Kreislauf wird geschwächt.
Und das sind die typischen Symptome für so ein Kreislauf-Problem: Übelkeit, Schwächegefühl, Kopfschmerzen, Schwindel, Migräne, lähmende Müdigkeit. Es gibt aber auch bei einem raschen Wechsel von Heiß zu Kalt Kreislaufprobleme. Der Kreislauf kommt mit einer plötzlich Abkühlung oft nicht zurecht. Er hat einen ähnlichen Streß wie bei Hitze. Er kann sich nicht so schnell an der kalte Wetter anpassen. Große Probleme können Patienten kriegen, die paradoxerweise Herz-Kreislauf-Medikamente nehmen müssen. Über dieses Problem muß man -speziell vor einer weiteren Urlaubsreise - mit dem Arzt besprechen.
Eine Redewendung lautet: Der Kreislauf ist im Keller. Was passiert da? Der Blutdruck sackt soweit ab, daß das Gehirn eine geringe Durchblutungsstörung aufweist. Das verursacht dann die Schwindel-und Übelkeits-Symptome, oft auch Sehstörungen. Wenn das Gehirn zu wenig Blut bekommt, dann besteht die Gefahr eines Kreislauf-Kollaps. Dann gibt es nur eines: Hinlegen und Beine hochlagern. Wenn man das nicht macht, dann kann man unter Umständen umkippen.
Was kann man tun, damit das erst gar nicht passiert? Ausreichend trinken und sich bewegen. Oder man legt sich auf den Boden und lagert vorbeugend die Beine hoch.Dadurch wird das Gehirn wieder gut durchblutet. Wenn jemand eine Venenschwäche hat, so macht es Sinn, Stützstrümpfe zu tragen. Sie ermöglichen es, daß Blut aus den oberflächlichen Venen in den Kreislauf gepumpt wird.
Und das sollte man dem Kreislauf zuliebe trinken: Damit man keinen Flüssigkeitsverlust erleidet, öfter viele, kleine Mengen trinken. Ideale Durstlöscher sind Leitungswasser, stilles Wasser mit ganz wenig Zitronensaft, lauwarme Früchtetees, mit Wasser verdünnte und zuckerarme Gemüse- oder Obstsäfte. Herz- und Nieren-Patienten müssen die Menge der Flüssigkeit exakt mit dem Arzt besprechen.
Was passiert, wenn man an heißen Tagen zu wenig trinkt? Das Blut wird eingedickt, fließt langsamer. Es kommt auch da wieder zu Durchblutungsstörungen im Gehirn. Das Risiko für ein Herz-Kreislauf-Problem oder für Schlaganfall steigt. Was wenige wissen: In der heißen Jahrerszeit treten - der ärztlichen Statistik nach - die meisten Schlaganfälle auf.
Bei einer langen Flugreise ist der Kreisaluf besonders gefährdet. Egal, ob man unter zu niedrigem oder hohem Blutdruck leidet, ob man gesund ist oder ein Herzproblem hat. Ab einer Flugdauer von über 4 Stunden steigt das Risiko für eine Beinvenen-Thrombose. Wer dazu neigt, wird vom Arzt eine blutverdünnende Injektion bekommen. Und man sollte aufstehen, sich die Füße ein wenig vertreten.
Kann Sport an heißen Tagen oder an Tagen mit extremem Wetterwechsel den Kreislauf gefährden? Man sollte den Sport frühmorgens oder abends durchführen, wenn sich die Temperaturen abgekühlt haben.
Und das sollte man grundsätzlich tun, damit bei einem verrückten Sommer-Wetter der Kreislauf nicht kippt. Diese Maßnahmen machen Sinn:
All diese Rezepte kann man einsetzen, wenn man auf Grund des Berg- und Tal-Wetters müde, abgeschlagen und leistungsgebremst ist, wenn leichter Schwindel auftritt. Bei ausgeprägteren Symptomen sollte unbedingt der Arzt informiert werden.
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