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Küchenkräuter: Schnittlauch

Nach dem Salz das meistgebrauchte Küchengewürz. Mit einem Unterschied: Salz muß man genau dosieren, Schnittlauch kann man fast unbegrenzt essen. Wir streuen ihn in die Suppe, essen ihn auf dem Butterbrot. Aber Schnittlauch kann ja viel mehr: Sowoihl in der Küche wir auch für unsere Gesundheit. Gerade da ist er ein absoluter Hit. Das kommt von seiner nahen Verwandtschaft zum Knoblauch.

Medizinisch gesehen ist der Schnittlauch fast wie eine kleine Hausapotheke. Er hat zahlreiche Senföle und wichtige Saponine, viele Mineralien, Eisen und sehr viel Vitamin C. Nur 100 Gramm Schnittlauch liefern 60 Milligramm Schnittlauch. Deshalb ist er auch ein guter Schutz gegen Erkältungen, macht aber auch stark gegen Stress. Er vertreibt Lustlosigkeit und Müdigkeit.


Wenn Sie mit Schnittlauch gezielt etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, dann müssen Sie beachten:

  • Schnittlauch muß roh gegessen werden. In einer Schnittlauchsoße hat er keine Wirkstoffe mehr.
  • Schnittlauch muß nach der Ernte oder dem Einkauf sofort gegessen werden. Wenn er trocken wird, verliert er seine wertvollen Inhaltsstoffe.
  • Wenn Sie gekauften Schnittlauch frisch halten wollen, dann dürfen Sie ihn nicht in Wasser stellen: Da wird er matschig und ungenießbar. Wickeln Sie ihn in ein feuchtes Tuch ein.
  • Sehr wichtig ist es, den Schnittlauch nach dem Waschen mit einer Küchenschere in sehr kleine Stücke zu schneiden. Dadurch setzen Sie große mengen ätherischer Öle frei.
  • Halten Sie Schnittlauch im Garten oder in einem Topf auf dem Balkon oder der Fensterbank. Erst ganz kurz vor der Verwendung in der Küche abschneiden.

Schnittlauch für die Gesundheit

Aus medizinischer Sicht wirkt Schnittlauch sic h positiv auf die Gesundheit aus:

  1. Regelmäßiges Schnittlauchessen fördert die Verdauung.
  2. Schnittlauch stärkt die Atemwege und die Schleimhäute der Bronchien.
  3. Die ätherischen Öle im Schnittlauch wirken auf die Stimmbänder. Die Stimme wird sanfter und geschmeidiger.
  4. Seine Inhaltsstoffe stärken insgesamt das Immunsystem und bringen uns Energie.

Schnittlauch kann man immer auf Butterbrot essen, in der Suppe, im Salat, mit Rührei, in einer grünen Soße, im Quark oder auf einem Rote-Bete-Salat. In meinem Buch "Die heilende Kraft der Küchenkräuter", erschienen im Kneipp-Verlag, habe ich folgende Rezepte:

Schafskäse-Oliven-Aufstrich

Zutaten für 7 Portionen, pro Portion 170 kcal.

150 g Schafskäse,

100 g weihe Butter,

1 gehackte Schalotte (60 g),

sieben bis acht schwarze oder grüne ungefüllte Oliven (in Ringe geschnitten für die Garnitur),

1 Prise Salz,

frisch gemahlener weißer Pfeffer,

1 Prise gemahlenen Kümmel,

2 TL frisch gehackter Oregano (oder eingelegter aus dem Glas),

1 EL gehackter Schnittlauch,

ein EL gehackte Petersilie,

eine Messerspitze edelsüßer Paprika.

Den Schafskäse durch ein feines Sieb in eine Schüssel streichen. Die Butter mit dem Handmixer schaumig rühren, den passierten Schafskäse dazugeben und weiterrühren. Die gehackten Kräuter und die gehackte Schalotte mit dem Kochlöffel darunter rühren. Mit Kümmel, Salz, Pfeffer und dem Paprika abschmecken. Alles noch einmal gut vermischen. Die Oliven in feine Ringe schneiden und Brotscheiben damit garnieren.

Gervaistrüffeln

Zutaten für 15 Stück, pro Portion 66 kcal.

200 g Gervais, 1 Bund Schnittlauch, Salz, weißer Pfeffer, 150 g Pumpernickel zum Wälzen, 15 Konfektschalen.

Pumpernickel fein reiben, Schnittlauch klein schneiden, Gervais mit den Zutaten vermischen, abschmecken. Kleine Kugeln formen, diese in den Pumpernickelbröseln wälzen und in die Konfektschalen setzen. Die Gervaistrüffeln können auch in gehackten Körnern (Sesam, Kürbis- und Sonnenblumenkernen) gewälzt werden.




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