Die Pfefferminze ist ein Pflanze, die ihren Weg aus der Küche in die Naturmedizin schon längst gefunden hat. Sie ist ein sehr vielseitiges Küchenkraut, man würzt mit ihr Lammfleisch, Fisch, Gurken, Tomaten und Hülsenfrüchte. Auch zu neuen Kartoffeln passt sie hervorragend. Trotz dieser vielfältigen Verwendung in einer gesunden Küche ist sie vor allem aber ein Heilkraut. Es gibt rund 33 Minzearten. Wichtig ist in der Naturmedizin aber nur die Pfefferminze. Auch davon gibt es wieder drei Arten: Die englische Pfefferminze, die Edelpfefferminze und die Tee-Pfefferminze, die wir als Tee-Pfefferminze kennen.
Alle drei Arten sind reich an dem ätherischen Öl Menthol, sie enthalten aber auch die Stoffe Limonen, Eukalyptol Und Menthen. Wichtig sind auch noch: Rosmarinsäure, Kaffeesäure, Bitterstoffe und Gerbstoffe. Pfefferminze wird in der Naturmedizin sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt.
Pfefferminz-Heiltee selber machen
Sie können sich Ihren Heiltee selbst zubereiten:
Ein gehäufter Esslöffel getrocknete Pfefferminzeblätter (Apotheke) mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergiessen. Acht bis zehn Minuten ziehen lassen, durchseihen, trinken.
Tee aus frischen Blättern geht so: Pro Tasse vier Blätter, waschen, zerhacken, mit kochendem Wasser übergießen. Bis 20 zählen, das Wasser weggießen mit kochendem Wasser neu aufgießen. Jetzt zwei Minuten ziehen lassen, lauwarm trinken. Pfefferminztee ist nicht für den Dauergebrauch geeignet.
Aus meinem Buch "Die heilende Kraft der Kräuter", erschienen im Kneipp-Verlag, drei Rezepte für die Verwendung von Pfefferminze.
Pfefferminzöl selber machen
Zwei Handvoll frische Pfefferminze gut waschen, klein schneiden, in eine Flasche mit Schraubverschluß füllen. Darüber einen halben Liter kaltgepresstes Olivenöl gießen. Fest verschlossen sechs Woche auf einer sonnigen Fensterbank stehen lassn. Danach das Öl abseihen und in braune, lichtgeschützte Flaschen umfüllen. Das Öl zum Einreiben und Einmassieren verwenden.
Pfefferminztinktur selber machen
30 frisch Ofefferminzblätter in ein gut verschließbares Glasgefäß geben, mit 40%igem Korn übergießen. Gut verschlossen an einem warmen Ort aufbewahren. Nach vier Wochen abseihen, abfüllen und für weitere vier Wochen ruhen lassen. Diese Tinktur wirkt gegen Blähungen und Völlegefühl.
Pfefferminzlikör selber machen
Übergießen Sie eine Handvoll frische Pfefferminzeblätter in einem gut verschließbaren Gefäß mit einem halben Liter 40%igem Korn. Das Gefäß zehn Tage an einem dunklen Ort aufbewahren. Dann einen dreiviertel Liter Wasser und 250 g Zucker zu einem Sirup verkochen, abkühlen lassen und mit dem Pfferminzansatz vermischen. Abseihen und dabei die Pfefferminzeblätter gut ausdrücken. Den Likör in eine Flasche füllen und kühl lagern. Mit Mineralwasser und einem Schuß Zitronensaft gibt der Likör an heißen Tagen ein erfrischendes Getränk ab.
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