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Küchenkräuter

Küchenkräuter: Salbei

Salbei hat als Küchengewürz eine große Bedeutung, obwohl man es sparsam verwenden sollte. Es passt als Gewürz hervorragend zu Schwein, Lamm, Aal, Leber und Gänsebraten. Aber auch zu Bratkartoffeln, Hackbraten und zu Salatsoßen. In der italienischen Küche wird es gerne zu Pasta alla Salvia verarbeitet. Das alles schmeckt nicht nur gut - es ist auch sehr gesund.


Jetzt kann die Biochemie bestätigen, was unsere Vorfahren intuitiv schon lange wussten: Wenn man Fleisch zu dunkel brät, dann entstehen an der Oberfläche giftige Röststoffe, zum Beispiel das 3-Amino-1 Methyl-5 H-Pyrido Indol. Wenn man das Fleisch nun vor dem Braten mit frischen oder getrockneten Salbeiblättern einreibt, dann werden diese giftigen Stoffe teilweise neutralisiert.

Salbeiblätter enthalten die ätherischen Öle Thujon, Borneol, Linalool, Kampferöl, pflanzliche Hormonstoffe, Flavonoide, Karnosinsäure, Gerbstoffe, Harze, Zucker, Mineralstoffe. Das wird ergänzt durch die wichtigen Phenolsäuren mit ihren pflanzlich- antibiotischen Wirkungen. Da ist vor allem das Thujon von großer Bedeutung. Außerdem enthalten die Salbeiblätter sehr viele Bitterstoffe - wichtig für die Fettverdauung.

In der Heilkunde direkt wird Salbei meist als Tee verwendet, oder als Pastillen aus der Apotheke. Im Rahmen einer Behandlung sollten Sie täglich drei Tassen Tee trinken. Das alles bewirkt Salbei als Heilkraut:

  1. Er hilft gegen übermäßiges Schwitzen, bei Nachtschweiß und bei Fußschweiß.
  2. Er dienet der Stärkung der Atemwege und zum Aufbau der Immunkraf tin den Atemwegen.
  3. Er hilft bei der schnellen Ausheilung von Entzündungen am Zahnfleisch, im Mund und im Rachen.
  4. Magen und Darm werden positiv beeinflusst: Die ätherischen Öle der Salbeiblätter haben eine desinfizierende und krampflösende Wirkung.
  5. Salbei ist ein guter Heiler bei Halsschmerzen und Heiserkeit.
  6. Salbei hilft Frauen in den Wechseljahren, Ihre Hitzewallungen schneller in den Griff zu kriegen.


Für den Gaumen und für die Gesundheit können Sie Salbeibutter selbst zubereiten: Frische Salbeiblätter waschen, trocknen, ganz fein zerschneiden, in weiche Butter einrühren. Salz, Pfeffer, klein gehackte Zwiebel und zerdrückten Knoblauch dazu fügen.

Man kann viele Gerichte mit Salbei zubereiten. Aus meinem Buch "Die heilende Kraft der Küchenkräuter (Kneipp-Verlag) stammen folgende Rezepte:

Hühnerfiletstreifen im Räucherspeck-Salbei-Mantel auf Weinsoße



Zutaten für 4 Portionen, pro Portion 438 kcal.

500 g Hühnerfilet,
Salz,
Pfeffer,
frische Salbeiblätter,
80 g Hamburgerspeck (dünn aufgeschnitten),
ein Esslöffel Sonnenblumenöl,
0,2 Liter Hühnerbrühe,
1/8 Liter Vermouth dry,
60 g QuimiQ.

Jedes Filet der Länge nach in 3 bis 4 Streifen schneiden, würzen, mit 1 bis 2 Salbeiblättern belegen, mit zwei Speckstreifen umwickeln. Filetstreifen braten, mit dem Wermut ablöschen, mit der Brühe aufgießen und dünsten. Filetstreifen herausnehmen, mit Folie abdecken und warm stellen (im Rohr bei ca. 100 Grad). QuimiQ in Saft einrühren, abschmecken, Hühnerfiletstreifen auf Soßenspiegel anrichten.