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Küchenkräuter

Küchenkräuter: Petersilie

Es ist das meistverkaufte Küchenkraut - die Petersilie. Sie wächst fast überall: Im Garten, auf der Terrasse, dem Balkon und auf Fensterbänken. Die wild wachsende Petersilie stammt wahrscheinlich aus Sardinien. Die alten Griechen trugen bei Festgelagen Petersilienkränze auf dem Kopf, im Mittelalter glaubte man, dass Petersilie Hexen und Dämonen fernhalten kann. Bewiesen ist, daß Petersilie bereit um 820 nach Christi Geburt im Garten des Klosters St. Gallen gezüchtet wurde.


Die Petersilie ist reich an wichtigen Wirkstoffen. Schon ein Esslöffel Petersilie deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen am Spurenelement Mangan. Persilie hat aber auch Eisen, Kalium und Folsäure. Und ganz viel Vitamin C. Ein Bund Petersilie hat mehr Vitamin C als ein halbes Kilo Orangen. Außerdem enthält sie die Biostoffe Apiin, Pinen und weitere ätherische Öle.

Ganz viel Vitamin C

Für unsere Gesundheit ist die Petersilie eines der wichtigsten Kräuter, das in unseren Gärten wächst. Das kann man mit ihr für die Gesundheit tun:

  1. Der sehr hohe Gehalt an Vitamin C stärkt generell unser Immunsystem.
  2. Petersilie stärkt die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit. Dazu ist das Spurenelement Mangan wichtig, welches die nötigen Enzyme aktiviert. Wer regelmäßig Alkohol trinkt, sollte reichlich Petersilie essen, denn der Alkohol vertreibt das Mangan aus dem Körper - so wird ein Mangel vermieden.
  3. Petersilie liefert Kalzium, das ist wichtig für einen starken Knochenaufbau und hilft gegen Osteoporose.
  4. Die Bitterstoffe der Petersilie regen die Verdauung an. Petersilie ist ein gutes Mittel gegen Blähungen.
  5. Bioflavonoide in der Petersilie beugen der Gallensteinbildung vor.
  6. Durch ihre harntreibende Wirkung entwässert die Petersilie den Körper und unterstützt die Arbeit der Nieren.
  7. Petersilie galt immer schon als ein Mittel zur Förderung von Kraft und Vitalität. Studien haben ergeben, daß ältere Menschen durch Petersilie vital bleiben.
  8. Petersilie gilt als natürliches Mittel zur Stärkung der Potenz. Dafür ist das Glykosid Apiin in den Petersilienblättern verantwortlich.


Schwangere und Patienten mit Magen- oder Darmgeschwüren sollten Petersilie meiden. Von diesen Ausnahmen abgesehen ist die Petersilie eines der wertvollsten Küchenkräuter, die bei uns wachsen. Wir sollten sie essen, so oft es geht. Aus meinem Buch: "Die heilende Kraft der Küchenkräuter" (Kneipp Verlag) stammen folgende Rezepte:

Hirse mit Erbsen

Zutaten für 4 Portionen, pro Portion 250 kcal.

250 g Hirsekörner,
1/2 Liter Wasser,
ein Teelöffel Salz,
ein Esslöffel Maiskeimöl,
einige frische Estragonblätter,
250 g frische oder tiefgekühlte Erbsen,
ein Bund Petersilie.

Die Hirsekörner zuerst mit kaltem, dann mit heißem Wasser waschen und dann mit Salz, Öl und den Estragonblättern kochen: Ca. 40 Minuten bei schwacher Hitze quellen lassen ohne Umrühren. Die Körner ab und zu mit einer Gabel lockern. Zum Schluß die Erbsen mit gerösteter Petersilie vermengen und zu der würzigen Hirse geben.



Hüttenkäsecocktail im Gurkenmantel

Zutaten für 4 Portionen, pro Portion 88 kcal.

300 g Hüttenkäse,
150 g Tomaten,
1/2 grüne Paprika,
1/2 Zwiebel,
Salz,
Pfeffer,
Senf,
Knoblauch,
1/2 Bund Schnittlauch,
1/2 Bund Petersilie,
150 g Salatgurke.

Tomaten, Paprika und Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Das gemüse mit dem Hüttenkäse vermischen und mit den gehackten Kräutern und Gewürzen abschmecken. Salatgurke waschen, der Länge nach in dünne Scheiben schneiden. Diese zu Türmchen aufdrehen und mit dem Hüttenkäsecocktail füllen.