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Küchenkräuter: Kresse

Die Kresse ist eines unserer beliebtesten Küchenkräuter. Frische Kresse gibt es fast in jedem Supermarkt in Pappschachteln oder Styropor-Boxen. Zuhause kann man sie in Blumentöpfen oder auf feuchtem Küchenpapier züchten. Am häufigsten gibt man sie zum Salat oder aufs Butterbrot. Kresse ist ein wirklich hervorragendes Heilkraut.


Es gib zwei Kressesorten: die Brunnen- und die Gartenkresse. Beide Kressesorten sind vom gesundheitlichen Standpunkt gleichwertig. Sie ist reich an Vitamin C, sie liefert viel Vitamin B 1 und B 6, enthält die Inhaltsstoffe Eisen, Jod, Chrom und Phosphor. Darüber hinaus bietet sie die Mineralstoffe Magnesium, Kalzium und Kalium und ist reich an würzigen Senföl-Glykosiden.

Das tut die Kresse für Ihre Gesundheit

  • Wegen ihres hohen Vitamin C-Anteils schützt sie vor Erkältungen.
  • Kresse versorgt unseren Körper mit dem wichtigen Spurenelemnt Jod. Das ist unentbehrlich für den Stoffwechsel, ganz besonders aber für die Schilddrüse. In einer gesunden Schilddrüse sind 8 bis 11 Milligramm Jod gespeichert. Da muß täglich der Verbrauch ausgeglichen werden, sonst entsteht ein Jodmangel, es kommt zur Kropfbildung.
  • Die scharfen Senföle der Kresse desinfizieren die Harnwege, stärken die Blase und regen den Harndrang an. Essen Sie regelmässig Kresse - das hilft Ihren Nieren.
  • Mit ihrer Mischung aus Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gibt uns die Kresse bei Erschöpfungszuständen Kraft.
  • Kresse ist ein guter Begleiter, wenn Sie abnehmen wollen. Sie hat kaum Kalorien - aber dafür das Spurenelement Chrom. Das wiederum steuert das Gefühl des Sattseins. Wer jeden Tag eine Handvoll Kresse isst, hat weniger Hunger und braucht weniger Nahrung.

Kresse muss frisch sein

Kresse muß immer frisch sein. Sobald sie von der Wurzel getrennt ist, baut sie ihre Vitalstoffe innerhalb von 30 bis 40 Minuten fast vollständig ab. Kresse muß roh verzehrt werden wenn sie ihre Wirkung erzielen soll. Schneiden Sie die Kresse ganz klein und mischen Sie sie unter den Salat, am besten schmeckt sie mit Kartoffelsalat. Am einfachsten ist ein Butterbrot, dick mit Kresse bestreut. Aus meinem Buch: "Die heilende Kraft der Küchenkräuter" (Kneipp Verlag) stammen folgende Rezepte:

Kressesalat

Zutaten für 4 Portionen, pro Portion 74 Kcal:

150 g Kresseblättchen,

1 TL Zitronensaft,

1 TL Maiskeimöl,

nach Geschmack Salz und Zucker,

1 Becher Magerjoghurt,

3 gekochte Kartoffeln.

Die mit der Schere geernteten Kresseblättchen sorgfältig waschen. Darüber gießt man eine Marinade, die aus Zitronensaft, etwas Zucker und Salz und einigen Spritzern Maiskeimöl bereitet wird. Magerjoghurt dazu geben, Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden und dazugeben.

Kräutersuppe

Zutaten für 4 Portionen, pro Portion 84 kcal.:

Gundelrebe,

Brennesselspitzen,

Sauerampfer,

Kerbelkraut,

Fette Henne,

Petersilie,

Schnittlauch,

Knoblauchblätter,

Spinat und Kresse,

1 Zwiebel,

1 Knoblauchzehe,

Zitronenmelisse,

Majoran,

Kapern,

2 EL Butter,

2 EL Mehl,

Essig,

2 Eigelb,

1/8 Magerjoghurt,

Salz.

Die Kräuter werden mit kochendem Wasser übergossen, ausgedrückt und fein gehackt. Kräuterwasser aufbewahren. Die fein geschnittene Zwiebel, Knoblauch, Kapern, Majoran und Zitronenmelisse werden in einer hellen Mehlschwitze aus Butter, Mehl und und etwas fein gehackter Zwiebel geröstet und mit dem Kräuterwasser aufgegossen. Die restlichen Kräuter hinzufügen und das Ganze aufkochen. Die Eigelbe mit dem Magerjoghurt verquirlen, mit Essig abschmecken und erst kurz vor dem Essen in die Heiße Suppe rühren, die nicht mehr aufgekocht werden darf.




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