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Küchenkräuter

Küchenkräuter: Bohnenkraut

Das Gesunde ist so nah - man muss es nur erkennen. Ich reden von unseren Küchenkräutern. Schon längst ist die moderne Medizinforschung dabei, die Geheimnisse der Küchenkräuter zu entschlüsseln, herauszufinden, wo und wie sie helfen. Wussten Sie, dass Enzyme des Basilikums beim Fettabbau helfen? Dass Bohnenkraut Ihr Herz stärkt, daß Kresse Ihre Schilddrüse schützt, oder dass Pfefferminze Krämpfe löst und Kopfschmerzen bekämpft? Kommen Sie mit mir in den Kräutergarten der Natur, erfahren Sie, wie sehr diese Kräuter nicht nur das Essen wohlschmeckend machen, sondern auch unsere Gesundheit positiv beeinflussen. Und zu jedem Kraut gibt es ein Rezept für ein leckeres Gericht - einfach zum Nachkochen.


Bohnenkraut für den Darm, die Leber und die Potenz



Das mehrjährige Winter-Bohnenkraut fühlt sich in unseren heimischen Gärten sehr wohl. Es ist die ideale Würze für alle Speisen mit Bohnen und Erbsen, weil diese Hülsenfrüchte damit besser verdaut werden. Sie können es frisch aus dem Garten oder getrocknet verwenden. Bitte nur kurz mitkochen, sonst wird sein Geschmack zu intensiv. Schweinefleisch oder fette Kochwürste vertragen auch eine längere Kochzeit.

Die Wirkstoffe des Bohnenkrauts



Dazu gehören die ätherischen Öle Thymol, Cymol und Carvacrol, sowie Bitter- und Gerbstoffe. Die sind sehr wichtig für die Förderung der Verdauung und zur Unterstützung von Leber und Galle. Diese Inhaltsstoffe machen das Bohnenkraut zu einer Heilpflanze, die bei einer Reihe von gesundheitlichen Störungen eingesetzt werden kann.

So hilft Bohnenkraut



  • Das Bohnenkraut beeinflusst den gesamten Magen- und Darmbereich. Man kann mit Bohnenkraut Blähungen, Völlegefühl, Magenkrämpfe sowie Durchfall bekämpfen.
  • Der Gallenfluss wird beschleunigt, das verbessert die gesamte Verdauung.
  • Der gesamte Organismus wird angeregt, Bohnenkraut verbessert die Leistungsfähigkeit des Menschen. Es ist sinnvoll, Bohnenkraut mittags zu essen, weil man dann am Nachmittag nicht so müde wird.
  • Seit dem Mittelalter wird Bohnenkraut auch bei hartnäckigem Husten eingesetzt. Seine Inhaltsstoffe stärken die Atemwege. Entweder Bohnenkraut-Tee trinken, oder eine Inhalation mit Bohnenkraut machen. Dabei sollten Sie die Dämpfe etwa 10 Minuten lang einatmen.


Es ist für die Gesundheit egal, ob Sie frisches oder getrocknetes Bohnenkraut verwenden. Beim Trocknen bleiben die ätherischen Öle und Aromen erhalten. So bereiten Sie sich einen Tee zu:
2 Teelöffel Bohnenkraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen, dann durchseihen. Morgens und abends je eine Tasse Tee ungesüsst trinken.

Der österreichische Kräuterpfarrer Hermann Josef Weidinger schreibt: "Der Bohnenkrauttee hat sich oftmals bewährt, Potenzschwierigkeiten beim Mann und Frigidität bei der Frau zu beheben. Man muss aber viel Geduld haben. Der Tee muß lange Zeit beharrlich getrunken werden, bis man eine Wirkung erlebt."

Aus meinem Buch: "Die heilende Kraft der Küchenkräuter" (Kneipp Verlag) stammt folgendes Rezept:

Linsensuppe mit Bohnenkraut



Zutaten für vier Personen, eine Portion hat 91 kcal:

200 g getrocknete Linsen (oder Dosenlinsen),
1 Zwiebel,
1 Knoblauchzehe,
2 EL Olivenöl,
1 EL Tomatenmark,
1 Liter Wasser,
2 TL Salz,
1Bund Bohnenkraut,
Pfeffer,
Zitronensaft.

Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch zufügen und bei mäßiger Hitze glasig dünsten. Tomatenmark einrühren und mit Wasser aufgießen. Salz und Linsen einrühren, kurz aufkochen lassen und ca. 30 Minuten köcheln lassen bis die Linsen weich sind (Dosenlinsen gehen schneller). Am Schluß mit Bohnenkraut, Zitronensaft und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit.