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Zecken-Attacke - Was sie gegen Zecken tun müssen

Was sie gegen Zecken tun müssenEs wird ein Zeckenjahr! Schon jetzt steht fest, dass wir mit einem vermehrten Auftritt dieser gefährlichen Biester rechnen müssen. Und das Schlimme ist: Immer mehr Gebiete in Deutschland die bisher zeckenfrei waren melden die ersten Zeckenattacken. Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie in einem Zeckengebiet leben. Und fragen Sie ihn unbedingt, ob für Sie und Ihre Kinder eine Zeckenimpfung nötig ist.


Sie breiten sich immer mehr aus: Die Zecken. Waren bisher Bayern und Baden-Württemberg die klassischen Zecken- Bundesländer, so werden die bösartigen Blutsauger jetzt auch schon aus Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz gemeldet. Damit nahm auch Zahl der FSME-Erkrankungen zu. Innerhalb eines Jahres hat sich Zahl der Fälle von 274 auf 432 fast verdoppelt.

FSME heißt Frühsommer-Meningoenzephalitis und ist eine lebensbedrohende Erkrankung des Hirngewebes, der Hirnhaut und des Rückenmarks. Etwa zwei Prozent der an FSME erkrankten Menschen sterben. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, dann gibt es keine Therapiemöglichkeiten mehr, lediglich die Symptome können gelindert werden. Die Symptome sind: Hohes Fieber, Nackensteife und große Schmerzen. Gelangen die Viren ins zentrale Nervensystem, dann besteht die Gefahr des tödlichen Verlaufs der Kranlheit.

Die globale Erwärmung ist mitschuldig

Ein Grund für die zunehmende Ausbreitung der Zecken ist die global Erwärmung, die zur Ausbreitung Richtung Norden beiträgt. Auch die starke Vermehrung von Rotwild und Nagetieren trägt dazu bei: Denn an diesen Tieren infizieren sich die Zecken mit FSME, geben die Krankheit dann an Menschen weiter.

Generell wird in Zeckengebieten sowohl für Kinder wie auch für Erwachsene eine Zeckenschutzimpfung empfohlen. Außerdem sollte man nach jedem Ausflug ins Grüne, jedem Herumtollen in Naturwiesen oder im Wald den Körper bis in die Körperfalten nach Zecken absuchen und diese sofort entfernen - oder vom Arzt entfernen lassen. Je früher die gerfährlichen Blutsauger entfernt werden, desto geringer ist die Gefahr einer Ansteckung. Und die ist groß: So kann jede 5. Zecken in Deutschland den gefährlichen Erreger der Borreliose übertragen. Erstmals ist in Europa 2005 ein Fall von Zeckenlähmung aufgetreten: Ein 47jähriger Rostocker starb daran.

Kein Klebstoff

Das völlig falsche alte Hausmittel: Zecken mit Klebstoff überschmieren, damit sie absterben. Das kann zu üblen Entzünden des Zeckenbisses führen, hervorgerufen durch Bakterien die von der toten Zecke aus ins menschliche Blut gelangen und dort Böses anrichten.

Auf Eis gelegt

Jetzt gibt es eine Spezialgerät zum Entfernen von Zecken, die bereits in der Haut stecken: Tickner, in der Apotheke erhältlich. Zuerst wird die Zecke mit zwei, drei Sprühstößen aus einem Behälter mit Vereisungsspray getötet, dann kann man sie mit einer am Behälter befestigten Zange problemlos entfernen. Die Zecke ist in Sekunden tot und entfernt.




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