X mal probiert, nie geschafft: Sich das Rauchen abgewöhnen ist für Gewohnheitsraucher mit eine der schwersten Sachen auf dieser Welt. Ob mit einer Radikalkur oder mit langsamer Entwöhnung, ob mit Nikotinersatz oder mit Psychotricks - es ist einfach kaum möglich, vom Glimmstängel wegzukommen. Dabei ist es im wahrsten Sinn des Wortes lebenswichtig: Denn Rauchen verbrennt Ihre Lebenszeit. Raucher sterben früher. Wie schädlich das Rauchen ist, warum Sie unbedingt aufhören sollten, wie Sie es schaffen können.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag in 2009 das durchschnittliche Sterbealter eines an Lungen- und Bronchialkrebs Erkrankten bei 70,1 Jahren und damit 7 Jahre unter dem mittleren Sterbealter von 77,1 Jahren.
Das sind die typischen Ausreden der Raucher. Wie Sie vom Rauchen loskommen sagt Prof. Bankhofer.
Das sind die Sätze, die man bei Diskussionen ums Rauchen oder Nichtrauchen von eingefleischten Rauchern immer wieder hört. Es sind die Sätze von Unverbesserlichen und von Unbelehrbaren. Jede wissenschaftliche Untersuchung, jede Forschungsarbeit beweist aber seit Jahrzehnten immer nur Eines: Es gibt nichts auf dieser Welt, was für den Menschen so gesundheitsschädlich ist wie das Rauchen. Und das tun sich Menschen freiwillig an und bezahlen auch noch viel Geld dafür. Rauchen ist kein Spaß - es ist ein Sucht, die lebensgefährlich ist. Das gesetzliche Rauchverbot in öffentlichen Lokalen wird nun mit aller Macht durchgesetzt. Viele Raucher wollen aufhören, aussteigen aus der Droge Nikotin - aber sie schaffen es nicht. Deshalb meine Bankhofer-Tipps für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen.
Wenn Sie es schaffen, vom Rauchen los zu kommen, dann beweisen Sie sich und Ihrer Umwelt Willensstärke und Unabhängigkeit. Man wird Sie achten.
Sie haben es geschafft, die letzte Zigarette ist ausgedrückt, Sie werden auch nie wieder rückfällig. Was geschieht nun in Ihrem nikotinverseuchten Körper? Wie reagiert er. Können sich die durch jahrelangen Nikotinmissbrauch geschädigten Zellen regenerieren? Auch darüber gibt es Studien und Untersuchungen. Die haben ergeben:
Diese Angaben stammen von der renommierten amerikanischen Krebs- Gesellschaft. Hätten Sie gedacht, dass sich das Nichtrauchen so sehr lohnt, dass Sie so viel an Gesundheit gewinnen? Alleine das sind Gründe genug, mit dem Rauchen endlich aufzuhören.
Es gibt sehr viele Krankheiten, die unmittelbar mit dem Genuß von Nikotin und dem Inhalieren vom Feinstaub der Zigaretten zu tun haben. Je länger Sie rauchen, je höher der Zigarettenkonsum ist, desto größer ist die Gefahr, daß Sie sich an eine dieser Krankheiten "hinrauchen". Hier die wichtigsten:
Herzinfarkt:
Durch das Rauchen verengen sich die Blutgefäße, es kann sich dort Plaque ablagern (Arterienverkalkung). Besonders gefährdet sind die Arterien des Herzens, des Gehirns und der Gliedmaßen (Raucherbein). Das führt zu sehr oft lebensgefährlichen Gefäßverschlüssen. Ausserdem erhöht Rauchen den Blutdruck, ein weiterer Risikofaktor für einen Herzinfarkt.
Raucherlunge:
Hauptverursacher dieses chronischen Hustens ist das Rauchen. Die charakteristischen Merkmale: Husten (vor allen nachts und am Morgen), Auswurf beim Husten und Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Kann nur nach einem sofortigen Rauchstop geheilt werden.
Raucherbein:
Die durch das Rauchen entstandenen Gefäßverengungen und -verschlüsse führen zu schweren Durchblutungsstörungen. Die Folgen: Verletzungen heilen nicht mehr, es entstehen beim Gehen plötzlich starke Schmerzen, die zum Stehenbleiben zwingen (im Volksmund "Schaufensterkrankheit" genannt). Die schweren Durchblutungsstörungen können bis zur Amputation des betroffenen Beines führen.
Raucherkrebs:
Jeder Zug an einer Zigarette befördert rund 40 krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch in unsere Lunge. Von dort gelangen sie in die Blutbahn, wo sie unsere natürlichen Killerzellen zur Krebsbekämpfung schädigen. Damit steigt das Krebsrisiko für alle Organe die mit dem Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen in Berührung kommen, enorm. Deshalb sind Speiseröhre, Kehlkopf, Zunge, Rachen Mundhöhle, Lippen, Luftröhre, Bronchien und vor allem die Lunge sehr stark gefährdet.
Weitere Raucherschäden:
Das Rauchen schädigt vor allem unser Immunsystem, unser Gesundheitszustand leidet, wir sind anfällig für Infektionen. Raucher brauchen mehr Vitamine als Nichtraucher. Das Nikotin wirkt sich auf die Knochen und den Calciumhaushalt aus und kann so Osteoporose fördern.
Passivrauchen:
Auch das passive "Mitrauchen" ist schwer gesundheitsgefährdend. Nichtraucher haben keine Anpassungsmechanismen an Nikotin und Schadstoffe entwickelt, deshalb sind sie viel stärker gefährdet, als bisher angenommen. Besonders schwer trifft es Kinder. Kinder von rauchenden Eltern haben ein doppelt so hohes Asthmarisiko und sind viel anfälliger für Infektionen als die Kinder von Nichtrauchern, haben Studien bewiesen.
Nicht mehr rauchen: So schaffen sie es
Wer raucht, der konsumiert Nikotin und Nikotin macht genau so süchtig wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Das müssen Sie sich immer vor Augen halten. Es gibt kein Patentrezept, wie man vom Rauchen loskommen kann, da jeder Mensch und jeder Fall verschieden ist. Aber Sie müssen immer daran denken: Rauchentwöhnung ist eine Entziehungskur - und eine Entziehungskur können Sie nur durchstehen, wenn Sie mit der ganzen Kraft Ihres Willens dahinter stehen.
Das langsame Reduzieren des Verbrauchs, nach dem Motto: "Ich rauche jetzt jede Woche eine Zigarette weniger am Tag", wird in den wenigsten Fällen funktionieren, weil da die Rückfallgefahr zu groß ist. Zu oft siegt der "innere Schweinehund", weil man immer die Ausweichmöglichkeit hat: "Naja, heute rauche ich mal die volle Ration so wie früher, dafür rauche ich dann morgen um so weniger." Das haut nie hin.
Hier können sie auch Hilfe bekommen
www.gesunde-hausmittel.de/raucherentwoehnung-rauchfrei, Hausmittel zur Rauchentwöhnung
www.rauchfrei-info.de, Infoportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Beratungstelefon: 01815 313131 (12 Cent/min)
www.assmann-stiftung.de, Gesundheitsrisiken durch Rauchen, Hilfen beim Ausstieg
Imedo Infocenter Rauchen aufhören
Ernährungstest
Ratgeber Gesundheit