Pupsen: Man macht sich äußerst unbeliebt, man erntet empörte Blicke, vielleicht sogar böse Bemerkungen unter denen das Wort "Ferkel" noch harmlos ist - aber man ist eindeutig erleichtert: Die Rede ist von einem kräftigen Pups, volkstümlich Furz genannt. Über dieses heikle Thema wird geschwiegen, denn Pupsen (Furzen) ist äußerst unfein, wird als ekelhaft empfunden.
Aus medizinischer Sicht ist es empfehlenswert und erleichternd, es fördert Ihre Gesundheit. Es muss ja nicht in Gesellschaft geschehen, man kann sich auch auf dem stillen Örtchen von den lästigen Darmgasen befreien.
Davor schützt das Pupsen
Nach einem guten und reichhaltigen Essen - wie immer war es zu viel - fühlen wir uns sehr oft unangenehm voll. Magen und Darm müssen Schwerarbeit leisten um das kräftige Essen zu verdauen, bei uns stellen sich unangenehme Beschwerden ein: Ein Druck in der Brust bis hin zu Herzbeschwerden, Atembeschwerden, wir kriegen kaum Luft, plötzlich kommen Rückenschmerzen auf. In den meisten Fällen kein Grund zur Besorgnis: Im Darm haben sich bei der Verdauung riesige Mengen an Gas gebildet, die auf den gesamten Brust- und Bauchraum drücken. Nur ein kräftiger Pups kann da Abhilfe schaffen. Denn das Gas muss raus, sonst werden die Beschwerden immer grösser.
Die Natur hilft sich da normalerweise selbst. Die bei normaler Ernährung gebildeten Gase entweichen im Lauf eines Tages unbemerkt, lautlos und meist geruchlos auf natürlichem Weg. Das geschieht etwa acht- bis zehnmal am Tag. Wenn Sie es jedoch bis zu 20mal am Tag gewaltig und übelriechend krachen lasen, dann ist der Gang zum Arzt fällig und Sie müssen über eine Umstellung Ihrer Nahrung nachdenken.
Bakterien erzeugen den Pubs
Ursache für den Pups kann zu viel Reden beim Essen sein. Dadurch wird Luft in den Verdauungstrakt gebracht, es bildet sich ein Pups. Sehr oft aber entstehen Gase mit enormem Druck im Dickdarm, wenn Bakterien dabei sind, die Nahrung zu verdauen. Es sind etwa 400 Bakterienstämme die als gesundheitsförderliche und positive Bakterien zur Darmflora gehören. Die holen im Dickdarm aus den letzten noch unverdauten Speiseresten wertvolle Mineralien und Spurenelemente heraus. Dabei entstehen Gase die den Druck erzeugen. Dieses Gas-Luft-Gemisch drückt so lange gegen den Schließmuskel, bis der nachgibt: Der Pups ist draussen. Je nach Druck mehr oder weniger laut. Im Darm wird normalerweise pro Tag ein Liter Verdauungsgas gebildet. Diese Menge sollten Sie - möglichst geräuschlos - in mehreren Einheiten aus dem Darm entlassen.
Pupse werden aber erzeugt, wenn die Bauchspeicheldrüse zu wenig Enzyme für die Verdauung von Rohkost produziert. Diese Nahrung beginnt im Dünndarm zu gären, es entstehen Gase und Alkohol. Unter den Gasen ist auch Methan, das bekanntlich für das Ozonloch mitverantwortlich ist.
So verringern Sie das Pups-Risiko
Dazu gibt es einen Volksspruch: "Ein Furz im Zimmer stinkt immer, ein Furz im Freien - den kann man verzeihen."
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