Ständiger Lärm jagt den Blutdruck hoch
Immer mehr Maschinen lösen die Handarbeit ab. Das ist gut so. Aber diese Maschinen - ob im Verkehr, im Haushalt, im Büro - erzeugen Lärm. Dem sind wir ständig ausgesetzt. Irgendwo summt, brummt, rattert immer irgendetwas. Dieser ständige - und meist zu hohe - Lärmpegel schädigt unser Gehör. Die Hörnerven stehen ständig unter hoher Belastung. Das wirkt sich schädlich auf unseren Blutdruck aus, er steig, das Herz muss mehr pumpen. Messungen haben ergeben: Ein Düsenjet im Tiefflug jagt den Puls nach oben, die Lärm-Dauerbelästung einer Baumaschine erzeugt Kopfweh. Versuchen Sie, Lärmquellen auszuschalten, so gut es geht:
- Vergewissern Sie sich, ob Ihre Wohnung gut gegen Schall abgesichert ist.
- Verwenden Sie nur lärmgedämpfte Geräte.
- Gewöhnen Sie sich an, Radio und TV auf leise zu stellen
- Verwenden Sie notfalls Ohrstöpsel um die Nachtruhe zu sichern.
Ständig erreichbar sein macht krank
Unser Berufsalltag ist eine ständige Stress-Quelle. Wir müssen immer gleichzeitig zu viele Dinge im Augen behalten und erledigen. Die Zeit, wo man sich eine Arbeit vornahm und die dann konsequent zu Ende führen konnte sind doch längst vorbei. Telefon, Fax, Email und auch das Handy - wir sind ständig erreichbar, müssen ständig präsent sein, Zeit ist ein geldwerter Faktor geworden. Unser Berufsleben ist unstet geworden, wir müssen ständig mit Veränderungen rechnen, nichts ist sicher. Halten Sie dagegen. Lassen Sie sich nicht vollmüllen mit neuen - oft sinnlosen - Änderungen, bringen Sie eine Grundordnung in Ihr Berufsleben. Vor allem: Seien Sie nicht ständig verfügbar. Handy aus, Email auf Speicher schalten, angefangene Arbeiten Zu Ende bringen. Glauben Sie mir: Wer ständig erreichbar ist, ist jedermanns Knecht. Und Sie werden krank davon. Sie haben nervöse Störungen, können schlecht schlafen, die Mühle im Kopf dreht sich unentwegt weiter.
Stress macht den Körper richtig krank
Auch zuhause haben Sie Stress: Probleme mit dem Partner, Beschwerden von Nachbarn, schlechte Noten der Kinder, Streit über nötige oder unnötige Anschaffungen. Und wenn Sie dann noch den Arbeitsärger mit nach Hause bringen - dann haben Sie sehr schnell Gesundheitsprobleme am Hals. Denn Stress macht krank:
- Magen- und Darmprobleme
- Verspannung im Nacken- und Rückenbereich
- Ihre Haut wird nervös und reagiert mit Ausschlag
- Sie können schlecht schlafen, finden nachts keine Ruhe
- Es gibt Haarausfall und verstärkte Schuppenbildung
- Sie verlieren Ihren Appetit - oder Sie bekommen Anfälle von Fress-Sucht
- Der Blutdruck spielt verrückt
Schalten Sie zuhause ab. Verschieben Sie Gespräche mit Krach-Potential, wenn Sie einen schweren Arbeitstag hatten. Entstressen Sie sich, lesen Sie. führen Sie positive Gespräche, schnappen Sie frische Luft. Betäuben Sie sich nicht mit Alkohol und belasten Sie sich nicht mit aufregenden Fernsehfilmen.
Verjagen Sie den Stress aus Ihrem Leben
Stress ist ein Problem Ihrer inneren Haltung. Damit er nicht gesundheitsgefährdend wird, müssen Sie also Ihre Einstellung zu vielen Dingen ändern, Sie müssen den Stress im Kopf bekämpfen.
- Arbeiten Sie nie mit dem Hilfsmittel der Verdrängung, arbeiten Sie Kränkungen und Zurücksetzungen auf.
- Bestehen Sie auf Ihr Recht, auf klärende Gespräche. Was verschwiegen wird, gärt weiter.
- Stellen Sie nicht zu hohe Ansprüche an sich selbst, damit treiben Sie sich selbst in Stress-Situationen.
- Gönnen Sie sich das Recht auf eine Explosion. Das befreit.
- Lernen Sie zu delegieren und „Nein“ zu sagen. Wer sich alles aufladen lässt wird zum Esel.
- Seien Sie nicht immer 100%ig auf volle Leistung eingestellt. Das reibt Sie auf, verbraucht Ihre Kräfte.
- Wenn Sie merken, dass Ihr Stress wirklich bedrohlich wird, wenn Ihre Kräfte nachlassen und die Nächte wegen der sich jagenden Gedanken zur Qual werden - dann sollten Sie mit Ihrem Arzt über Antistressmedikamente sprechen. Aber die sollten wirklich nur das allerletzte Mittel sein.
Überlegt gegen die Hektik vorgehen
Eine direkte Folge von Stress sind Hektik und Nervosität. Menschen die davon befallen sind, haben zumeist grosse Blutdruck- und Kreislaufprobleme. Also müssen wir die Symptome bekämpfen. Hektiker wollen immer alles zu selben Zeit machen und das auch noch möglichst perfekt. Das kann aber kein Mensch. Also lassen Sie sich gar nicht erst in die Hektik treiben. Wenn Sie wissen: „Oha, jetzt kommt Vieles auf mich zu, jetzt werde ich von den Anforderungen überrollt,“ dann versuchen Sie gar nicht erst durch erhöhten Eifer die Dinge in den Griff zu bekommen. Setzen Sie sich hin und denken Sie nach. In Ruhe natürlich: „Was ist das Wichtigste, was kann warten? Kann ich zwei Dinge mit einer Aktion erledigen? Muss ich das überhaupt anpacken, oder erledigt es sich von selbst?“ Schon bei diesen Überlegungen werden Sie merken, wie Sie ruhiger werden, wie sich die Hektik legt, wie die scheinbar unüberwindbaren Probleme auf ein mal lösbar und die Aufgaben machbar werden. Hektik ist ein Zeichen von Schwäche und mangelnder Organisation.
Sport vertreibt die Nervosität
Die Türen knallen, Sie hupen an der Ampel einen säumigen Autofahrer an, Sie halten es am Platz nicht aus, es geht Ihnen nicht schnell genug, Sie tigern im Zimmer auf und ab, Sie rufen ständig immer wieder wegen der selben Sachen an . Mit einem Wort: Sie sind nervös. Das kostet Abwehr- und Lebenskraft. Wer nervös ist, der trifft Fehlentscheidun gen, der lässt sich in die Enge treiben. Dagegen helfen Atemübungen, Medidation, Entspannungsübungen. Sport ist gut gegen Nervosität, Hopfen und Baldrian sind es auch. Denken Sie an Ihre Stärken, achten Sie auf die Schwächen Ihrer Gegner, lassen Sie sich von Drohgebärden nicht beeinflussen. Auch ein, zwei Bierchen sind gut gegen Nervosität. Machen Sie jede Stunde zehn Minuten Pause, schauen Sie ins Grüne, leeren Sie Ihren Kopf von Problemen - die Nervosität wird schwinden.
Angst zerfrisst Ihre Gesundheit
Angst ist ein schrecklicher Gegner Ihrer Gesundheit - vor allem dann, wenn sie zum Dauerzustand wird. Angst hat viele Ursachen, der Hauptgrund aber liegt in Ihnen selbst: Mangelndes Selbstbewusstsein, Fehler aus Unvorsichtigkeit, Sorgen um die Zukunft. Wir können um alles Angst haben: Um unsere Liebe, unseren Job, die Zukunft der Kinder, unsere Gesundheit. Diese Angst kann uns zerfressen, lebensuntüchtig machen. Ein böser Satz zu diesem Thema lautet: „Selbstmord aus Angst vor dem Tod.“ Machen Sie sich selbst stark. Denken Sie an Ihre Erfolge, an Schwierigkeiten die Sie gemeistert haben, an völlig hoffnungslose Situationen die Sie zum Guten gewendet haben. Sprechen Sie mit dem Partner und mit Freunden über Ihre Ängste. Nehmen Sie Stimmungsaufheller (Naturmedizin wie Johannistropfen), sprechen Sie notfalls auch mit einem Arzt. Wer die Angst vor solchen Gesprächen überwindet, der hat seine Ängste schon zur Hälfte besiegt.