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Sodbrennen: Die 10 besten Tipps

Sodbrennen

© SP-PIC - Fotolia.com

Gut gegessen, gut getrunken - auch den süßen Nachtisch nach dem Essen genossen und noch ein Zigarettchen geraucht. Dann ins Bett gegangen. Und dann ging es los: Ein bitteres Brennen vom Magen die Speiseröhre hoch: Sodbrennen. Das erleben Millionen von Menschen, immer wieder. Sodbrennen nach dem Essen ist ein Leiden, das Millionen betrifft. Dabei helfen da oft einfache Hausmittel - schon Wasser trinken kann hilfreich sein. Hier zehn Tipps und Hausmittel, die beim Kampf gegen zu viel Magensäure den Arzt ersparen können.

Weißbrot essen

Sodbrennen entsteht durch einen Überschuss an Magensäure. Dagegen helfen stärkehaltige Nahrungsmittel, denn sie binden die Magensäure und verhindern, dass sie in die Speiseröhre aufsteigen und dort das Brennen verursachen. Essen Sie also beispielsweise Zwieback, Kartoffeln und trockenes Weißbrot. Auch Bananen sind gut gegen das Brennen hinter dem Brustbein.

Ein altes Hausmittel ist Natron

Natron reagiert basisch und ist vor allem in Backpulver enthalten und somit leicht greifbar. Es braucht also kein Rezept vom Arzt. Natron neutralisiert die überschüssige Magensäure, verhindert so das Sodbrennen nach einem schwere, fetten und süßen Essen. Aber es gibt ein Problem: Natron regt die Bildung von Kohlendioxid an und fördert damit den Druck im Bauchraum - indirekt kann es also den Säurerückfluss anregen.

Das falsche Essen macht Sodbrennen

Sodbrennen hat sehr viel mit Ihrem Essen zu tun. Es gibt Lebensmittel, die an der zu großen Produktion von Magensäure direkt beteiligt sind. Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke, Zitrusfrüchte, Fettiges und Frittiertes sowie Obst mit einem hohen Anteil an Fruchtzucker stehen im Verdacht, Sodbrennen auszulösen. Vor allem Abend sollten Sie auf die Nahrungsmittel möglichst verzichten.

Den Oberkörper hoch legen

Sie gehen ins Bett schlafen ein - und werden nach etwa zwei Stunden wach, weil ein brennender Schmerz die Speiseröhre hochzieht - das Sodbrennen ist da, ihr Magen rebelliert. In solchen Fällen wird Ihr Arzt Ihnen vielleicht ein altes Hausmittel gegen Sodbrennen empfehlen: Schlafen Sie nicht total waagerecht, sondern richten Sie Ihren Oberkörper mit Hilfe eines Kissens leicht auf. Dadurch verhindern Sie den Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Nicht zu scharf würzen

Sein würzen Ihre Lebensmittel gerne mit Chili, Curry, Pfeffer und Co.? Dagegen ist nichts einzuwenden, denn diese Gewürze sind gesund. Vorausgesetzt, Ihre Magenschleimhäute sind in Ordnung und Sie verwenden nicht zu viel von den scharfen Gewürzen. Denn die reizen und greifen die Schleimhäute an den Magenwänden an, diese sondern zu viel Magensäure ab - und schon haben Sie Sodbrennen.

Senf hilft gegen Sodbrennen

Nun kommt ein Tipp, der Sie vielleicht erst mal stutzen lässt: Nehmen Sie nach dem Essen einen Teelöffel Senf zu sich. Senf kann zwar auch höllisch scharf sein, aber er hat eine positive Wirkung, vor allen nach einem fetten Essen. Das im Senf enthaltene Senföl regt die Galle und die Leber zur Fettverdauung an und beruhigt schon im Magen. So kann ein Reflux gar nicht erst entstehen.

Alkohol und Rauchen verschärfen Sodbrennen

Unser Magen hat einen eigenen Schließmuskel, der ihn sozusagen gegen die Speiseröhre abdichtet. Wenn dieser Muskel schlaff wird, dann dichtet er nicht mehr ausreichend ab und Magensäure kann vom Magen in die Speiseröhre fließen - Sie haben Sodbrennen. Dieser Fall tritt besonders dann ein, wenn Sie zum Essen und danach viel Alkohol trinken und/oder rauchen. Diese beiden Genussgifte lasen den Schließmuskel am Magen erschlaffen. Hinzu kommt, das scharfer Alkohol zusätzlich die Magenschleimhäute reizt, so dass die Produktion von Magensäure erhöht wird.

Probleme schlagen auf den Magen

Sie haben Stress in der Familie, Druck bei der Arbeit, Angst vor der Zukunft - das drückt auf Ihre Psyche. Und auch diese seelischen Probleme können der Auslöser für eine erhöhte Produktion von Säure im Magen und damit für Sodbrennen sein. In diesem Fall müssen Sie die Ursachen direkt angehen. Haben Sie zum Beispiel Stress, können Entspannungstechniken den Druck mildern und dem Sodbrennen vorbeugen.

Das Übergewicht muss runter

Übergewicht ist die Ursache vieler Übel: Bluthochdruck, Arteriosklerose, Diabetes. Aber auch Sodbrennen gehört dazu. Ist der Bauch zu groß und zu schwer geworden, dann drückt e auf den Magen. Die Magensäure versucht dem Druck auszuweichen - und fließt in die Speiseröhre. Wenn Sie also übergewichtig sind und dauerhaft Ruhe vor dem Sodbrennen haben wollen, dann sollten Sie versuchen abzuspecken.

Auch Medikamente helfen gegen Sobrennen

Wenn alle Hausmittel und Diäten versagt haben, wenn Sie Nacht für Nacht unter Sodbrennen leiden - dann muss Sie nach Rücksprache mit dem Arzt zu Medikamenten greifen. Es gibt Säurehemmer und -blocker, die Ihnen helfen können. Die gibt es auch rezeptfrei in der Apotheke. Dennoch sollten Sie diese Medikamente nicht ungebremst einnehmen - es kann ein Gewöhnungseffekt eintreten, dann verlieren sie ihre Wirkung. Ein ständig wiederkehrendes Sodbrennen muss vom Arzt abgeklärt werden.

Ursachen und Behandlung von Sodbrennen finden Sie hier

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