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Die 10 besten Tipps gegen Schnupfen und Erkältung

Die 10 besten Tipps gegen Schnupfen und Erkältung

© Peggy Blume - Fotolia.com

Für fast alle ist ein Schnupfen zwischen November und März eine nahezu unausweichliches Schicksal: Sie niesen und schnäuzen und können froh sein, wenn es beim Schnupfen bleibt und nicht eine bösartige Erkältung daraus wird. Ich habe für Sie zehn ganz einfache Tipps zusammengestellt, mit denen Sie einen Schnupfen abwehren können.

Gutes Lüften verscheucht Bakterien und Viren

In geheizten Räumen und an klimatisierten Arbeitsplätzen fühlen such Bakterien und Viren besonders wohl: Sie vermehren sich rasant, werden durch die Klimaanlagen in alle Räume verteilt. Wenn Sie sich aber in gut durchlüfteten Räumen aufhalten, dann sinkt die Gefahr einer Ansteckung rapide ab. Gut lüften bedeutet aber nicht, dass Sie nun den ganzen Tag über ein Fenster angelehnt offen stehen  lassen, so dass ständig kalte Luft ins Zimmer strömt. Das ist falsch. Richtig ist die Stosslüftung: Drei- bis viermal täglich für höchstens zehn Minuten richtig durchlüften, das reduziert die angreifenden Bakterien und Viren enorm - und schützt Sie vor der Erkältung.

Die Raumluft darf nicht zu trocken sein

Noch ein Problem in geheizten oder klimatisierten Räumen: Die Raumluft wird zu trocken. Dadurch werden die Schleimhäute in der Nase und im Rachenraum ausgetrocknet. Das ist gefährlich, denn trockene Schleimhäute können eindringende Bakterien und Viren nicht mehr abwehren - sie dringen ein und vermehren sich, bis die Nase läuft. Sie müssen also dafür sorgen dass die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen möglichst nicht unter 50 Prozent sinkt. Das geht ganz einfach: Für Heizungen  gibt es Luftbefeuchter die nach dem Verdunstungsprinzip arbeiten. Oft genügt auch ein feuchtes Tuch über der Heizung oder eine flache Schüssel Wasser, das so eine grosse Verdunstungsoberfläche  hat. Für Klimaanlagen gibt es Luftbefeuchter.

Mal heiss, dann kalt: Die Immunabwehr stärken

Um die Immunabwehr zu stärke, muss man sie herausfordern. Sie sozusagen wecken. Und da ist am Einfachsten die tägliche Wechseldusche am Morgen. Denn dass der rasche Wechsel von warm zu kalt und umgekehrt abhärtet und stark gegen Erkältung macht, das ist eine uralte Weisheit, die schon dem Pfarrer Kneipp bekannt war. Bitte dabei beachten: Es darf nicht von ganz heiss hin zu eiskalt geduscht werden. Das ist kontraproduktiv. Es sollte von normal warm hin zu lauwarm sein. Erst der letzte Duschgang sollte ganz kurz kalt sein. Auch gut zur Stärkung der Abwehr: Die Feuchtigkeit auf der Haut nicht abrubbeln, sondern an der Luft trocknen lassen. Einmal in der Woche  in  die Sauna, das schützt vor Schnupfen und Erkältung. Auch hier wichtig: Der Wechsel von heiss zu kalt. Nicht mehr als drei Saunagänge zwischen  sieben und zwölf Minuten - mehr schwächen das Immunsystem.

Händewaschen: Schutz  vor einer Ansteckung

Es gibt in unserem täglichen Umfeld viele Möglichkeiten, sich mit Erkältungs- und Schnupfenviren und -bakterien zu infizieren. Das sind die Tür- und Haltegriffe in den öffentlichen Verkehrsmitteln, das sind die Wasserhähne in den öffentlichen Toiletten, das sind Telefon- und  Handyhörer, das sind die Türgriffe in öffentlichen Gebäuden, das sind die Tastaturen von Computern. Kurz: Alle Dinge, die von  vielen Menschen in die Hand genommen und benutzt werden. Dagegen hilft ganz einfach: So oft Hände waschen wie möglich. Und wenn es fünfmal am Tag ist und lästig wird: Es schützt Sie vor Ansteckungen. Wichtig ist es, auch die Handrücken und Fingerzwischenräume gründlich mit Seife zu bearbeiten - damit auch wirklich alle Keime weggewaschen werden.

Frische Luft gegen Viren und Bakterien

Es regnet, es ist kalt, es ist windig: Egal, Sie müssen raus an die frische Luft. Natürlich gut geschützt und warm angezogen. Vor  allem eine wärmende Kopfbedeckung ist ganz wichtig. Lange und regelmässige Spaziergänge an der frischen Luft sind enorm wichtig für die Vorbeugung gegen Schnupfen und Erkältung. Dafür gibt es drei wichtige Gründe:

  • Der Kältereiz auf der Haut und die ausdauernde Bewegung stimulieren die  körpereigenen Abwehrkräfte. Die erhöhte Sauerstoffzufuhr verstärkt die Abwehrbereitschaft gegen Freie Radikale.
  • Ihre Schleimhäute profitieren von der besseren Durchblutung, das stärkt sie im Kampf gegen Viren und Bakterien.

  • Berührung mit feuchter Luft hält ihre Abwehrkräfte aufrecht. Dadurch wird das Eindringen von Viren und Bakterien in den Mund- und Rachenraum erschwert und verhindert. 

 

Mit Obst und Gemüse gegen Schnupfen und Erkältung

Um die Immunzellen intakt und kräftig zu erhalten, brauchen Sie jetzt die richtige Ernährung. Das bedeutete: Mehr Vollkornprodukte, mehr Obst und mehr Gemüse.  Damit nehme Sie die wichtigsten Vitalstoffe zu sich, die der Körper zur Abwehr von Viren und Bakterien braucht. Da gibt es eine einfache Regel, möglichst bunt soll die Ernährung sein: Orangen und Zitronen, rote Tomaten, gelbe, rote und grüne Paprika, Äpfel, Petersilie, Grünkohl und Blaukraut. Und vor allem das wichtigste Wintergemüse überhaupt: Das  gute alte Sauerkraut. Dessen grösster Gesundheitsvorteil: Sein hoher Vitamin C-Anteil wird beim Erhitzen nicht zerstört.

Gefahr Stress: Das Immunsystem wird entscheidend geschwächt

Ständiger Stress untergräbt das Immunsystem. Der kann es so sehr schwächen, dass es auf die Erkältungsviren und -bakterien nicht mehr reagieren kann - Sie werden krank. Also müssen Sie jetzt den Stress bekämpfen. Fahren Sie die Anforderungen in Beruf und Leben herunter. Sagen Sie "Nein", wenn Sie sich überfordert fühlen. Und tun Sie etwas Positivs für Ihr Nervenkostüm und  Ihren Seelenfrieden: Gezielt Entspannungsübungen, Ruhepausen (Siesta), eine tägliche Meditation und entspannende Yoga-Übungen sind da sehr hilfreich. Auch eine entspannende Massage stärkt  Ihr Immunsystem gegen Schnupfen und Erkältung.

Zu wenig Schlaf: Erkältung droht

Hetze, innere Unruhe, zu kurze und unruhige Nächte: Schlechter oder zuwenig Schlaf öffnen den Erkältungskrankheiten Tür und Tor. Es ist medizinisch nachgewiesen, dass Schlafmangel das Immunsystem schwächt, und Menschen mit Schlafmangel besonders anfällig für Infektion sind. Es muss gesichert sein, dass Sie die als optimal angesehenen sieben bis acht Stunden Schlaf bekommen. Wobei natürlich die nötige Schlafdauer individuell verschieden ist. Sie brauchen pro Nacht mindestens eine Durchschlafperiode von etwa vier Stunden. Ihre Wachpausen sollten nur wenige Sekunden dauern. Ideal für einen gesunden Schlaf: Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 60 Prozent im Zimmer und eine  Temperatur zwischen 16 und 19 Grad.

Feuchte Schleimhäute: Schutz gegen Viren und Bakterien

Durch unsere  Nase holen wir uns in kurzen und regelmässigen Abständen unser Lebenselixier: Die Luft. Damit diese nicht ungefiltert in unseren Mund- und Rachenraum, und über die Luftröhre in die Lunge gerät, ist die Nase mit Schleimhäuten ausgekleidet: Die sind die erste und wichtigste Abfangstation für eindringende Viren und Bakterien. Aber sie funktionieren nur, wenn sie gut durchblutet und feucht sind. Um dort festgehaltene Viren und Bakterien wieder los zu werden und sie auszuschwemmen, sollten Sie des öfteren eine Nasendusche mit Salzwasser nehmen. Dabei ist die richtige Salzkonzentration wichtig: Etwa ein Gramm normales Kochsalz auf 100 ml lauwarmes Wasser. Pures Wasser oder zu salzhaltiges Wasser reizt die Nasenschleimhäute und ist kontraproduktiv.

Moderater Sport stärkt das Immunsystem

Sport ist einfach gut: Er senkt den Bluthochdruck, man nimmt ab, die Muskeln werden gestärkt, man nimmt mehr Sauerstoff auf - und mit den Muskeln werden auch die Abwehrkräfte gestärkt. Bei moderatem Sport werden pro Woche etwa 1  500 bis 2 000 kcal verbraucht. Und zusätzlich die weissen Blutkörperchen aktiviert und verstärkt. Und die bekämpfen erfolgreich die Bakterien und Viren, die uns mit Erkältung und Schnupfen "beglücken". Allerdings sollte dieser "Abhärtungssport" nicht übertrieben werden: Wer nach 15 Kilometer schnellem Jogging völlig ausser Atem und total erschöpft durchs Ziel taumelt, der hat auch sein Immunsystem total ausgepowert - und dann versagt es im Kampf gegen die Erkältungskrankheiten. Drei- bis viermal pro Woche einen halbe bis dreiviertel Stunde ruhiger Ausdauersport - das bringt es.

 

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